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Ralf Albers, Geschäftsführer der Hermann Albers Obst und Gemüse, zu seinem Angebot an Bundmöhren:

"Wir vermarkten sehr große Bunde, die vom Preissegment her etwas höher angesiedelt sind"

Seit beinahe 100 Jahren ist die Hermann Albers Obst & Gemüse GmbH in der Branche tätig und bietet auf einer Verkaufsfläche von 750 m2 am Hamburger Großmarkt ganzjährig Obst, Gemüse und Kräuter an. Die Firma Hermann Albers ist seit der ersten Stunde in den Hallen in Hammbrook vertreten. Der heutige Geschäftsführer Ralf Albers ist die vierte Generation am Großmarkt. Er sprach mit uns vor Ort über sein aktuelles Möhrenangebot. 


Ralf Albers

Exklusive, bunte Bundmöhren
"Anfang/Mitte Juni starteten wir mit der Saison der Bundmöhren aus norddeutscher Produktion, genauer: aus dem Raum Verden an der Aller. Mit dem dortigen Erzeuger arbeiten wir seit gut zehn Jahren zusammen, da er hervorragende Möhrensorten anbaut. Pro Woche erhalten wir dabei 30 bis 40 Paletten, was etwa 12.000 Bunden entspricht. Die bunten Möhren erhalten wir sogar exklusiv. Auch wenn diese kein besonderer Volumenartikel sind, werden sie zunehmend wichtiger", sagt Albers.

Deutsche Bundmöhren hat Albers mittlerweile bis Weihnachten im Angebot. In der Sommerzeit beziehe der Großmarktbetrieb generell viel Ware aus dem norddeutschen Raum, die primär an Großmarktkunden verkauft werden. "Wir vermarkten sehr große Bunde, die vom Preissegment her etwas höher angesiedelt sind. Für die Möhren haben wir aber auch sehr viele Stammkunden. Dazu zählen zum einen Einzehändler, die stark auf regionale Ware setzen, weil die Möhre auch vom Geschmack her zu überzeugen weiß. Ansonsten ist die Nachfrage wie in den Vorjahren sehr gut", weiß Albers.

Gute Qualitäten, hohe Nachfrage
"Den LEH beliefern wir nicht, sondern hauptsächlich den Wochenmarkt sowie den Facheinzelhandel. Auch an die Gastronomie verkaufen wir die Möhren, gerade die bunten Sorten, da diese optisch sehr ansprechend sind." Die Qualitäten seien gut, bis auf die Tatsache, dass es den Möhren in letzter Zeit etwas an Wasser fehle. "Aber sowohl das Möhrengrün als auch die Möhren haben sich gut entwickelt."  

Preissteigerungen, die durch die hohen Produktionskosten - sprich: Düngemittel, Maschinenteile, Pflanzenschutz, etc. - entstanden, seien den Verbrauchern nur schwer über den Handelsweg zu vermitteln, so Albers. "Verbraucher werden die höheren Preise nicht honorieren. Das, was wir eigentlich erzielen müssten, gerade eben für die Produzenten, können wir dieses Jahr kaum umsetzen. Ich hoffe, dass Viele dabei nicht auf der Strecke bleiben oder den Anbau gänzlich aufgeben werden." Letztendlich bestimme die Nachfrage den Preis.

Convenience-Bereich gesunken
"Je nach Wetterlage haben wir mitunter ein Überangebot bei bestimmten Produkten, die wir entsprechend vermarkten müssen. Schließlich handelt es sich dabei um Gemüse und nicht um Schrauben, die monatelang im Regal liegen gelassen werden können. Die Frischware muss zeitnah verkauft werden." Zwar versuche man auch sich weitere Vermarktungswege offenzuhalten, allerdings sei vieles bereits vertraglich festgelegt. Davon abgesehen habe etwa der Convenience-Bereich in den letzten zwei Jahre eher nachgelassen. 

Keine "starken" Wochen mehr
Ein allgemeiner Trend, der sich im Einzelhandel schon länger laut Albers abzeichne, sei, dass es keine verkaufsstarken Wochen in dem Sinne mehr gäbe, so wie sie es früher gegeben hat. Albers: "Wenn beispielsweise besonders viel Blumenkohl geerntet worden ist, konnte in den jeweiligen Wochen früher viel Blumenkohl verkauft werden. Mittlerweile finden wir am Gemüsemarkt aber ein konstantes Geschäft vor, das heißt, dass nahezu ganzjährig Blumenkohl, Möhren, etc. zur Verfügung stehen. Es gibt also keine Spitzen mehr. Auch bei Erdbeeren und Himbeeren ist es seltener geworden, dass es Wochen gibt, in denen man mit dem Preis sozusagen 'Gas geben' muss. Der Markt nimmt das heutzutage einfach nicht mehr so auf. In den jüngeren Generation spielt das ohnehin keine Rolle mehr." 

Beim Spargel sei das gleiche Problem zu sehen: Händler und Produzenten kalkulierten bislang stets eine Kernzeit von 10-15 Tage mit ein, in denen besonders hohe Umsätze mittels Überproduktion erzielt werden könnten. Früher sei der Markt hierfür noch aufnahmefähig gewesen. "Das ist heutzutage aber nicht mehr möglich, denn der LEH braucht immer 10-14 Tage Vorlauf, was für Überproduktionen nicht immer planbar ist. Der kurze Verkaufsweg für Überproduktion, zum Beispiel über Großmärkte, ist heute allerdings nicht mehr so stark."

Verantwortung des LEH
Da der LEH der größte Abnehmer von Obst und Gemüse überhaupt sei, spricht Albers diesem Klientel auch eine entsprechend besondere Rolle zu: "Der LEH macht 80% der Lebensmittelbranche aus.  Daher hat er auch die Verantwortung, die Produkte entsprechend zu vermarkten und ebenfalls Vermarktungswege für die Überhänge zu finden." 

Weitere Informationen:
Ralf Albers
Hermann Albers Obst & Gemüse GmbH
Großmarkt: Stand K 395-397
Banksstraße 28
20097 Hamburg
Telefon +49 40 - 325 08 69 - 0
Fax +49 40 - 325 08 69 - 51
info@hermannalbers.de 
http://www.hermannalbers.de


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