Die laufende Spargelsaison verbesserte punktuell die Unterbringungsmöglichkeiten. Insbesondere die Speisefrühkartoffeln wurden oftmals im Verbund mit Spargel angeboten. Generell konnte der Bedarf ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Die Geschäfte verliefen also laut BLE unisono in ruhigen Bahnen. Dies war auch bei den Speiselagerkartoffeln zu beobachten. Preisliche Veränderungen waren daher die Ausnahme.
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 11,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Februar 2026 um 54,2 % niedriger als im Februar 2025. Im Januar 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -49,8 %, im Dezember 2025 bei -48,0 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Januar 2026 stiegen die Speisekartoffelpreise leicht um 0,2 %, bezifferte Destatis.
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Niedersachsen:
Erneute Werbeaktionen des LEH sorgen für Absatz von Ware. Die daraus erhöhte Nachfrage konnte problemlos bedient werden. Um den Vermarktungszeitraum möglichst lang zu halten, wurde auch in der vergangenen Woche nur qualitativ einwandfreie Ware an den LEH vermarktet.
Schleswig-Holstein:
Die Lage im Großhandelsgeschäft mit Kartoffeln bleibt weiter angespannt. Die eingelagerten Mengen liegen weit über den Beständen der Vorjahre. Nach Ostern nehmen die Sonderangebotsaktionen im LEH für alterntige Ware ab. Dagegen nimmt das Angebot an Importware zu. Die Osterferien haben die Nachfrage im LEH reduziert. Die Qualität der angebotenen alterntigen Ware ist zufriedenstellend, aber erst nach umfangreichen Absortierungen. Die Auspflanzungen sind weit fortgeschritten. Derzeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf das mögliche Preisniveau in der Frühkartoffelsaison. Dies hat großen Einfluss auf den weiteren Marktverlauf. Überregional wird über zu wenig Regen berichtet.
NRW:
Wie üblich hat der LEH inzwischen Frühkartoffelimporte aus der Mittelmeerregion als Sortimentsergänzung gelistet. Umsatzmäßig spielen diese bisher in NRW noch keine große Rolle. Am Industriekartoffelmarkt bleibt die Situation für vertragsfreie Industriekartoffeln desaströs.
Rheinland-Pfalz:
Der Kartoffelmarkt für alterntige Ware bleibt kaum verändert. Nachlassende Qualitäten einerseits, steigende Energie- und Transportkosten andererseits drängen die Erzeuger immer öfter zu Notverkäufen. Die begonnene Spargelsaison bietet zumindest einen kleinen Lichtblick, importierte Frühware aus dem Mittelmeerraum spielt bisher noch keine große Rolle.
Bayern:
Der Absatz im LEH/Discount verlief auf einem ruhigen bis mittleren Niveau. Auch die Nachfrage nach Spargelkartoffeln war bisher noch verhalten. Die vorhandenen Mengen waren nach wie vor sehr umfangreich und die Anlieferungen kamen überwiegend aus dem Kistenkühlhauslager. Die Qualität war insgesamt zufriedenstellend, Druckstellen und Silberschorf nahmen aber typischerweise zu. Die Auspflanzungen für die Haupternte wurden bereits gestartet und in der Wochenmitte witterungsbedingt unterbrochen. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln und freien Frittenrohstoff blieben unverändert. Für Verarbeitungsware wurden die Preise nach unten korrigiert.
Sachsen:
In Sachsen gab es zuletzt keine nennenswerten Preisveränderungen.
Hessen:
Auch im Land Hessen hat es im Vergleich zur Vorwoche keinerlei Preisveränderungen gegeben.