Erntemenge sank das vierte Jahr in Folge

Erdbeerernte 2020 in Niedersachsen nur geringfügig niedriger als im Vorjahr

Nach vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wird in diesem Jahr in Niedersachsen eine Erntemenge von rund 29.000 Tonnen Erdbeeren erwartet, 2,8% weniger als im letzten Jahr. Damit sank die Erntemenge das vierte Jahr in Folge. Für die gesunkene Erntemenge gibt es vor allem folgende Ursachen: das Wetter und die seit Jahren zurückgehende Anbaufläche. Dieses Jahr kam noch eine weitere Ursache dazu, Covid-19. Beim Wetter sind vor allem die Spätfröste im Mai zu nennen, aber auch Nachwirkungen der Dürre aus den Vorjahren.

Die Covid-19-Pandemie verhinderte zudem die Anreise von erfahrenen Erntehelferinnen und -helfern, weshalb nicht alle vorgesehenen Flächen abgeerntet werden konnten. Der Mangel an Erntehelferinnen und -helfern ließ sich allerdings teilweise durch Angebote zum Selbstpflücken ausgleichen, wodurch die Auswirkungen der Pandemie geringer ausfielen als im Vorfeld befürchtet.

Wie bereits in den Vorjahren schrumpfte auch 2020 die im Ertrag stehenden Freilandfläche. 2016 wurden noch auf 3.300 ha Erdbeeren angebaut, dieses Jahr nur noch auf 2.600 ha (−20,6%). Die noch nicht ertragsfähige Fläche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,5%, liegt aber immer noch deutlich unter dem Niveau von 2016.

Die Erdbeererzeuger setzen immer mehr auf einen Anbau unter begehbaren Schutzabdeckungen, teilweise auf mehreren Etagen, um sich damit unabhängig vom Wetter zu machen. Die Anbaufläche in dieser Anbauform ist seit 2016 um 68,3% gestiegen und liegt in diesem Jahr bei rund 160 ha.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) 


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