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Importeur Jan Preiss zur ägyptischen Frühkartoffelsaison:

"Trotz Überschüssen an europäischen Lagerkartoffeln rechnen wir mit einem ganz normalen Vermarktungsjahr"

Die Regalfläche im (nordwest)europäischen Handel teilt sich derzeit auf, zwischen Lagerkartoffeln aus heimischem Anbau und importierten Spargelkartoffeln. „Trotz der Überschüsse an alterntigen Lagerkartoffeln, die spürbar auf den Markt drücken, sind wir mit dem aktuellen Frühkartoffelgeschäft zufrieden. Inzwischen erfüllen wir kaum noch die 'Spotnachfrage'. Überwiegend feste Mengenabsprachen und Programme bestimmen dagegen unser Geschäft", berichtet Jan Preiss, Inhaber des Unternehmens Preiss Agrar, Handel & Beratung e.K. mit Sitz in Ebstorf.

Der Importeur widmet sich vorrangig dem Import und Vertrieb ägyptischer Speisefrühkartoffeln. In rund 16 europäischen Ländern werden Packbetriebe, Großmärkte und weitere Handelsstufen beliefert. "Die diesjährige Saison startete etwas früher als im Vorjahr. Vermutlich ist dies auf die zeitliche Lage des Ramadans zurückzuführen. Das Interesse unserer Kunden war groß, bereits vor dieser Zeit Lagerware verfügbar zu haben."

© Preiss Agrar

Normale Vermarktungssaison erwartet
Die derzeitigen Preise bewegen sich annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Jan Preiss: "Wir erwarten keine Überraschungen und gehen vorerst von einem ganz normalen Frühkartoffeljahr aus. In der zweiten Saisonhälfte wird uns voraussichtlich ein geringerer Mengendruck bescheren. Dies hängt mit den konkurrierenden Ländern Israel und Spanien zusammen. Israel wird kriegsbedingt in vielen Märkten weniger im Fokus stehen und in Spanien rechnet man witterungsbedingt mit einer kleineren Ernte. Insofern ist ein Preisverfall in Richtung Saisonende wie im vergangenen Jahr nicht zu erwarten."

Ursprünge wie Zypern, Italien und Malta spielen im Bereich der Packware eher eine untergeordnete Rolle. Preiss Agrar vertreibt in der Regel bis Ende Juni Frühkartoffeln ägyptischen Ursprungs.

© Preiss Agrar

Steigende Nachfrage nach roten Zwiebeln
Neben Speisefrühkartoffeln widmet sich Preiss Agrar der Beschaffung und Vermarktung ägyptischer Speisezwiebeln. "Speziell die roten Zwiebeln erfreuen sich im Zeitraum Juni und Juli neben Neuseeland steigender Beliebtheit auf den hiesigen Märkten. Gleiches gilt für gelbe Zwiebeln, in der zweiten Jahreshälfte. Jedoch sehe ich dieses Jahr weniger Absatzchancen, da der heimische Markt noch reichlich mit Lagerware versorgt ist." Im Zwiebelsektor ist der Absatz von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich, heißt es weiter.

Export ägyptischer Karotten
Seit zwei Jahren bietet Preiss Agrar auch saisonal Karotten ägyptischen Ursprungs an. "Das Geschäft steckt zwar noch in den Kinderschuhen und muss in den kommenden Jahren heranwachsen. Doch liegen bereits Kundenbestellungen vor, was uns sehr freut. Die Ausgangsqualität der Ware ist sehr gut, was unter anderem der Hydrokühlung im Ursprung zu verdanken ist. Der Preisunterschied zwischen ägyptischen Karotten und südeuropäischer Importware ist jedoch relativ groß. Dementsprechend ist der Markt nur aufnahmebereit, wenn europäische Ware, primär aus Spanien und Italien, eher knapp bemessen ist. Aufgrund der Entfernung und aufwendiger Logistik versuchen wir hier am ehesten den Zugang über die Adria-Häfen bzw. die Balkan-Länder zu finden."

Erfreuliche Süßkartoffelsaison
Süßkartoffeln vervollständigen die Warenpalette ägyptischen Ursprungs. "Grundsätzlich gibt es bereits ab Mitte/Ende Juli die ersten Süßkartoffeln. Wir haben uns im Laufe der Jahre aus dieser ganz frühen Vermarktung zurückgezogen, da es um diese Jahreszeit, aus meiner Sicht, nur wenig Geschäft gibt. In der Regel kommt die erste Ware im August an. Dafür ziehen wir die Saison bis Ende Januar durch." Die zurückliegende Saison war durchweg zufriedenstellend mit erfreulich hohen Preisen, sodass die Endbilanz recht positiv ausfällt", heißt es abschließend.

© Preiss AgrarPreiss Agrar arbeitet ausschließlich mit langjährigen, zuverlässigen und zertifizierten Partnern in Ägypten. Dabei gehören GlobalG.A.P., GRASP, GlobalG.A.P. und BRC zum Standard.

Weitere Informationen:
Jan Preiss
Preiss Agrar, Handel & Beratung e.K.
Brüggerfeld 36
D-29574 Ebstorf
Telefon: +49 5822 947483
E-Mail: [email protected]
www.preissagrar.eu

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