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Deutsche Kirschernte läuft auf Hochtouren:

Später Saisonauftakt, üppige Ernteprognosen

Die diesjährige Kirschernte in Deutschland nimmt nun rasch Fahrt auf. In allen wichtigen Anbaugebieten werden momentan tonnenweise Süßkirschen für LEH, Großhandel oder die Direktvermarktung geerntet. Trotz üppiger Ernteprognosen seien die Marktaussichten unterschiedlich.

Niedersachsen: Geschützter Anbau auf dem Vormarsch
„Wir erwarten eine überdurchschnittliche Ernte von rund 5.000 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen“, so Martin Kockerols, Spezialberater für Steinobst des Obstbauversuchsrings in Jork (Altes Land), gegenüber LPD. Allerdings habe sich der Erntebeginn aufgrund des kühlen Wetters im Mai um etwa zwei Wochen verzögert. „Durch die Überdachung konnte das Ertragspotenzial vervielfacht werden, obwohl die Anbaufläche seit 20 Jahren konstant ist. Durch Regen aufgeplatzte Kirschen gehören damit ebenfalls der Vergangenheit an“, verdeutlicht Kockerols. An der Elbe werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf rund 500 Hektar (ha) Süßkirschen angebaut. Deutschlandweit wachsen auf etwa 5.500 ha Kirschbäume in den Plantagen von 6.600 Betrieben. 

Gute Aussichten in Franken und Brandenburg
Die Mehrheit der meist im Nebenerwerb arbeitenden Kirschenbauern am Brombachsee (Franken) beginnt an diesem Wochenende mit dem Verkauf. Von Frühfrösten sind die Kirschen weitgehend verschont geblieben, weshalb durchaus mit einer guten Ernte gerechnet wird, erläutert Dieter Popp von der Genossenschaft Echt Brombachseer gegenüber dem Donaukurier. Neben dem Ab-Hof-Verkauf erreicht ein großer Teil der Kirschen die Verbraucher über den Handel. Dafür sorgt die Obstverwertungsgenossenschaft in Igensdorf.  

"Die Kirschernte wird in diesem Jahr richtig gut", sagte Thomas Giese von der Havelfrucht GmbH in Werder/Havel auf Anfrage der FAZ. "Jetzt könnte nur noch Hagelschlag oder überraschender Nachtfrost dazwischen kommen". Als nächste Früchte reifen bei Havelfrucht Pflaumen, Äpfel und Sanddorn heran. Die Bäume stehen auf insgesamt auf 100 Hektar. Die Vermarktung laufe über die Werderfrucht GmbH, die Händler in der gesamten Region beliefere, sagte er. 

Sachsen & Sachsen-Anhalt: Ertragsprognose deutlich über Vorjahesniveau
Die Obstbauern in Sachsen und Sachsen-Anhalt erwarten in diesem Jahr eine bessere Süßkirschen-Ernte als 2021. Wegen der vielen Sonne seien die Früchte auch sehr schmackhaft, so der Landesverband Sächsisches Obst. Man rechnet mit einem Ertrag von knapp 2200 Tonnen. Davon kommen rund 1550 Tonnen aus Sachsen-Anhalt und rund 650 Tonnen aus Sachsen. Voriges Jahr hatten die Kirscherzeuger 1280 Tonnen geerntet - in beiden Ländern zusammen. Süßkirschen wachsen in Sachsen und Sachsen-Anhalt auf rund 304 Hektar.


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