Das Sortiment der Speisefrühkartoffeln wurde von italienischen Offerten angeführt. Es folgten zyprische Importe, während Anlieferungen aus Ägypten und Israel höchstens ergänzenden Charakter hatten. Im Bereich der Speiselagerkartoffeln konnte vorrangig auf inländische Partien zugegriffen werden, einige französische Chargen komplettierten das Geschehen. In beiden Sektoren verliefen die Geschäfte laut BLE relativ unaufgeregt. Der Bedarf konnte ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. In preislicher Hinsicht kam es zu
keinen wesentlichen Veränderungen.
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NRW:
Neben dem weiterhin dominierenden hiesigen Speisekartoffelangebot der Ernte 2025 finden sich - wie üblich für diese Zeit - als Sortimentsergänzung auch Frühkartoffelimporte in den Regalen des LEH. Bei den Industriekartoffeln setzt sich die sehr schwache Markttendenz fort.
Niedersachsen:
Der Absatz von Speisekartoffeln lief kontinuierlich, wobei die Kartoffeln in optisch einwandfreier Qualität knapper wurden, berichtet der BVNON.
Rheinland-Pfalz:
Am Kartoffelmarkt richtet sich der Fokus auf das Saisonende für alterntige Ware. Einerseits wird versucht Lagerbestände doch noch beim Verbraucher unterzubringen, andererseits mehren sich die Meldungen über Partien, die in alternative Verwendungen gehen. Im LEH werden wieder verstärkt 10 kg Packungen zu Dumpingpreisen offeriert. Französische Ware in sehr guter Qualität bildet dagegen die Preisspitze für Lagerware, während Frühkartoffeln weiter kaum Beachtung finden.
Schleswig-Holstein:
Die Lage bei der Kartoffelvermarktung bleibt weiterhin angespannt. In dieser Woche werden so gut wie gar keine Werbeaktionen im Bereich Speisekartoffeln im Lebensmitteleinzelhandel mehr gefahren. Dies setzt die Preisspanne der Verbraucherpreise etwas nach oben. Gleichzeitig können die Verbraucher bereits ein relativ großes Angebot an Frühkartoffeln in den Regalen vorfinden. Diese stammen hierzulande größtenteils aus Frankreich. Da die Lagerbestände an alterntiger Ware noch sehr hoch sind, setzt dies das Erzeugerpreisniveau weiterhin erheblich unter Druck. Eine Erholung der Erzeugerpreise ist somit vorerst nicht in Sicht. Die Vermarktung der ehrheblichen Mengen an alterntiger Ware bereitet den Erzeugern entsprechend zunehmend Kopfzerbrechen, denn auch in die alternativen Verwertungskanäle lassen sich zunehmend weniger Mengen vermarkten, wenn man überhaupt noch von "vermarkten" sprechen kann.
Hessen:
Im Land Hessen blieben die Notierungen erneut unverändert.
Sachsen:
Auch in Sachsen hat es zuletzt keine nennenswerten Preisveränderungen gegeben.
Bayern:
Landwirt Karlheinz Götz aus Wallerstein bei Augsburg hat rund 3000 Tonnen Kartoffeln geerntet. Während 1800 Tonnen bereits vertraglich an einen Pommes-Hersteller gebunden sind, finden die übrigen keinen Abnehmer mehr. Diese enormen Mengen können dabei nicht mehr im Lebensmittelhandel untergebracht werden und müssen stattdessen als Tierfutter verwendet oder in Biogasanlagen verwertet werden. Für den Betrieb bedeutet das erhebliche finanzielle Verluste.