Die Frühjahrsernte von Karotten in Viotia und Euböa, den beiden wichtigsten Karottenanbaugebieten Griechenlands, verläuft bislang nur schleppend. Frau Fotini Papaefstathiou, Mitglied der Geschäftsleitung des Karottenproduzenten und -händlers Katselis mit Sitz in Theben (Viotia), erklärt: „Die Ernte begann Ende April, doch aufgrund anhaltender Regenfälle verzögert sich der Ertragsanstieg etwas, und bislang kommen nur wenige Produkte von den Feldern. Die Pflanzen haben ihr wahres Potenzial noch nicht gezeigt. Das genaue Ertragsniveau wird sich nach Mitte Mai, vielleicht gegen Ende des Monats, zeigen, aber auf jeden Fall erwarten wir eine höhere Produktion, da die Anbaufläche im Vergleich zur letzten Saison um etwa 20 % erweitert wurde."
© Katselis
„Die neuen Karotten zeichnen sich durch gute Größe und Gleichmäßigkeit aus. Es gibt keine sehr großen oder sehr kleinen Karotten. Die Behandlungen für diesen Anbauzyklus wurden bereits vor dem extremen Preisanstieg durchgeführt, den der Krieg im Nahen Osten bei Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln verursacht hat. Daher kommt lediglich die Belastung durch die gestiegenen Kraftstoffpreise hinzu, die die Karottenproduktion im Vergleich zur Vorjahresperiode um etwa 17 % verteuert haben. Ein ähnlicher Anstieg ist beim Erzeugerpreis zu verzeichnen. Da der neue Anbauzyklus für die Herbstkarotten jedoch noch vor uns liegt, erwarten wir unter Berücksichtigung der aktuellen Situation bei den Preisen für landwirtschaftliche Betriebsmittel einen Anstieg der Produktionskosten um 40 %", fügt Frau Papaefstathiou hinzu.
© KatselisDas Team von Katselis. Von links: Glykeria Lamprou (Produktionsleiterin), Fotini Papaefstathiou (Mitglied der Geschäftsleitung) und Frideriki Argiriou (Vertriebsleiterin).
Was schließlich die Marktsituation betrifft, zeigt sich die Geschäftsführerin des griechischen Unternehmens gelassen und rechnet mit einer baldigen Zunahme der Exporte: „Die Nachfrage ist bislang nicht besonders hoch, aber der Inlandsmarkt ist fast zu 100 % auf das lokale Produkt angewiesen. Derzeit exportiert unser Unternehmen nach Polen, aber es gibt auch Nachfrage aus Rumänien. Der Export nimmt derzeit 30 % der Ernte auf, aber ab Mitte Mai wird sich dieser Anteil verdoppeln. Ägypten stellt für uns kein Problem dar, weder hier noch im Ausland. In Italien beispielsweise sind ägyptische Karotten sicherlich billiger, aber in puncto Qualität und Zertifizierung sind sie mit dem griechischen Produkt nicht zu vergleichen. Griechische Karotten haben eine treue Kundschaft."
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