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Afrucat:

Europa wird 6 Prozent mehr Aprikosen ernten, sein Produktionspotenzial jedoch nicht ausschöpfen

Nach den am 29. April auf dem Europech-Kongress im Rahmen der Medfel-Messe in Perpignan veröffentlichten Daten dürfte die europäische Aprikosenproduktion 2026 um 6 Prozent über der von 2025 liegen (mit einer Prognose von 505.320 Tonnen) und 4 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2020–2024 liegen.

Die Wetterbedingungen waren weniger problematisch als im Vorjahr; dennoch kam es zu vereinzelten Frostperioden und sehr regenreichen Bedingungen während der Blütezeit. Dies wird erneut dazu führen, dass das Produktionspotenzial nicht voll ausgeschöpft werden kann.

Derzeit wird nur Griechenland sein normales Produktionsniveau erreichen, das deutlich über dem des Vorjahres liegt.

Der Steinobstsektor befindet sich in einem deutlichen Anpassungs- und Transformationsprozess seines Produktionspotenzials. Der allgemeine Trend geht langfristig zu einer Verringerung der Anbaufläche, insbesondere bei Pfirsichen und Aprikosen.

Insgesamt versucht der Sektor, den Rückgang der Anbaufläche durch höhere Produktivität, bessere Qualität und mehr Effizienz auszugleichen. Das sich etablierende Modell ist intensiver, technisierter und besser an ein zunehmend anspruchsvolles Klima und Marktumfeld angepasst.

Eine der wichtigsten Veränderungen ist die Beschleunigung des Sortenwechsels. Bei Neuanpflanzungen werden Sorten gesucht, die besser an die aktuellen und zukünftigen Bedingungen angepasst sind, insbesondere an den Klimawandel. Dies bedeutet Sorten mit geringerem Bedarf an Kältestunden, höherer Festigkeit, besserer Haltbarkeit, besserem Verhalten nach der Ernte und einer genaueren Ausrichtung auf die Marktanforderungen. Auch neue Produkte wie die Platerinas und andere Sorten, die eine Verlängerung des Vermarktungskalenders ermöglichen, gewinnen an Bedeutung.

Generell findet eine Verschiebung des Produktionskalenders statt. Sehr frühe Ernten, die stärker klimatischen Risiken wie Frost oder Fruchtansatzproblemen ausgesetzt sind, verlieren an Bedeutung, während die Erntezeiträume tendenziell auf spätere Termine ausgedehnt werden. Diese Veränderung zielt darauf ab, Risiken zu reduzieren und das Angebot besser an die Marktbedürfnisse anzupassen.

Der Sektor entwickelt sich in Richtung einer stärkeren Technisierung. Die Investitionen in Schutzvorrichtungen, Hagelnetze, verbesserte agronomische Bewirtschaftung und Systeme, die eine höhere Produktivität und bessere Qualität ermöglichen, nehmen zu. Dennoch verläuft diese Modernisierung nicht einheitlich: Ein Teil der Betriebe investiert und modernisiert sich, während ein anderer Teil durch die Überalterung der Erzeuger, den fehlenden Generationswechsel und wirtschaftliche Schwierigkeiten gebremst wird.

© Afrucat Prognose für Aprikosen in Europa für 2026. Quelle: Europech 2026.

Katalonien
In den vergangenen Jahren hat Katalonien seine Aprikosenplantagen auf ertragreichere Sorten umgestellt, wobei die Anbaufläche beibehalten wurde, was zu einer entsprechenden Prognose für Produktionssteigerungen führt. Dennoch haben Regen und Wind in diesem Jahr die Bestäubung und den Fruchtansatz beeinträchtigt, sodass die Zahlen auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

© Afrucat Tabelle 1. Ernteprognose 2026 und Erträge 2025–24 für Aprikosen

Weitere Informationen:
Afrucat
C/ Corregidor Escofet, 64
25005 Lleida - Spanien
T: +34 973 22 01 49
www.afrucat.com

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