"Im Jahr 2026 wurden die Exportrekorde in die Vereinigten Staaten gebrochen", sagt Luis Javier, Direktor des mexikanischen Verbandes der Avocado-Erzeuger und -Verpacker Apeam. Er nennt beeindruckende Zahlen, wie die 127.000 Tonnen, die in der Woche des Super Bowls verschifft wurden. Das ist ein Rekord. Für die Woche vom 5. Mai werden zwischen 105.000 und 110.000 Tonnen erwartet. Das zeigt, dass die Nachfrage auf dem amerikanischen Markt weiter wächst.
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Dieses Wachstum hängt auch mit sich ändernden Essgewohnheiten zusammen. Laut Luis Javier ist die Avocado mittlerweile nicht mehr ausschließlich eine Zutat für Guacamole. Die Frucht hat einen festen Platz in der täglichen Ernährung eingenommen. "Der amerikanische Verbraucher isst Avocados immer häufiger: morgens, mittags und abends", erklärte er.
Was den Anbau betrifft, hat Mexiko einen wichtigen Vorteil gegenüber anderen Ländern: Es kann das ganze Jahr über liefern. "Wir haben vier Saisons und vier Sorten, und wir ernten das ganze Jahr über", betonte Luis Javier. Dadurch kann Mexiko die Nachfrage kontinuierlich decken.
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Am Ende der Saison wird ein Export von fast 1,2 Millionen Tonnen erwartet, möglicherweise sogar etwas mehr. Die Preise haben diesem Wachstum jedoch nicht Schritt gehalten. "Dieses Jahr war nicht gut. Wir hatten ein größeres Angebot, und das hat seinen Tribut gefordert", räumte der Direktor von Apeam ein. Das große Angebot hat die Preise unter Druck gesetzt. Dennoch wird eine teilweise Erholung erwartet, unter anderem dank internationaler Veranstaltungen und eines erwarteten Rückgangs des Angebots.
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Mexiko liegt als Lieferant für die USA klar an der Spitze. Länder wie Peru und Kolumbien spielen eine viel geringere Rolle. "Ich sehe das eher als Ergänzung denn als Konkurrenz", sagte Luis Javier. Die Präsenz anderer Herkunftsländer trägt vielmehr dazu bei, die Verbraucher das ganze Jahr über mit Avocados zu versorgen.
Trotz der großen Abhängigkeit vom US-Markt erkennt Apeam an, dass eine Diversifizierung notwendig ist. Europa, Asien und neue Absatzmärkte wie Brasilien sind Teil der Zukunftsstrategie. "Wir müssen den Blick weiter schweifen lassen und unsere Märkte diversifizieren", sagt der Direktor. Mexiko will seine Avocados an mehr Orten auf der Welt vermarkten.
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Mexiko
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