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Ralf Settels (Jiahe Germany GmbH) zur verschärften Marktsituation

"Ingwermarkt steht aktuell ganz eindeutig unter Druck"

Die Ingwerpreise seien in den letzten Wochen unter Druck geraten. "Alle haben gedacht, wir würden Mengen- und Umsatzmäßig um 20 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. In der Realität sind die Umsätze in etwa gleich oder sogar etwas schwächer. Was zu einem guten und teurem Lagerbestand mit mittleren Qualitäten geführt hat.  Gleichzeitig haben mehrere große Reedereien im Zuge des ersten Lockdowns im Vorjahr deren Schiffen von den Linien genommen, weswegen nun weniger Frachtkapazität zur Verfügung steht. Aufgrund dessen ziehen einige chinesische Exporteure bereits einen Exportstopp in Erwägung", fasst Ralf Settels, Gesellschafter der Jiahe Germany GmbH, die aktuelle Lage zusammen.

Den heutigen Marktbedingungen entsprechend tendieren die Notierungen in den letzten Wochen nun offensichtlich nach unten. "Der Ingwermarkt steht aktuell ganz eindeutig unter Druck. Das heutige Preisniveau ist wesentlich höher als im Vorjahr. Dieses schwierige Marktumfeld könnte sich aber im Januar innerhalb kürzester Zeit wieder umdrehen", weiß Settels. Ähnliches gab es zum ersten Lockdown als vitaminreiche Produkte kurzweilig sehr gesucht waren und der Ingwerabsatz dementsprechend geboomt hat. "Mittlerweile haben sich die Absatzraten wieder normalisiert."


Ralf Settels, Geschäftsführer der Jiahe Food GmbH.

Weiterhin hohe Notierungen erwartet
Die heutige Marktsituation wird sich laut Settels auch in den ersten Monaten des neuen Jahres nicht ändern. "Es wird einen kontinuierlich hohen Bedarf seitens des Lebensmitteleinzelhandels und weiterhin hohe Frachtkosten geben. Denn momentan sind es nur eine Hand voll Produkte wie Ingwer, die verschifft werden müssen, ab Februar-März stößt jedoch auch vermehrt Übersee-Obst auf den Markt. Dies wird die Lage nur noch weiter verschärfen", heißt es weiter..

Bio-Ingwer findet vor allem im LEH guten Anklang. Man erwarte dennoch in den nächsten Jahren auch eine allmähliche Nachfragesteigerung im Großhandel und in der Nahrungsmittelindustrie. 

Vertragsanbau in China und Peru
Die Jiahe Group entstand im Jahr 1996 und hat sich im Laufe der Jahre zum weltweit agierenden Ingwerlieferanten entwickelt. Vor einem Jahr entstand die deutsche Tochterfirma in Erkelenz. Es werden sowohl konventionelle Chargen aus China als auch chinesische und peruanische Bio-Ware aus eigenem Anbau und Vertragsanbau gehandelt. "80 bis 90 Prozent der diesjährigen peruanischen Ernte wurde bereits vermarktet. Wenn bald die USA wieder einsteigt, wird natürlich kein Nachschub mehr nach Europa distribuiert", weist Settels auch eine mögliche, nächste Herausforderung hin. 

Je nach Witterung wird die erste neuerntige Ware aus China in der Regel Ende Dezember für den Export aufbereitet. Bis Dezember-Januar des nächsten Jahres werden diese Erntemengen vermarktet. Peruanische Ware wird hingegen zwischen August und März gehandelt. "Die beiden Kampagnen überschneiden sich zwar teilweise, glücklicherweise aber während der europäischen Hauptsaison."

Weltweit steigende Nachfrage nach Ingwer
In den letzten Jahren sei der Bedarf an Ingwer am globalen Markt exponentiell gestiegen, ebenso in Deutschland, beobachtet Settels. "Der Ingwerverbrauch in der Industrie wird schlagartig mehr. Es werden immer mehr Fruchtsäfte und TK-Artikel mit Ingwer zugesetzt. Obwohl wir verhältnismäßig immer noch zu 95 Prozent den Frischmarkt beliefern, sehe ich schon Wachstumspotenzial in der Industrie."

Einen ähnlichen Wachstumstrend sehe man im benachbarten Ausland - etwa Benelux und Frankreich. Infolgedessen entscheiden sich immer mehr 'neue' Erzeugerländer für den Ingwerexport. "Neu auf dem Markt ist beispielsweise Nigeria. Gleichzeitig werden auch bestehende Exportländer, wie Brasilien, deutlich stärker."

Weitere Informationen:
Jiahe Food Gmbh
Ralf Settels
Luxemburger Str. 9
41812 Erkelenz
Tel.: +49 2431 9724212 oder 9724214
Mail: rs@jiahefood.eu 


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