Peruanische Exportbranche geht mit zweistelliger Zielsetzung in die Zukunft

„Neue Märkte erschließen und unsere Produktauswahl für den Export erweitern"

Mehr als 40 Aussteller präsentierten ihre Produkte während der diesjährigen Fruit Logistica auf dem 520m2 großen peruanischen Pavillon (der größte Stand Perus in den letzten 18 Jahren). Für das südamerikanische Land ist Berlin jedes Jahr der wichtigste Messetermin, obwohl man später im Jahr bereits das zweite Mal in Folge als Gastland auf der Asia Fruit Logistica vertreten ist. Und nicht umsonst: Denn die Wachstumsraten der peruanischen Agrarbranche sind immer noch beeindruckend. „„Die Agrarbranche ist nach wie vor die Lokomotive der peruanischen Wirtschaft“, bestätigt Gycs Gordon, Ansprechpartner des Wirtschafts- und Handelsbüro Peru mit Sitz in Hamburg.

Über 5 Mio. Peruaner sind heutzutage im Agrarbereich tätig. Neben Kaffee sind Früchte aller Art das Markenzeichen der dortigen Landwirtschaft. Der Avocado ist nach wie vor an oberster Stelle, Kulturheidelbeeren und Trauben komplettieren die Top 3. „Seit 2019 sind wir Exportweltmeister bei den Blaubeeren, weil wir Chile von der gesamten Exportmenge her überholt haben. Auch bei den Avocados und Trauben gehören wir dennoch zu den größten Exportländern auf der Welt“, erläutert Gordon während eines Interviews am Kooperationsstand.


Gycs Gordon (2. ab links) leitet das Wirtschafts- und Handelsbüro Perus in Deutschland im Auftrag des peruanischen Handels- und Tourismusministeriums. Hier posiert er zusammen mit den Vertretern der peruanischen Exportfirma Kion Export. Das Unternehmen vertreibt Ingwer, Kurkuma, Mango und Avocado, u.a. nach Europa, Japan, China, Russland und USA. 2019 wurde die Firma mit dem nationalen Innovationspreis für mittelständische Unternehmen ausgezeichnet.

Einzigartige Sortenvielfalt prägt das Anbauland Peru
Außer den dauerhaften Investitionen in bestehenden Anbauflächen seien die Peruaner derzeit ebenfalls dabei, neue Erzeugnisse in den Anbau zu integrieren. Die Aufnahmebereitschaft bei den dortigen Erzeugern gegenüber neuen Kulturen sei besonders groß, so Gordon. „Aktuell wird viel in Datteln und Feigen investiert. Eine ähnliche Situation gibt es bei den Beerenfrüchten: Himbeeren werden vorwiegend für den Frischmarkt angebaut, während Erdbeeren überwiegend für den Tiefkühlbereich erzeugt werden. Anbauflächen sind auf jeden Fall noch genügend vorhanden."

Die peruanische Landwirtschaft verzeichnet eine große Vielfalt an Anbaukulturen sowie -strukturen. An der Küste seien die größeren und modernen Agrarbetriebe (vorw. im Bereich Trauben und Beerenobst) ansässig, in den Anden wachsen dagegen eher die Fruchtexoten und man findet eher kleinbäuerliche Genossenschaften. Bei den Trauben sei man mittlerweile in der Lage, den ganzen Winter hindurch frische Früchte zu exportieren. „Wir starten die Saison im November-Dezember im Norden Perus, wonach die Kampagne nahtlos in die südliche Ernte übergeht. Durch die Abwechslung der Anbaugebiete sind wir in der Lage, unsere Saison bis etwa April durchzuziehen und zudem eine große Sortenvielfalt an den Tag zu legen, die den Bedürfnissen der jeweiligen Absatzmärkte entspricht.“

Auch Bio-Erzeugnisse seien ein interessanter Entwicklungsbereich der peruanischen Landwirtschaft, ergänzt Gordon. „Bei Bio-Bananen sind wir bereits der 1. Produzent der Welt. Dennoch stellen wir auch bei anderen Produkten eine wachsende Nachfrage nach Bio fest, vor allem in Europa."

Neue Märkte erschließen
Das mittelfristige Ziel der Peruaner ist es, das Produktportfolio sowie die Exportmengen sukzessive zu erweitern und gleichzeitig neue Märkte - wie den Nahen Osten und Südost-Asien - zu erschließen, so Gordon. Daher wurde die letzten Jahre viel ins Marketing investiert: Getreu dem Label 'Super Foods Peru' soll der Fokus nicht nur auf den Produkten liegen, sondern auch auf deren Herkunft und Erzeugern. „Traceability bzw. eine lückenlose Rückverfolgbarkeit wird für den modernen Verbraucher immer wichtiger. Man möchte einfach wissen, wo das Produkt herkommt. Deshalb treten wir gemeinsam auf internationalen Messen auf, wie Fruit Attraction, World Food Moskau, PMA, Asia Fruit Logistica und Golf Food." 

Weitere Informationen:
Gycs M. Gordon
Wirtschafts- und Handelsbüro Peru - OCEX Hamburgo
Schauenburgerstr. 59
20095 Hamburg
Telefon: +49(0)4052474960
E-Mail: info@perutradeoffice.de 
www.perutradeoffice.de 


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