Kartoffel-Marktbericht KW 3

'Einheimische Offerten dominierten weiterhin das Geschehen"

Die einheimischen Offerten dominierten weiterhin augenscheinlich das Geschehen. Mit Innovator tauchte in Frankfurt eine weitere Varietät auf. Französische und niederländische Anlieferungen spielten insgesamt nur eine untergeordnete Rolle. Bei in ruhigen Bahnen verlaufenden Geschäften veränderten sich die Notierungen nur selten. Dies war auch bei den Speisefrühkartoffeln zu beobachten. In diesem Sektor gab es ausschließlich zyprische Offerten. Kleinere Verteuerungen waren in Frankfurt zu verzeichnen, einstandsbedingte Vergünstigungen in München. Insgesamt war das Interesse recht freundlich, durch die Pandemiesituation zum Teil aber eingeschränkt, so der BLE.

Rheinland-Pfalz: Umsätze laufen ruhig aber stetig
Der Speisekartoffelmarkt geht ohne wesentliche Veränderungen in die zweite Januarhälfte. Die Umsätze laufen ruhig aber stetig. Angebot und Nachfrage sind gut ausgeglichen. Die bekanntermaßen hohen Absortierungen durch diverse Mängel lassen die Vorräte schneller schrumpfen. Der Bedarf für die Gastronomie wird Corona bedingt als nur verhalten eingeschätzt. Im LEH laufen weiterhin Aktionspreise in Groß- und Kleingebinden ab 0,40 € pro kg. Preisänderungen stehen nicht vor Ende des Monats an, meldet die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.

Hessen: Erzeugerpreise bleiben unverändert
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen berichtet, dass sich die Vermarktung von Kartoffeln im saisonal gewohnten Rahmen bewegt. Mit wiederholten Verkaufsaktionen soll in den Lebensmittelläden die Nachfrage belebt werden. Durch die Coronamaßnahmen verläuft der Absatz in die Gastronomie zögerlich. Trotzdem ist die Lagerräumung weit fortgeschritten. In der laufenden Woche bleiben die Erzeugerpreise unverändert. Preisbefestigungen lassen sich bislang nicht durchsetzen. Der Verkauf von gefragten Sorten an Pflanzkartoffeln verläuft zügig. 

Schleswig-Holstein: Ausgewogene Marktlage
Im Land Schleswig-Holstein wird von einem ruhigen und relativ ausgewogenen Kartoffelmarkt berichtet. Die Nachfrage wird als normal für diese Jahreszeit bezeichnet. Der LEH setzt Verkaufsimpulse durch Angebotsware zu einem geringen Kurs. Dabei werden auch französische Knollen platziert. Im Handel für Großverbraucher und Privatkunden sind zudem erste Frühkartoffeln aus Zypern verfügbar. So wird das hiesige Angebot ergänzt durch Importware.

Für hiesige Ware kommt es zu kleinen Preisaufschlägen. Hintergrund sind die begrenzten Mengen qualitativ hochwertiger Ware aus der Ernte 2021. Jedoch führen Drahtwurmbefall, Rhizoctoniaprobleme aber auch Rohdebeschädigungen immer wieder zu Abschlägen. Der Sortieraufwand fällt mit rund 20 % weiterhin relativ hoch aus. 
Auch für die kommende Woche wird ein ruhiger Marktverlauf erwartet.

Niedersachsen: Keine Veränderungen zur Vorwoche 
Die Vermarktung der Speisekartoffeln im Land Niedersachsen läuft nach wie in ruhigen Bahnen, berichtet der Bauernverband Nordost-Niedersachsen (BVNON).  Abhängig von der Qualität seien preislich weiterhin Zu- bzw. Abschläge möglich. Insgesamt seien keine Veränderungen zur Vorwoche zu beobachten.


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