Mit der Verladung der ersten Treibhausware von der Gemüseinsel Reichenau wurde die deutsche Salatsaison diese Woche offiziell eingeläutet. "Noch beschränkt sich das Angebot auf Eichblatt hell und Kopfsalat, in etwa zwei Wochen werden voraussichtlich erste Lolo Bionda und Rosso sowie Eichblatt rot auf den Markt treffen", berichtet Andreas Heizmann, Mitgeschäftsführer des Freiburger Großhandelsunternehmens Frischebrüder GmbH, auf Nachfrage.
Erste Reichenauer Kopfsalate werden derzeit zu 17 Euro/Kiste (12-er) gehandelt, Eichblatt hell liegt bei ca. 13 Euro/Kiste (9-er). Lolo-Salate (oben im Bild) werden erst in ca. 2 Wochen erhältlich sein.
Jahreszeitgemäß läuft die Vermarktung im Januar und Februar ohnehin eher in ruhigen Bahnen. Blattsalate aus süddeutschem Anbau sowie dem benachbarten Ausland finden dennoch guten Anklang beim Verbraucher, weiß Heizmann. "Regionalen Feldsalat haben wir durchgängig im Angebot, wegen dem relativ milden Winter hatten wir in diesem Jahr recht üppige Erträge. Trotz erheblichem Kostendruck und steigenden Rohstoffpreise, etwa von Düngemitteln, blicken wir auf eine recht zufriedenstellende Feldsalatkampagne zurück."

Thomas, Egon und Andreas Heizmann stehen gemeinsam am Ruder des Freiburger Familienunternehmens Frischebrüder GmbH.
Direktimporte aus der Provence
Als klassischer Wintersalat wird der Feldsalat größtenteils aus Süddeutschland bezogen. "Nur in der Vorweihnachtswoche haben wir aufgrund der akuten Nachfragesteigerung ergänzend auf französischen Feldsalat zurückgreifen müssen." Bei den anderen Salatkulturen sei man vermehrt auf andere Herkünfte angewiesen. "Eisbergsalat beziehen wir überwiegend aus Spanien, bunte Salate stammen hauptsächlich von unseren festen Lieferanten in der französischen Provence. Durch die gute Vernetzung trifft die Ware innerhalb von einem Tag nach der Ernte hier in Freiburg ein. Durch die Witterung sind die Köpfe momentan etwas kleiner als vor etwa zwei Monaten", so Heizmann der sich zudem an italienischer Ware bedient.
Einblick in die Reichenauer Gewächshauserzeugung: Bei spanischem Eisbergsalat seien die marktüblichen 10-er und 12-er Kaiber momentan in ausreichenden Mengen vorhanden.
Leichter Aufschwung im Außer-Haus-Verzehr
Die Frischebrüder GmbH wurde im Jahr 2019 gegründet und beliefert ein breit gefächertes Klientel im ca. 100km-Radius. Heizmann: "Die Gastronomie ist nach wie vor stark abgeschwächt. Wir beobachten einen erheblichen Druck hin zu baldigen Lockerungen seitens der Gastronomie, zumal das Schulsystem bereits gelockert wurde. Zudem finden wieder erste Großveranstaltungen statt, sodass der Außer-Haus-Verzehr wieder leicht anzieht."

Reichenauer Salate werden bald in Hülle und Fülle verfügbar sein.
Insgesamt sei die Frischebrüder GmbH bisher gut durch die Krise gekommen, erläutert Heizmann abschließend. "Selbstverständlich sehen auch wir uns mit den heutigen Herausforderungen, etwa steigenden Kosten, konfrontiert. Nichtdestotrotz sind wir nun dabei unser Personal im Ein- und Verkauf aufzustocken, damit wir die Kundenbetreuung innerhalb unseres Einzugsgebietes entsprechend optimieren und intensivieren können."
Bilder: Frischebrüder GmbH / Johannes Hugo
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