Der Ananasverkauf in Spanien und im übrigen Europa steht aufgrund von Unsicherheiten in der Logistik und einer zwar stabilen, aber zunehmend preisempfindlichen Nachfrage unter Druck.
"Im ersten Quartal 2026 gab es etwas weniger Angebot, wie immer in dieser Zeit", erklärt Patricia Antón vom spanischen Unternehmen Cultivar. "Aber insgesamt bleibt das Angebot auf dem erwarteten saisonalen Niveau. Die weltweite Lage sorgt allerdings für etwas Unsicherheit, vor allem aufgrund von Wetterbedingungen und logistischen Problemen."

Das Unternehmen entscheidet sich weiterhin ausschließlich für Costa Rica als Herkunftsland. "Das ist das Land, das uns die Qualität garantiert, die unsere Kunden erwarten", sagt Antón. Die Preise bleiben jedoch aufgrund verschiedener Faktoren hoch.
"Die Ananas aus Costa Rica bleibt nach Abschluss der Jahresverträge teuer, mit Preissteigerungen von über 20 %. Die höheren Anbaukosten spielen dabei zusammen mit der weltweiten Wirtschaftslage eine große Rolle", so Antón. "Hinzu kommen die gestiegenen Logistikkosten, die durch geopolitische Spannungen wie den Krieg im Iran weiter steigen."
"Diese höheren Preise und Logistikkosten setzen den Absatz unter Druck. Wir versuchen, uns so gut wie möglich anzupassen, und suchen nach Alternativen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Nachfrage zu befriedigen", sagt sie.
Dennoch hält die Nachfrage an. "Sowohl auf dem Binnenmarkt als auch auf dem Exportmarkt bleibt die Nachfrage recht stark. Die Preissteigerungen wirken sich jedoch auf die gekauften Mengen aus. Obwohl Europa und die Vereinigten Staaten weiterhin an Ananas interessiert sind, können hohe Preise dazu führen, dass manche Verbraucher nach Alternativen suchen", erklärt Patricia Antón.
Verbraucher achten laut Antón zunehmend auf Preis und Qualität. "Der Preiswettbewerb ist hart, aber die Qualität der Ananas aus Costa Rica wird nach wie vor geschätzt. Das hilft uns, die Nachfrage stabil zu halten."
Die Konkurrenz ist groß, aber es bleibt wichtig, sich von anderen abzuheben. Cultivar hat daher neue Produkte in das Sortiment aufgenommen, wie per Flugzeug transportierte Ananas unter der Marke Exótica. Das sorgt für eine bessere Präsentation und ein besonders frisches Erscheinungsbild, so Patricia Antón. "Darüber hinaus setzen wir weiterhin stark auf die Entwicklung der farbigen Ananas unter der Marke Exótica. Wir haben eine strenge Auswahl der Lieferanten durchgeführt und arbeiten mit den wichtigsten spezialisierten Erzeugern von farbigen Ananas in Costa Rica zusammen. So können wir eine konstante Qualität und ein unverwechselbares Produkt auf dem Markt garantieren."
Cultivar schloss das vergangene Jahr mit einem Absatz von 8 Millionen Kilogramm ab. Für die aktuelle Saison wird ein moderates Wachstum auf 8,5 Millionen Kilogramm erwartet, entsprechend einer Nachfrage, die weiterhin vorsichtig wächst.
Die Herausforderungen für die Zukunft bleiben groß. "Externe Faktoren wie der Krieg im Iran sorgen für höhere Logistikkosten und teureren Treibstoff. Das bleibt eine ernsthafte Herausforderung. Hinzu kommt die Unsicherheit hinsichtlich der internationalen Nachfrage: Hohe Preise können dazu führen, dass manche Märkte nach Alternativen suchen, was den Absatz beeinflussen kann. Der zunehmende Wettbewerb zwingt uns dazu, weiterhin ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten", sagt Patricia Antón. "Wir arbeiten täglich an Lösungen: effizientere Logistik und kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität, damit wir unsere Kunden weiterhin überraschen können."
Weitere Informationen:
Patricia Antón
Cultivar
Longitudinal 9 n.º 30
08040 Barcelona
Tel: +34 911 44 10 80
[email protected]
www.cultivar.net