Der Maifeiertag verbesserte am Donnerstag die Unterbringungsmöglichkeiten, sodass insbesondere die Speisefrühkartoffeln in der Regel flott untergebracht werden konnten. Diese stammten überwiegend aus Italien und Zyptern. Importe aus Israel und Ägypten ergänzten die Geschäfte. Die Händler senkten laut BLE ab und an ihre bisherigen Bewertungen, um den Umschlag zu beschleunigen. Dies war auch bei den Speiselagerkartoffeln zu beobachten. Deren Sortiment schränkte sich verschiedentlich etwas ein, es genügte aber, um den Bedarf zu decken.
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Rheinland-Pfalz:
Der Kartoffelmarkt bleibt weiter ohne nennenswerte Veränderungen. Im LEH verbreitert sich das Sortiment an Importware aus den Mittelmeerländern kontinuierlich, Optik und Aussicht auf höhere Spannen beim Handel fördern diese Entwicklung. Erste, stark verfrühte Partien aus heimischer Erzeugung werden für Mitte Mai erwartet, reine Freiland-Ware ist aber in der Entwicklung noch längst nicht so weit. Regional haben kalte Nächte die Entwicklung der Frühen zurückgeworfen.
Schleswig-Holstein:
Das Großhandelsgeschäft mit Kartoffeln der alten Ernte nähert sich dem Abschluss. Im LEH dominieren Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum das Premiensegment. Kartoffeln der alten Ernte werden jedoch auch weiterhin zu bisherigen Kursen gehandelt, auch wenn das Volumen zurückgeht. Dabei wird jedoch sehr auf die Qualität geachtet. Die Bestände in den Kühlhäusern sind noch vergleichsweise hoch. Die Auspflanzungen gehen zügig voran. Sowohl der Absatz an die Industrie als auch im Export bleiben ruhig. Die jüngsten Regenfälle waren dabei sehr willkommen. Erste Kartoffeln aus dem hiesigen Unter-Folien-Anbau werden Ende Mai erwartet. Diese werden im Direktabsatz vermarktet.
Bayern:
Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel befand sich auf einem saisonal üblichen Niveau. Zum Teil wurde von einer etwas erhöhten Verbrauchernachfrage rund um den Feiertag berichtet. Auch im Exportgeschäft ergaben sich Absatzmöglichkeiten. Regionale Ware stand weiterhin ausreichend und dieses Jahr deutlich länger zur Abpackung zur Verfügung. Die Umstellung auf Import-Frühkartoffeln erfolgte schrittweise und bisher meist nur in ergänzenden Mengen. Die Auspflanzungen konnten größtenteils vollständig abgeschlossen werden. Sowohl für Speisekartoffeln als auch für Verarbeitungsware blieben die bisherigen Erzeugerpreise bestehen.
NRW:
Der LEH hält insgesamt im Premium-Segment weiterhin an hiesiger Speiseware fest. Frühkartoffelimporte werden als Sortimentsergänzung gelistet. Keine Änderungen ergeben sich am Industriekartoffelmarkt. Die Situation für vertragsfreien Industrierohstoff bleibt desaströs.
Niedersachsen:
Die Pflanzarbeiten bei Kartoffeln konnten auf vielen Betrieben abgeschlossen werden. Qualitativ hochwertige Ware fand weiterhin Absatz.
Hessen:
In Hessen hat es im Vergleich zur Vorwoche nur minimale Preisveränderungen gegeben.