Martijn van Damme, Dacomex:

''Mit den jetzigen Absatzzahlen vielleich zu wenig Zwiebeln verfügbar''

Niedrige Erträge bei den Zwiebeln haben zu hohen Preisen geführt. Das sorgt für zufriedene Stimmung bei den Erzeugern. Martijn van Damme von Dacomex fragt sich jedoch, ob das die ganze Saison der Fall sein wird. "Die Erzeuger sind sich sicher, dass es zu wenig Zwiebeln gibt, doch meiner Meinung nach stimmt das nicht. Die Kunden bestellen mit den jetzigen Preisen viel weniger Zwiebeln und suchen Alternativen. Das resultiert in einem langsamen und teuren Markt und ich erwarte auch keine baldige Änderung."

"Insgesamt sind die Volumen enttäuschend. Hier im Südwesten gibt es einige Schläge wo 40-45 Tonnen Zwiebeln je Hektar geerntet werden, doch bei den meisten Parzellen sind es eher 10-35 Tonnen. Schouwen-Duiveland und Zeeuws-Vlaanderen haben Schwankungen nach unten. Hier zweifeln manche Erzeuger ob es sich überhaupt lohnt die Zwiebeln zu ernten. Andererseits gibt es in den Poldern auch Schwankungen nach oben wo 70 bis 80 Tonen Zwiebeln je Hektar geerntet werden. Auch in der Region Drenthe und Groningen hat man gute Erträge. Die Landwirte wissen es und verlangen viel für die Zwiebeln", erzählt Martijn.



"Wir haben in den Niederlanden eine Ausfuhrkapazität von 40.000 Tonnen wöchentlich. Letzte Saison ernteten wir um die 30.000 bis 35.000 Tonnen, jetzt erwarte ich, dass das Wochenvolumen meistens um die 15.000-16.000 Tonnen hängen bleiben wird mit Schwankungen bis 20.000 Tonnen. Das wird spannende Situationen verursachen. Es wird viele Betriebe geben, die nicht liefern können, obwohl sie Vorräte haben. Es ist schade und unnatürlich in dieser Jahreszeit stillzustehen. Das ist für viele Sortierer bestimmt schwierig", erwartet Martijn.

"Länder die normalerweise um diese Jahreszeit Zwiebeln kaufen, haben momentan die Wahl aus billigeren Alternativen. Mauretanien und Mali haben Zwiebeln aus Marokko, England kauft 'Superzwiebeln' in Spanien. Der Senegal ist noch bestimmt einige Wochen geschlossen wegen des lokalen Produktes. Man spricht jetzt von einer Markteröffnung in der zweiten Septemberwoche. Das ist viel später als gedacht und nichts ist definitiv. Weil bereits viel Volumen verschifft wurde, haben wir dort keinen guten Start. Andere Abnehmer sind vorsichtig und ich erwarte, dass es dieses Jahr strukturelle Formen annehmen wird. Es entsteht jetzt schon einen Druck auf die mittlere Sortierung und es wird was die Drillinge betrifft schwierig alles loszuwerden. Der Landwirt hat trotzdem eine gute Position."

"Die Zwiebelqualität ist im Allgemeinen gut, es ist jedoch die Frage wie die beregneten Zwiebeln sich verhalten werden. Thrips bildet dieses Jahr ein großes Problem und ist teilweise sogar so schlimm, dass die Landwirte kein MH mehr spritzen. Viele Zwiebeln muss man vor Weihnachten verkaufen. Die Saison dauert noch lange, doch ich befürchte, man wird wenig verdienen können", beschließt der Exporteur.

Für weitere Informationen:
Dacomex
Provincialeweg 46
Sint-Maartensdijk
Tel: +31 (0)166-662550
Fax: +31 (0)166-664260
martijn@dacomex.nl
www.dacomex.nl





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