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Berryland, Niederlande:

"Der indische Markt bietet ein enormes Potenzial"

Vor genau drei Jahren gründeten Rob Pakvis und Theo Benjert Berryland. Inzwischen ist das Team deutlich gewachsen, und im vergangenen Jahr wurde sogar ein Wachstum von 70 % erzielt. Vorige Woche nahm das Unternehmen an der Fresh Produce India in Mumbai teil. Rob berichtet von seinen Erfahrungen.

© Alysha Fernandes | FreshPlaza.de
Rob Pakvis während der Fresh Produce India in Mumbai

„Dass wir in Indien mit einem Stand vertreten waren, ist reine Pionierarbeit. Denn wir exportieren noch keine Beeren nach Indien. Dabei stoßen wir auf bürokratische Hürden, da für viele Produkte noch kein Marktzugang besteht. Gleichzeitig sehen wir das enorme Potenzial des Landes, in dem nicht weniger als 1,4 Milliarden Menschen leben. Derzeit essen sie kaum Beerenobst, aber wenn der Verbrauch beispielsweise von Heidelbeeren nur auf 100 Gramm pro Kopf steigt, ergibt sich sofort ein riesiges Potenzial!"

© Berryland

„So sind wir beispielsweise sehr aktiv im Himbeeranbau in Tansania. Das ist in Richtung Indien, aber nur ein sehr kurzer Flug. Derzeit darf Indien noch keine tansanischen Produkte importieren, aber wenn diese Möglichkeiten kommen, wollen wir gerne ganz vorne mit dabei sein", erzählt Rob. „Von Peru aus ist der Beerenexport nach Indien zwar erlaubt, aber das ist eine Seefracht von sechs Wochen. Oder man müsste fliegen, aber das ist heutzutage auch mit erheblichen Kosten verbunden. Derzeit wird zwar Beerenobst verschickt, aber das ist eine Grauzone und das halten wir noch für zu riskant", erzählt Rob.

© Berryland

Avocados sind in Indien heiß begehrt
Er sieht jedoch großes Potenzial auf dem indischen Markt. „Die Auswirkungen von Corona haben insbesondere die junge Generation in Indien hart getroffen. Dadurch sieht man jetzt wirklich einen Wandel von ungesunder zu gesunder Ernährung. So ist die Avocado auf dem indischen Markt sehr angesagt. Die Konsumzahlen sind noch lange nicht auf dem Niveau Europas, aber der Anfang ist gemacht", so Rob.

© Berryland

„Allerdings ist die gesamte Kühlkette im Land noch auf einem ganz anderen Niveau. Ich habe den Großhandelsmarkt besucht, und dort gibt es noch überhaupt keine Kühlung. Bei 43 Grad stehen sie dort und besprühen Äpfel mit einer Flasche Wasser. Auch der gesamte Absatz ist noch recht traditionell. Etwa 70 % laufen über die Straßenmärkte, 30 % über die sogenannten Greengrocers, eine Art Feinkostläden, in denen wirklich alles verkauft wird. Nur 1 % wird über den Einzelhandel verkauft. Ich muss sagen, dass mich die Supermärkte, die ich besucht habe, schon beeindruckt haben. Gleichzeitig besteht im Obst- und Gemüseregal noch ziemlicher Aufklärungsbedarf. So lagen beispielsweise alle Konservendosen gekühlt, die Beeren jedoch noch nicht."

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Auch die Kontraste des Landes empfand Rob als konfrontierend. „Ich komme an ziemlich viele Orte auf dieser Welt, aber die Armut in Indien fand ich wirklich erschütternd. Man sieht tatsächlich Menschen, die buchstäblich unter einer Plastiktüte unter der Brücke sitzen. Und das geht dann langsam von Baracken zu Luxuswohnungen über. Wenn man dann zurück ins Hotel kommt, sieht man wieder die schicksten Ferraris stehen. Der Unterschied ist wirklich unglaublich."

© Berryland

Zurück in den Niederlanden ist Rob wieder mit dem Verkauf von Beerenobst beschäftigt. „Es ist eine besondere Importsaison mit vielen Herausforderungen. Obwohl ich sagen muss, dass wir das ganz gut gemeistert haben", erzählt der Importeur. „So hatte die marokkanische Saison große Herausforderungen. Bei den Himbeeren haben wir nach enormen Engpässen von einem Tag auf den anderen auch große Spitzen gesehen. Aber der Himbeermarkt wird wohl noch eine Weile eine Herausforderung bleiben. Portugal ist viel zu spät gestartet und kommt erst jetzt mit Mengen auf den Markt. Ich gehe davon aus, dass der Himbeermarkt in den kommenden Monaten herausfordernd bleiben wird. Auch bei den Heidelbeeren sahen wir in Marokko große Herausforderungen. Jeder war auf der Suche nach gutem Obst, und das fand dann auch blitzschnell einen Platz auf dem Markt. Wir befinden uns bereits am Ende der Importsaison und werden ab August wieder die ersten Heidelbeeren aus Peru erhalten."

Weitere Informationen:
Rob Pakvis
Berryland
Peterselieweg 110/112
2988 DB Ridderkerk, Niederlande
Tel: +31 6 83431868
[email protected]
www.berryland.nl

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