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Sektor zieht zum Tag des deutschen Spargels eine erste Zwischenbilanz

Weniger Fläche, mehr Risiko

Zum Tag des Deutschen Spargels zieht die deutsche Spargelbranche mal eine vorsichtige Saisonbilanz. Der deutsche Spargelanbau schrumpft seit Jahren, nur Bayern schwimmt etwas gegen den Trend. Für den Handel heißt das: Die Mengen schwanken stärker, Warenströme werden flexibler – und der Abstimmungsbedarf steigt.

In einer aktuellen YouGov-Umfrage gibt mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher (55 %) an, in der diesjährigen Spargelsaison weißen Spargel aus heimischem Anbau kaufen zu wollen. Dies unterstreicht die starke kulturelle Verankerung von weißem Spargel in Deutschland.

Vorangetrieben wird die Kaufabsicht allerdings von älteren Verbrauchern: In den Boomer+-Generationen planen rund 68 %, in diesem Jahr weißen Spargel aus Deutschland zu kaufen. Weißer Spargel bleibt damit vor allem bei älteren Zielgruppen ein fester Bestandteil der saisonalen Ernährung.

Brandenburg:
Spargel ist mit Blick auf den Flächenanteil seit Jahren die bedeutendste Gemüsekultur in Brandenburg. Lag der Anteil an der gesamten Anbaufläche von Gemüse im Freiland zu Beginn der 2000er Jahre noch bei etwa einem Viertel, macht er 2025 mehr als 60 % der Fläche aus. Im Jahr 2025 wurde Spargel in Brandenburg auf 3.441 Hektar gestochen. Das entspricht einem Minus von 2,9 % gegenüber dem Vorjahr und dem niedrigsten Wert seit 2017. Mehr Anbaufläche gab es nur in Niedersachsen (3.754 Hektar) und Nordrhein-Westfalen (3.463 Hektar)

72 Betriebe haben sich in Brandenburg dem Spargelanbau verschrieben. Davon befinden sich allein 26 im Landkreis Potsdam-Mittelmark, wo auch der berühmte Beelitzer Spargel beheimatet ist. Insgesamt 2.057 Hektar wurden 2025 in Potsdam-Mittelmark bewirtschaftet. Oberhavel folgt mit 843 Hektar mit großem Abstand.

Niedersachsen:
Höhere Energiekosten, höhere Preise für Düngemittel und Folien, der hohe Mindestlohn: Die Erzeugerkosten sind zuletzt auch in Niedersachsen immer weiter gestiegen. Und: Bei Gemüse und Obst, das in Anbau und Ernte viel Handarbeit benötigt, machen sich die Arbeitskosten umso stärker bemerkbar. „Die enormen Lohnsteigerungen tun uns weh", gibt Fred Eickhorst zu. „Sie werden dazu führen, dass die Flächen für den Spargelanbau weiter abnehmen", sagt der Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e. V. mit Sitz in Sandhatten (Landkreis Oldenburg).

NRW:
Derzeit kostet das Kilo Spargel in der Direktvermarktung ca. 11,90 EUR pro Kilo, während die zweite Wahl für 10,90 EUR angeboten wird. Grüner Spargel wird je 500 Gramm für 7,90 EUR verkauft. Die Preise sind stark vom Wetter abhängig: Bei Sonnenschein wird der Spargel meist günstiger, während er bei Regen oder Kälte im Preis steigt.

Baden-Württemberg:
Auch in Baden-Württemberg ist die diesjährige Spargelernte nun in vollem Gange: Spargelbauer Alexander Reuhl in der Wetterau erklärt, was auf dem Hof passiert, warum Spargel gewässert werden muss und nach welchen Kriterien sortiert wird.

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