"Wir haben erkannt, dass der Nahe Osten ein aufstrebender Markt ist, der weit weniger umkämpft ist als die Vereinigten Staaten und enormes Potenzial birgt", sagt José Andrés Pérez, CEO von Japaco, einem mexikanischen Unternehmen, das sich von Limetten auf den Export vor allem von Avocados und Mangos verlagert hat.
© Japaco
Heute geht der gesamte Handel von Japaco in diese Region. Das Unternehmen exportiert in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Kuwait und Saudi-Arabien. Naamu Emirates, ihre Vertriebsniederlassung in Dubai, sorgt für einen reibungslosen Ablauf.
Dennoch sorgt die geopolitische Lage für die nötige Unsicherheit. "Es ist ziemlich kompliziert geworden, denn wir müssen immer einen Plan B in der Hinterhand haben", erklärt Pérez. Damit spielt er auf Störungen im Luftraum an, die sich auf die Lieferungen auswirken. Da die Avocados per Flugzeug transportiert werden – es handelt sich schließlich um ein Premiumprodukt –, ist es schwierig, die Fracht bei Stornierungen schnell auf andere Märkte umzuleiten.
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Dies wirkt sich auch direkt auf die Preise aus. Einerseits herrscht derzeit eine Phase geringeren Angebots, die von April bis Juni dauert, wodurch die Preise an der Quelle steigen. Andererseits sind die Transportkosten deutlich gestiegen. "Früher haben wir etwa 2,25 USD pro Kilo bezahlt, jetzt liegen die Kosten zwischen 3,80 und 3,90 USD", erzählt Pérez. Hinzu kommt, dass Importprodukte im Nahen Osten insgesamt teurer geworden sind, was dem weltweiten Trend entspricht.
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Trotz dieser Herausforderungen versendet Japaco weiterhin, wenn auch weniger häufig als zuvor. Das Unternehmen passt seine Planung an die Marktbedingungen an. "Wir versuchen immer, den Bedürfnissen unserer Kunden eine Woche voraus zu sein", so der CEO.
Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an Möglichkeiten zur Risikostreuung. So wird beispielsweise über Handelskooperationen der Blick auf Europa gerichtet, und es kommen neue Herkunftsländer und Produkte hinzu. "Wir sind dabei, neue Märkte zu erschließen, nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in Europa", sagt Pérez.
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Was Mangos betrifft, steht die mexikanische Saison kurz vor dem Start. Die Erwartungen für die Sorte Kent sind positiv. "In den kommenden Tagen beginnt die Saison", sagt Pérez mit Blick auf die ersten Lieferungen in den darauffolgenden Wochen. Darüber hinaus prüft das Unternehmen Möglichkeiten mit brasilianischen Mangos, um so die Handelssaison zu verlängern und das Angebot zu erweitern.
Weitere Informationen:
José Andrés Pérez
Japaco
Mexiko
Tel.: +52 55 6069 5670
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