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Genesis Fresh

Hohe Lagerbestände in Europa bremsen die Preisstabilisierung polnischer Äpfel

Im ersten Monat des Jahres 2026 verlief die polnische Apfelsaison bereits etwas ruhiger als gewöhnlich. Derzeit sind die Lagerbestände für diese Jahreszeit noch relativ hoch, sagt Jan Nowakowski, Geschäftsführer des polnischen Apfelhändlers Genesis Fresh: „Seit Januar hat sich die Saison eher uneinheitlich entwickelt. Einerseits haben wir im Vergleich zum Jahresbeginn eine gewisse Verbesserung bei den Preisen festgestellt. Andererseits ist die allgemeine Marktsituation nicht so angespannt, wie viele erwartet hatten. Die Lagerbestände in ganz Europa sind für diese Jahreszeit immer noch relativ hoch. Laut WAPA-Daten halten Länder wie Deutschland, Belgien und die Niederlande deutlich mehr Äpfel als im Vorjahr, in einigen Fällen 30–50 % mehr. Obwohl sich der Markt also leicht verbessert hat, handelt es sich nicht um eine Situation echter Knappheit. Es ist eher ein kontrollierter Markt mit nach wie vor recht komfortabler Verfügbarkeit in Europa."

Die Verfügbarkeit bleibt relativ gut, insbesondere wenn man den europäischen Markt als Ganzes betrachtet, erklärt Nowakowski. „In Polen ist das Bild weniger eindeutig, da die Bestandsdaten nicht immer vollständig transparent sind. Wir haben jedoch weiterhin Produkte verfügbar, und bestimmte Mengen werden weiterhin auf die heimischen Märkte und in östliche Destinationen geliefert. Sorten wie Idared, Red Jonaprince und Red Delicious sind nach wie vor weit verbreitet. Golden wird in guter Qualität immer knapper, und Gala ist für Exportprogramme größtenteils ausverkauft. Insgesamt ist die Verfügbarkeit nicht angespannt; es geht eher um die Qualitätsauswahl und die Abstimmung der richtigen Spezifikation auf den richtigen Markt."

© Genesis Fresh

Laut Nowakowski ist die Nachfrage stabil, aber nicht besonders stark: „Westeuropa bleibt in Bezug auf Importe aus Polen relativ schwach. Viele Märkte sind nach wie vor gut mit lokalem oder regionalem Obst versorgt, was die Absatzmöglichkeiten einschränkt. Skandinavien ist stabil, aber die Mengen sind im Vergleich zu früheren Saisons etwas geringer. Gleichzeitig beobachten wir weiterhin eine Verlagerung in Richtung Osteuropa und einiger Überseemärkte, was zur Ausbalancierung der Situation beiträgt, aber nicht ausreicht, um einen starken Aufwärtsdruck auf den Markt auszuüben."

Der Konflikt im Nahen Osten habe sich zwar auf die Apfelsaison ausgewirkt, jedoch nicht direkt auf die Nachfrage, betont Nowakowski. „Der Konflikt hat vor allem die Logistik und Planung beeinflusst, nicht die Nachfrage selbst. Es herrscht mehr Unsicherheit hinsichtlich der Transportwege, Transitzeiten und Kosten, was die Exporteure vorsichtiger macht. Einige Kunden geben häufiger Bestellungen auf, jedoch in kleineren Mengen, und die Planungshorizonte sind insgesamt kürzer als zuvor. Die Auswirkungen sind also vorhanden, betreffen aber eher die operative Komplexität als einen direkten Nachfragerückgang."

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„Für den Rest der Saison erwarten wir einen relativ stabilen, aber nicht sehr dynamischen Markt. Die hohen Lagerbestände in Westeuropa werden stärkere Preisanstiege weiterhin begrenzen, während die Nachfrage moderat bleibt. Der entscheidende Faktor wird sein, wie schnell die Lagerbestände in den kommenden Monaten abgebaut werden. Wenn sich der Absatz verbessert, könnte sich der Markt leicht festigen, aber zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir keine größeren Verschiebungen. Insgesamt sieht es eher nach einem stetigen, kontrollierten Saisonausklang als nach einem starken Finale aus", schließt Nowakowski.

Weitere Informationen:
Jan Nowakowski
Genesis Fresh
Tel: +48 223 783 405
[email protected]

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