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Johann Graf, Bayerische Kartoffel GmbH, zur bayerischen Kartoffelwirtschaft:

"Wir können zum Start der Spargelsaison noch von einwandfreien, regionalen Kartoffeln zehren"

Während der deutsche Spargel seinen beliebten Kopf schon aus der Erde streckt, lässt sich die heimische Frühkartoffel noch längst nicht blicken. Die Knollen sind in Bayern trotz einer plötzlichen Kaltfront in der ersten Aprilwoche zwar schon in der Erde und reifen prächtig, doch erst Ende Juni wird es erste packfähige Frühkartoffeln geben. "Unsere Lager sind gut gefüllt, wir können also zum Start der Spargelsaison noch von den einwandfreien Kartoffeln aus der Region zehren und müssen nicht zur Ware aus dem Ausland greifen", berichtet Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel GmbH. Im Hinblick auf die aktuellen Restbestände müsse man spätestens Anfang/Mitte Mai mit den letzten alterntigen Kartoffeln rechnen.


Johann Graf vertritt als Geschäftsführer der Barischen Kartoffel GmbH die Landwirte und Händler im Freistaat Bayern.

Die Bayerische Ernte lag 2021 mit rund 1,65 Mio. Kartoffeln unter dem Vorjahr. Mit rund 39.000 Hektar Anbaufläche ist der Freistaat übrigens der zweitgrößte Kartoffelerzeuger in Deutschland. Doch die andauernde Corona-Problematik sowie der Ukraine-Krieg setzt auch dem bayerischen Kartoffelsektor zu, so Graf. "Wir stellen einen gewissen Frust bei den Landwirten fest, denn bei Getreide hat es erfreuliche Preisaufschläge gegeben, während die Vertragspreise bei Kartoffeln während der Krise nachgegeben haben. Momentan gibt es zwar leichte Preiserhöhungen, dennoch nicht in dem Rahmen wie bei Getreide."

Mehrere Alternativen zum Kartoffelanbau
Auch seitens der Produktion habe sich die Situation im Zuge des Ukraine-Kriegs rasch zugespitzt. Graf: "Die Preise für Stickstoffdünger haben sich etwa vervierfacht. Das heißt, diejenigen die sich nicht bereits im Herbst eingedeckt haben, mussten gewaltige Mehrkosten hinnehmen." Kurzfristig gäbe es mehrere Alternativen zum Kartoffelanbau, fährt der Kartoffelexperte fort. "Braugerste etabliert sich immer prägnanter als Low-Input-Kultur und ihre Produktion braucht weniger Kapital sowie Dünger. Körnermais ist ebenfalls eine interessante Anbaukultur für viele Erzeuger, nicht zuletzt wegen des geringen Arbeitsaufwands. Als dritte und letzte Alternative zur Kartoffel etablieren sich Legiminosen oder Hülsenfrüchte, etwa Erbsen und Sojabohnen."

Flächenreduzierung erwartet
Die aktuellen Weichenstellungen beeinflussen gemäß Graf ebenfalls die nahe Zukunft der Kartoffelwirtschaft. "Wenn jetzt die Signale falsch gesetzt werden, kann das indirekt dazu führen, dass der eine oder andere Erzeuger in Zukunft auf die Kartoffel verzichten wird. Obwohl uns noch keine konkreten Zahlen vorliegen, rechne ich dieses Jahr schon mit einer Flächenreduzierung."

Weitere Informationen:
Johann Graf
Bayerische Kartoffel GmbH
Max-Joseph-Straße 9
80333 München
Tel:  089 55 873 111
Fax: 089 558 73 383
E-Mail: Johann.Graf@BayerischerBauernVerband.de 
www.bayerische-kartoffel.de/  


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