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Carden & Leon Corporation, Süditalien:

Beginn der Tomatenernte im Freilandanbau für den Frischmarkt

Im Landesinneren der Provinz Foggia in der süditalienischen Region Apulien hat am 12. Juli 2025 die Ernte der länglichen roten Tomaten im Freilandanbau begonnen. Ein schwieriger, aber nicht unerwarteter Start. Massimo Cardente, Vertriebsleiter bei Carden & Leon Corporation, gibt einen aktuellen Überblick über den Verlauf der Saison, die Qualität der Ernte, die Probleme mit der Wasserversorgung und die Marktchancen.

© Carden & Leon Corporation

"Der Juli ist traditionell kein starker Monat für den Absatz", erklärt Cardente. "Die eigentliche Nachfrage beginnt meist im August, wenn viele Familien Urlaub haben und Tomaten für Passata oder Soßen einkochen."

Die ersten Bestellungen verlaufen ähnlich wie in den Vorjahren, vielleicht etwas langsamer. Besorgniserregend ist jedoch die Wasserknappheit, von der ein großer Teil Apuliens betroffen ist. "Die Brunnen sind leer", sagt Cardente. "Viele Erzeuger mussten einen Teil ihrer Anbaufläche aufgeben, um den Rest ihrer Ernte zu retten." Einige Parzellen sind sogar komplett verlassen: Ohne ausreichend Wasser ist es zu teuer, sie bis zur Ernte zu bringen, vor allem nach den früheren Investitionen in die Pflanzen.

"Vonseiten der Regierung wurden noch keine nennenswerten Maßnahmen ergriffen, außer der Sperrung einiger Bewässerungskanäle. Es wird zwar über die Möglichkeit gesprochen, mehr Wasser aus der Region Molise zuzuführen, wo noch ausreichend Wasser verfügbar ist, aber bisher wurde noch keine konkrete Entscheidung getroffen."

Personell läuft es bei Carden & Leon recht gut. "Wir arbeiten seit Jahren mit denselben Leuten; sie sind mit unserer Arbeitsweise vertraut. Dennoch ist der Sektor nach wie vor stark von ausländischen Saisonarbeitern abhängig, vor allem aus Bulgarien, Rumänien und Marokko. Die Vorschriften für die Arbeit in den heißesten Stunden des Tages bereiten uns keine Probleme; wir halten uns schon seit Jahren daran."

© Carden & Leon Corporation

Frühe Reife: der Einfluss des Klimas
Die Saison verläuft dieses Jahr nach einem auffälligen Reifemuster. "Wir sehen bereits einen ersten Höhepunkt in der Ernte, erwarten danach aber eine Lücke von etwa 20 bis 30 Tagen", so Cardente. Durch die hohen Temperaturen und großen Unterschiede zwischen Tag und Nacht beschleunigen sich die Anbauzyklen. Das erschwert die Planung der Lieferungen und kann zu einem vorübergehenden Einbruch des Angebots in der Saisonmitte führen.

Dennoch strebt Carden & Leon einen ähnlichen Ertrag wie im Vorjahr an: rund 4.000 Tonnen. "Dank unserer festen Erzeuger und eines soliden Netzwerks hoffen wir, alle unsere Vereinbarungen einhalten zu können", sagt Cardente. "Die Qualität ist wie immer top. Was uns stark macht, ist das Engagement und die Sorgfalt, mit der wir jeden Tag arbeiten. Das spiegelt sich im Endprodukt wider."

Die angebotenen Tomaten sind für den Hausgebrauch bestimmt als frische Tomaten oder zur Verarbeitung zu Passata oder Soßen. Es handelt sich um eine feste Sorte mit vollem Geschmack. Die Tomaten werden in 6-, 8- oder 10-Kilo-Kisten aus Kunststoff oder Holz verpackt, je nach Kundenwunsch.

© Carden & Leon Corporation

Laut Cardente ist das Interesse ausländischer Supermarktketten größer als das des italienischen Einzelhandels. "In Frankreich, wo wir mit mehreren Supermarktketten und Frischmärkten zusammenarbeiten, sind die Reaktionen oft positiver. In Italien verläuft der Absatz schwieriger, auch aufgrund des Drucks durch billige spanische Tomaten."

Aufruf an Einkäufer: "Unsere Tomaten sind bereit für das Regal"
"Wir suchen nachhaltige Kooperationen innerhalb und außerhalb Italiens", erklärt Cardente abschließend. "Wir möchten gemeinsam mit Abnehmern wachsen, die unsere italienische Qualität und Sorgfalt schätzen. Die Tomaten sind da, der Einsatz ist da – jetzt fehlen nur noch die richtigen Partner, die den Unterschied machen möchten."

Fotos: Massimo Cardente

Weitere Informationen:
Massimo Cardente
Carden & Leon Corporation
Tel: +39 328 26 23 971
[email protected]

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