Für ägyptische Tafeltrauben beginnt eine neue Saison. Der Trend zu einer frühen Saison hat sich mittlerweile fest etabliert, da sich die agronomischen Möglichkeiten mit den kommerziellen Chancen auf dem internationalen Markt decken, so Khalid Habony, Exportmanager bei Al Samah for Import Export.
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Der Exporteur erklärt: „Was vor wenigen Jahren noch ein besonders früher Start in die ägyptische Traubensaison war, ist mittlerweile zur Norm geworden. Tatsächlich sind Trauben bereits seit mehreren Wochen erhältlich, und die Exportsaison hat praktisch gerade erst begonnen. Dies ist dem günstigen Wetter in kürzlich erschlossenen Anbaugebieten wie Minya am Westufer des Nils zu verdanken, wo Trauben früher reifen als in der traditionellen Deltaregion. Vor allem ist eine frühe Saison auf ein günstiges Marktfenster zurückzuführen."
Laut Habony liegt die geschäftliche Chance darin, den Markt genau dann zu betreten, wenn die indische und südafrikanische Saison zu Ende gehen, aber noch bevor die heißen Sommertemperaturen einsetzen. Er fährt fort: „Einerseits geht das Angebot auf dem internationalen Markt zurück, während die Nachfrage nach Trauben weiterhin stark ist. Andererseits sind die Preise stabil, bevor es bei steigenden Temperaturen zu einem Produktionsanstieg kommt. Zudem wurden die indischen Exporte nach Europa gegen Ende der Saison in diesem Jahr stark durch Störungen im Roten Meer beeinträchtigt. Dies hat eine Lücke auf dem europäischen Markt geschaffen, die wir füllen wollen."
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„Frühe Sorten sind daher ein Aushängeschild der Exportkampagne", fährt Habony fort. „Während die Gesamtnachfrage nach Trauben stark bleibt, variiert die Performance bestimmter Sorten von Saison zu Saison je nach Qualitätsschwankungen. Es sind mehrere Sorten roter, weißer und schwarzer Trauben verfügbar; weitere werden folgen, und wir werden sehen, wie sich der Markt entscheidet."
Tatsächlich hatten ägyptische rote Trauben in der letzten Saison mit Qualitätsproblemen zu kämpfen und wurden vom Markt gemischt aufgenommen. Der Exporteur kommentiert: „Wir glauben, dass wir dieses Problem in dieser Saison vermeiden können, dank geringerer Erträge, aber besserer Qualität und Größe."
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Was die Vermarktung angeht, „ist die Logistik die einzige Einschränkung", sagt Habony. „Trotz des starken Wettbewerbs im späteren Verlauf der Saison können wir uns behaupten. Allerdings werden die Logistikkosten und Transitzeiten in dieser Saison angesichts der Lage im Nahen Osten echte Herausforderungen darstellen. Wir können uns auf nahegelegene Märkte wie Europa, die Golfstaaten und Ostafrika verlassen. Auch in neuen Märkten wie Nord- und Westafrika könnten sich einmalige Chancen ergeben", schließt der Exporteur.
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Khalid Habony
Al Samah for Import and Export
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