"Die nationale Produktion hat in den letzten Jahren einen Aufwärtstrend verzeichnet. Die Produktion chilenischer Hass-Avocados ist stetig gestiegen", erklärt Luis Zapata, CEO von Agrogreen Hass, und hebt hervor, dass allein im Jahr 2025 das Volumen im Vergleich zu früheren Saisonen um 14 % gewachsen ist. Dieser Anstieg ist teilweise auf günstige klimatische Bedingungen zurückzuführen, insbesondere auf höhere Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren.
© Agrogreen
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Dieses Wachstum hat jedoch auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Angebots gehabt. "Die großen Größen haben zugenommen, während die kleineren Größen zurückgegangen sind", erklärt Zapata, was zu einer Verknappung kleinerer Früchte auf dem chilenischen Markt geführt hat. Diese Situation hat sogar dazu geführt, dass auf Importe, vor allem aus Peru, zurückgegriffen werden musste, um die Nachfrage im Einzelhandel zu decken, wo diese Größen stärker nachgefragt werden.
Auf internationaler Ebene zeigt der Markt Anzeichen einer Sättigung. "Weltweit gibt es eine Überproduktion von Avocados", erklärt der Geschäftsführer, was zu einer Stagnation der Preise in wichtigen Absatzmärkten wie Europa und den Vereinigten Staaten geführt hat. Diese Situation hat sich direkt auf die Margen ausgewirkt und den Wert gemindert, der der Vermarktungsarbeit zugeschrieben wird.
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Der Binnenkonsum bleibt eine wichtige Säule für die Branche. "Chile weist mit rund 9 kg pro Person und Jahr weiterhin eines der höchsten Pro-Kopf-Verbrauchsniveaus auf und nimmt etwa 50 % der nationalen Produktion auf. Die Dynamik des regionalen Marktes schafft jedoch neue Schwerpunkte", betont er.
Tatsächlich hat sich Argentinien zu einem Schlüsselfaktor in dieser Dynamik entwickelt. "Die starke Nachfrage aus diesem Markt absorbiert einen Großteil der kleinen Kaliber, was deren Verfügbarkeit in Chile verringert und die Versorgung des Einzelhandels belastet hat. Argentinien ist zu einem sehr wichtigen Handelsfaktor geworden", erklärt Zapata und hebt das schnelle Wachstum des Konsums in diesem Land hervor, das durch veränderte Ernährungsgewohnheiten angetrieben wird. Dieses Phänomen hat einige Exporteure dazu veranlasst, diesem Markt Vorrang vor dem Binnenmarkt einzuräumen.
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Andererseits spielt die Rolle anderer Länder der Region weiterhin eine eher begrenzte Rolle. Brasilien beispielsweise weist einen anderen Konsum auf, der auf süßere Sorten ausgerichtet ist, was die Nachfrage nach chilenischen Hass-Avocados verringert.
Abschließend warnt der Geschäftsführer vor dem engen Zeitfenster zwischen den Saisonzeiten in Chile und Peru. "Das Zeitfenster zwischen dem Übergang von Chile nach Peru ist sehr kurz, es bleibt nur noch ein Monat", erklärt er, was anderen Herkunftsländern auf dem Markt wenig Spielraum lässt.
Weitere Informationen:
Luis Zapata
Agrogreen Hass
Chile
Tel.: +56 9 4863 7772
[email protected]
https://agrogreenhass.cl/