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Albanische Kartoffelpreise fallen, da deutsche Billigimporte ansteigen

Die Kartoffelpreise in Albanien sind deutlich gesunken. Hochwertige Ware wird derzeit für rund 60 Lek pro Kilogramm (ca. 0,57 EUR) gehandelt, nachdem die Preise im Vorjahr zur gleichen Zeit noch über 100 Lek (ca. 0,95 EUR) lagen. Nach Angaben von INSTAT lag der Durchschnittspreis im Februar 2026 bei 77,9 Lek pro Kilogramm (ca. 0,74 EUR) und damit um 22 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Als Hauptursache gilt der deutliche Anstieg der Importe in der Kategorie „Speisegemüse sowie zugehörige Wurzeln und Knollen", insbesondere aus Deutschland. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 erhöhten sich die Kartoffelimporte laut INSTAT um 65,5 Prozent auf über 5 Millionen Kilogramm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Importierte Kartoffeln gelangen zu einem durchschnittlichen Preis von 49,91 Lek pro Kilogramm (ca. 0,47 EUR) auf den Markt und setzen damit die Inlandspreise erheblich unter Druck. Während dies die Konsumausgaben stabilisiert, verschärft es gleichzeitig den Wettbewerb für lokale Erzeuger.

Besonders deutlich wird der Preisdruck bei deutscher Ware: Der Stückpreis sank von 67,79 Lek (ca. 0,64 EUR) im Jahr 2024 auf unter 50 Lek (ca. 0,47 EUR) im Jahr 2026. Angesichts höherer Produktionskosten verliert die heimische Erzeugung zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit.

Trotz der aktuellen Entwicklungen bleiben Kartoffeln ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Laut FAOSTAT liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Albanien bei etwa 52 Kilogramm pro Jahr, während er in der Europäischen Union bei über 80 Kilogramm liegt.

Der Importanstieg steht in direktem Zusammenhang mit der hohen Produktionsmenge in Deutschland. Im Jahr 2025 erreichte die Erzeugung rund 13,9 Millionen Tonnen, ein Plus von 9 Prozent gegenüber 2024. Die durchschnittlichen Erträge lagen bei etwa 46 Tonnen pro Hektar, begünstigt durch günstige Witterungsbedingungen.

Das hohe Angebot führte zu sinkenden Marktpreisen in Deutschland sowie in Nachbarländern wie Belgien und den Niederlanden. Zu Beginn des Jahres 2026 befanden sich noch etwa 1 Million Tonnen Kartoffeln in den Lagern ohne feste Käufer.

Teilweise überstiegen die Lagerkosten den erzielbaren Marktpreis, sodass alternative Verwertungswege wie Tierfutter, Bioenergie oder Exporte zu reduzierten Preisen genutzt wurden. Händler intensivieren den Absatz, um Lagerbestände vor der neuen Pflanzsaison abzubauen.

Infolgedessen haben die Exporte in die Balkanmärkte, darunter Albanien, deutlich zugenommen. Dies verstärkt den Angebotsdruck vor Ort und beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktion zusätzlich.

Quelle: CNA

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