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Von 60 EUR auf 44 EUR pro 100 kg: Was steckt hinter dem starken Preisverfall bei Pflanzkartoffeln?

Saatkartoffelmarkt unter Druck: "Historischer Einbruch nach außergewöhnlichem Höhepunkt"

In den Niederlanden setzen der schwache Markt für Speisekartoffeln, weniger Verträge und enttäuschende Exporte den Markt für Pflanzkartoffeln unter Druck. Akteure wie die Royal HZPC Group und Agrico betrachten die Situation jedoch in erster Linie als Korrektur nach ungewöhnlich starken Jahren.

„Es ist deutlich weniger als im letzten Jahr. Aber das war ein Rekordjahr", sagt Peter Ton von HZPC. Das Unternehmen rechnet mit einem Auszahlungspreis von rund 44 EUR/100 kg; 2025 lag dieser bei über 60 EUR. „Historisch gesehen ist das immer noch ein solider Preis."

© HZPC - AgricoMark Zuidhof, Direktor von Agrico, und Peter Ton, Direktor der HZPC Group

Große Unterschiede bei den Preisen der Handelshäuser
Der Markt ist nicht einheitlich, die Preise der Handelshäuser variieren erheblich. „Es hängt von Ihrem Sortenportfolio und Ihren Absatzmärkten ab", sagt Ton. Der Unterschied zwischen offen bestäubten und geschützten Sorten ist besonders groß. Wenn sich der Markt verlangsamt, bricht die Nachfrage nach offen bestäubten Sorten als Erstes ein. „Das lässt wenig für den freien Markt übrig."

Der schwache Markt für Speisekartoffeln setzt den Markt für Pflanzkartoffeln unter Druck
Die Nachfrage nach Pflanzkartoffeln folgt den Mustern des Speisekartoffelmarktes. „Unsere Kunden bauen Speisekartoffeln an. Weniger Nachfrage dort bedeutet weniger Nachfrage nach Pflanzkartoffeln." Der lange Planungshorizont (bis zu 18 Monate im Voraus) verzögerte die Reaktion des Marktes. „Als die Preise für Pflanzkartoffeln stiegen, war der Verbrauchermarkt bereits wieder eingebrochen", erklärt Ton. Auch Mark Zuidhof, CEO von Agrico, sieht diesen allgemeinen Nachfragerückgang.

Stillstand in der Verarbeitungsindustrie bremst die Nachfrage nach Pflanzkartoffeln
Die Endproduktverkäufe der Verarbeitungsindustrie waren enttäuschend, sodass sie ihre Verträge gekürzt hat. „Infolgedessen gibt es weniger Nachfrage nach Pflanzkartoffeln", sagt Mark. Nicht vertraglich gebundene Händler und Erzeuger sind am stärksten betroffen. „Diese Erzeuger bauen auf eigenes Risiko an, was sie vorsichtig macht", sagt Ton.

Die Exportnachfrage schwankt. Asien, der Nahe Osten und Länder wie Ägypten nehmen weniger ab, während Algerien umgekehrt mehr will. Geopolitik und Logistik spielen dabei eine Rolle. „Unruhen im Nahen Osten und Transportprobleme stören den Markt", erklärt Mark. Auch das nasse Wetter in Südeuropa dämpft die Nachfrage.

Es gibt keinen allgemeinen Überschuss. „Das ist sortenabhängig", betont Ton. Sorten für hochwertige Pommes frites, wie beispielsweise Innovator, sind weiterhin gefragt, während andere schwerer zu verkaufen sind. Die Kartoffelanbaufläche dürfte in den nächsten Jahren zurückgehen. „Das ist nach dem starken Wachstum notwendig." Der Markt kann sich jedoch schnell verändern, beispielsweise bei anhaltendem Trockenwetter.

„Korrektur, keine Krise"
Laut Ton ist die aktuelle Situation außergewöhnlich, nicht systemisch. „Dies ist eine Korrektur, keine Krise. Wir sind von himmelhohen auf Tiefststände gefallen", sagt er. Auch wenn die kurzfristige Lage herausfordernd ist, sind die langfristigen Aussichten positiv. „Kartoffeln werden immer ein unverzichtbares Nahrungsmittel sein." Faktoren wie das Wetter, die geopolitische Lage und die Branche sorgen für anhaltende Unsicherheit. „Es sind interessante Zeiten", schließt Ton. (JG)

Weitere Informationen:
Agrico
Duit 15
8305 BB Emmeloord
Tel: +31 0527 639 911
[email protected]
www.agrico.nl

HZPC
Edisonweg 5
8501 XG Joure
Tel: +31 (0)513 48 98 88
[email protected]
www.hzpc.com

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