Der Vorstand der spanischen g.U. Cereza del Jerte hat die ersten Kirschen der Saison mit dem Gütesiegel versehen. Es wird erwartet, dass 10 Millionen Kilogramm Kirschen zertifiziert werden. Nur Kirschen, die innerhalb des ausgewiesenen Gebiets angebaut werden, dürfen das g.U.-Gütesiegel tragen. Dank der neuen Kirschsorten, die im vergangenen Jahr eingeführt wurden – Van, Lapins und Burlat –, wird ein höherer Ertrag erwartet.
In diesem Jahr beginnt die Saison früher als üblich, genau in dem Jahr, in dem die BOB ihr 30-jähriges Bestehen feiert. "Das kann ein Wettbewerbsvorteil sein", so Vorsitzender Tierno. "Der Kunde wartet auf das Produkt, und eine frühere Markteinführung kann dazu beitragen, die zertifizierten Kirschen besser zu positionieren." Er weist aber auch auf die Kehrseite hin: Eine frühe Saison birgt mehr Risiken, wie Hagel oder heftige Regenfälle, die die Kirschen beschädigen können. "Insgesamt sind wir optimistisch und erwarten eine Saison, die sowohl hinsichtlich des Volumens als auch der Qualität gut sein wird", so Tierno.
Die Saison beginnt mit Burlat, der frühesten Sorte. Die Früchte haben einen Durchmesser von 22 bis 28 Millimetern und die Ernte dauert bis Ende Mai. Danach folgt Navalinda, gefolgt von Van. Im Juni kommen dann die "Picotas del Jerte", die außergewöhnlichsten Kirschen, und Lapins, die in der Region am häufigsten angebaute Sorte. Lapins wird bis Ende Juli oder Anfang August geerntet und macht mehr als 40 % der Gesamtproduktion aus.
Die Kirschen aus dem Jerte-Tal sind in Spanien beliebt, aber auch in anderen Ländern sehr gefragt. Etwa 60 % der zertifizierten Kirschen werden exportiert, vor allem nach Deutschland, Großbritannien und Italien, aber auch in die skandinavischen Länder und nach Osteuropa.
Weitere Informationen:
DOP Cereza del Jerte
www.cerezadeljerte.org