Großes Wachstum beim Avocado Anbau in der Dominikanischen Republik erwartet

"Dadurch, dass wir Avocados unter kontrollierter Atmosphäre transportieren, können wir uns von 95% unserer Konkurrenz abheben"

Die globalen Logistikprobleme (die bis heute anhalten) konnten das Wachstum von Avocados nicht stoppen. Obwohl die Pandemie viele Herausforderungen für den Welt-Exportmarkt mit sich bringt, bekommen die Verbraucher weiterhin ihre Avocados und im vergangenen Jahr ist die Nachfrage noch einmal gestiegen. Allerdings gibt es noch immer Luft nach oben. Die Exportzahlen in den wichtigsten Produktionsländern (allen voran die lateinamerikanischen Länder) zeigen, dass auch die Exporte in internationale Märkte 2020 gestiegen sind. Aktuell ist die Dominikanische Republik der zweitgrößte Produzent auf der Welt.

"Allmählich normalisiert sich der Flugverkehr und damit auch der Lufttransport. Vorher hat die Dominikanische Republik allerdings einen Transportpreis von 60 Cent gezahlt. Jetzt liegt der Preis zwischen 1 Euro und 1,05 Euro. Das ist ein deutlicher Anstieg. Weltweit sind die Preise für den Lufttransport gestiegen. Das liegt vor allem an den Benzinkosten. Wir haben Kunden aus China. Vor der Pandemie hat es uns 4.000$ gekostet, einen Container von China in die Dominikanische Republik zu bringen. Jetzt sind es zwischen 11.000$ und 14.000$. Das ist ein enormer Anstieg", sagt Alejandro Ruiz del Portal, Geschäftsführer der Grupo Yazik. "Außerdem gibt es beim Transport oft Probleme. Wir haben schon neun Container verloren und bei sechs davon lag es an Problemen der Schifffahrtsunternehmen und der Airlines", sagt er.

Alejandro Ruiz de Portal kommt ursprünglich aus Malaga, Spanien. Er hat die Grupo Yazik gegründet. Das Unternehmen hat auch Partner in Venezuela. Es ist auf Avocados und Mangos spezialisiert. Das ganze Jahr über werden in dem Land verschiedene Sorten angebaut. Am beliebtesten sind Avocados mit grüner Schale. Diese sind lokal nicht die populärsten, aber international auf mehreren Märkten, einschließlich Japan, sehr gefragt. Letzteres ist ein Ergebnis der direkten Bemühungen des dominikanischen Botschafters im Land, die dazu geführt haben, dass sich für die nächste Saison eine Marktnische für diese Frucht geöffnet hat. Aufgrund ihrer Verderblichkeit und schnellen Reifung hängt die Lieferung in Märkte, die weiter von der Insel entfernt sind, jedoch stark vom Zugang zu einer angemessenen Logistik ab.

"Nach Japan exportieren wir per Flugzeug. Wenn der Transport länger als fünf Tage dauert, verschiffen wir unsere Avocados immer in Containern mit einer kontrollierten Atmosphäre. Damit heben wir uns von fast 95% der Konkurrenz ab", sagt der Geschäftsführer. "Das ist deutlich teurer, als ein herkömmlicher Transport, aber wir sind sehr zufrieden damit, weil wir so unsere Kunden verlässlicher beliefern können."

Der Avocado Sektor wird gerade durch Veränderung bestimmt. Laut Alejandro Ruiz steigt die Nachfrage sowohl nach Avocados als auch nach Beiprodukten. Neben Tiefkühl-Produkten, verarbeiteten Avocados und Fertiggerichten, boomt auch die Produktion und der Verkauf von Avocado-Öl.

Der Avocado-Markt hat noch viel Potential und konzentriert sich zurzeit noch überwiegen auf frische Früchte. Innerhalb des Segments ist vor allem die Hass-Avocado sehr beliebt. "In der Dominikanischen Republik machen Hass-Avocados rund 20% der Produktion aus. Aber auch neue Sorten werden gepflanzt. Die Gesamtmenge steigt deutlich an. Jeder will auf das richtige Pferd setzten und damit auf die Avocado-Sorte, die sich am besten verkauft", sagt Alejandro. "Heute gibt es viele große Produzenten, die die Sorte anbauen, zum Beispiel Peru, Chile, Kolumbien, Guatemala, Mexiko, Kenia oder Südafrika."

"Wir machen bei dem Ringen um die Hass-Sorte mit, aber auf andere Art und Weise. Mir wurde schon mehr Geld angeboten, als meine Container im Hafen angekommen sind. Allerdings gibt es etwas, das die Grupo Yazik ausmacht. Wir stehen zu unserem Wort. Selbst wenn der Marktpreis sich während des Transports noch ändert, bleiben wir beim ursprünglich ausgemachten Preis. Wenn wir bei dem Krieg um die Hass-Sorte voll mitgehen würden, dann würden wir natürlich auch darauf bestehen, dass die Preise dann nach oben hin korrigiert werden", sagt der Geschäftsführer.

Keitt-Mango-Saison beginnt

Das Unternehmen verkauft seine Produkte an große Importeure in Zentraleuropa, Nordamerika, Russland und Japan. Nach Russland und Japan wird das Obst auf dem Luftweg eingeflogen. "Wir haben uns auf Avocados und Mangos spezialisiert, aber wir haben auch andere Produkte wie Ananas und Ingwer. Diese Produkte verkaufen wir in kleinerem Stil an unsere Kunden, an die wir bereits unsere Hauptprodukte verkaufen."

Dieses Jahr hat das Unternehmen rund 150 Container Avocados aus der Dominikanischen Republik exportiert und es gibt einen Aufwärtstrend", sagt Alejandro. "Unser Ziel ist es, 2022 zwischen 250 und 300 Container zu verschiffen. 30 bis 40 davon macht allein die Hass-Sorte aus. Das sind dann sowohl konventionelle- als auch Bio-Avocados. Tatsächlich ist das Unternehmen das zweite im ganzen Land, das das Bio-Zertifikat für Avocados hat.

"Dieses Jahr werden wir mit der Bio-Mango-Saison starten und gerade beginnt die Keitt-Mango-Saison. Bisher sieht es so aus als würden wir rund 100 Container exportieren", sagt er. "Wir haben auch als erstes Unternehmen einen Container mit Mingolo-Mangos nach Spanien, vor allem aber nach Malaga, exportiert. Dort sind unsere Mangos vor zwei Wochen angekommen. Die Sorte wird traditionell eher nach Kanada und in die Vereinigten Staaten exportiert, aber jetzt haben wir auch Spanien damit beliefert und bisher war das Feedback durchweg positiv."

Für weitere Informationen: 
Alejandro Ruiz del Portal Molina
Grupo Yazik
Belanova Building. Suite 303
Punta Cana Village. Dominican Republic
T: +1 (809) 959-2644
M: +1 (829) 246-3333
direccion@grupoyazik.com 
www.grupoyazik.com 


Erscheinungsdatum:



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