Kleine europäische Zwiebelernte 2018 kompensiert durch den Handel mit Nicht-EU-Ländern

In der letzten Saison 2018/19 fielen die Zwiebelexporte aus EU-Ländern in Länder außerhalb der Gemeinschaft um etwa 300.000 Tonnen geringer aus als in den drei vorangegangenen Saisons. Der Import aus Nicht-EU-Länder war dahingegen 400.000 Tonnen größer. In der vergangenen Saison standen auf dem EU-Markt 700.000 Tonnen Zwiebeln mehr zur Verfügung als in den vorangegangenen Saisons. Diese Menge musste die Lücke schließen, die durch die geringe EU-Ernte aufgrund der Dürre in weiten Teilen Europas entstanden war. Allein in den Niederlanden lag die Zwiebelernte in der letzten Saison mit 810.000 Tonnen um 600.000 Tonnen unter dem Durchschnitt der letzten drei Saisons.

Nach Angaben von Eurostat (CBS) belief sich der Export von Zwiebeln ohne (erstjährige) Pflanzzwiebeln und Schalotten aus den Niederlanden im Jahr 2018/19 auf mehr als 1,3 Millionen. Das waren 'nur' 100.000 Tonnen weniger als der Durchschnitt der letzten drei Saisons. Das war eine Summe von 275.000 Tonnen weniger Exporte in Länder außerhalb der EU und 160.000 Tonnen mehr Exporte in EU-Länder. Der Anteil der Länder außerhalb der EU betrug 2018/19
weniger als 40% gegenüber durchschnittlich 55% in den drei vorherigen Saisons.

Nur die Niederlande exportiert größere Mengen in Länder außerhalb der EU
Außerhalb der Niederlande werden nur wenige Zwiebeln von anderen EU-Ländern in Länder außerhalb der EU exportiert. In der vergangenen Saison haben die anderen EU-Länder mehr als 60.000 Tonnen in Länder außerhalb der EU exportiert, davon 35.000 Tonnen aus Spanien. In der vergangenen Saison haben die EU-Länder rund 1,5 Millionen Tonnen gehandelt, die Hälfte davon aus den Niederlanden. Neben der enormen Menge an Zwiebeln, die die Niederlande exportieren, ist auch der Import wichtig. In der vergangenen Saison haben die Niederlande 365.000 Tonnen importiert. Dies ist in den letzten drei Saisons erheblich gestiegen, von 170.000 Tonnen in 2015/16 über 210.000 Tonnen in 2016/17 auf 240.000 Tonnen in 2017/18.





Import Niederlande: Viele ägyptische Zwiebeln, aber auch viel mehr aus verschiedenen anderen Ländern
Mehr als die Hälfte der niederländischen Zwiebelimporte stammte in der vergangenen Saison aus (über) EU-Ländern, nämlich 200.000 Tonnen gegenüber 165.000 Tonnen aus Nicht-EU-Ländern. Ägypten war 2018/19 mit 85.000 Tonnen der wichtigste Lieferant. Die drei Saisons zuvor lag das bei rund 35.000 Tonnen. Die Niederlande importierte auch (viele) weitere Zwiebeln aus verschiedenen anderen Ländern. Dazu gehörten Spanien, Neuseeland, Belgien, China, Frankreich, die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Marokko, Österreich, Indien, Südafrika und Australien.



In anderen EU-Ländern auch mehr Importe aus Kasachstan, Peru, der Türkei, Usbekistan und Chile
In der vergangenen Saison wurden in der gesamten EU 215.000 Tonnen aus Ägypten importiert. Neben den Niederlanden gingen auch bedeutende Mengen ägyptischer Produkte nach Großbritannien (50.000 Tonnen) und Italien (25.000 Tonnen). Andere Nicht-EU-Länder, aus denen Zwiebeln in die EU Gemeinschaft kamen, waren Neuseeland (100.000 Tonnen), Indien (43.000 Tonnen), Kasachstan (42.000 Tonnen), Peru (34.000 Tonnen), China (30.000 Tonnen), die Türkei (24.000 Tonnen), Usbekistan (21.500 Tonnen) ) und Chile (20.000 Tonnen). Der Schwerpunkt für Importe aus Nicht-EU-Ländern lag in der zweiten Saisonhälfte vor allem in den Monaten April, Mai und Juni.

In der Saison 2018/19 wurden laut KCB über 23.000 Tonnen ausländische Zwiebeln exportiert. Die KCB registrierte auch einen Export niederländischer Zwiebeln von 823.000 Tonnen. Zusammen mit der Wiederausfuhr belaufen sich diese auf 845.000 Tonnen. Nach Angaben von CBS und Eurostat waren dies weitaus mehr, nämlich 1,3 Millionen Tonnen. In der vorherigen Saison gab es auch einen großen Unterschied zwischen KCB und CBS / Eurostat. Der Unterschied ist ausschließlich auf Exporte in EU-Länder zurückzuführen. CBS / Eurostat, insbesondere für EU-Länder, liefern einen erheblich größeren Export als KCB. In der vergangenen Saison betrug diese Lücke 470.000 Tonnen, d.h. 1.317.000 Tonnen gegenüber 846.000 Tonnen (823.000 Tonnen niederländisches Produkt und 23.000 Tonnen Wiederausfuhr).

Sehen Sie hier das gesamte Datenblatt.

Quelle: Jan Kees Boon
Fruit and Vegetable Facts
www.fruitandvegetablefacts.com 
fruitvegfacts@gmail.com  


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