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Ecuador exportiert immer mehr Ananas, doch eine kleine Schnecke bereitet große Sorgen für den Export nach Chile

"Nach Angaben der Zentralbank von Ecuador sind die Ananasexporte von 80.750 Tonnen im Jahr 2018 auf 140.448 Tonnen im Jahr 2025 gestiegen. Der Exportwert hat sich im gleichen Zeitraum fast verdoppelt und liegt nun bei 68,7 Millionen EUR, was unter anderem auf einen höheren Durchschnittspreis zurückzuführen ist", sagt Álex Bustos Guerra, Geschäftsführer von GreenControl-LA.

© GreenControl-LA

Der FOB-Preis zeigt einen Aufwärtstrend: Im Jahr 2025 lag er bei 0,49 EUR pro Kilo, gegenüber einem historischen Durchschnitt von 0,44 EUR pro Kilo. Dieser Anstieg hängt teilweise mit Anbauproblemen in Costa Rica zusammen, dem größten Konkurrenten auf dem Weltmarkt. "Es war ein gutes Jahr für Ecuador, da Costa Rica Schwierigkeiten hatte, ausreichende Mengen zu liefern", fügt er hinzu.

Dennoch steht dieses Wachstum in Menge und Wert in krassem Gegensatz zu einer geringeren Streuung über die Märkte. Ecuador exportierte in den vergangenen Jahren in 42 Länder, doch im Jahr 2025 waren es nur noch 18. "Mehr als die Hälfte der Absatzmärkte ist weggefallen. Das zeigt, dass sich der Handel immer stärker konzentriert", sagt er.

Die Europäische Union ist mit 36,7 % des Gesamtvolumens zum wichtigsten Zielmarkt geworden. Die Niederlande spielen dabei als logistischer Knotenpunkt eine zentrale Rolle. Die Vereinigten Staaten haben stark aufgeholt: Ihr Anteil stieg von 1,1 % im Jahr 2018 auf 32,4 % im Jahr 2025. Chile hingegen fiel von 39 % auf 17,8 % zurück.

© GreenControl-LA

Dieser Rückgang auf dem chilenischen Markt hängt direkt mit dem Auftreten einer Quarantäneschädlingsart zusammen: einer kleinen Schnecke der Gattung Succinea. "Es handelt sich nicht um einen Schädling, der die Ananas selbst befällt, aber die Schnecke kommt im Anbau vor und kann sich an der Frucht festsetzen", erklärt Bustos.

Die Folgen können gravierend sein. Wird bei der Ankunft eine lebende Schnecke gefunden, kann die gesamte Ladung vernichtet oder zurückgeschickt werden. "Wenn sie eine lebende Schnecke finden, wird das Obst aus dem Container vernichtet oder in das Herkunftsland zurückgeschickt. Das verursacht dem Exporteur enorme Verluste", sagt er.

Die Bekämpfung dieser Schnecke ist eine große technische Herausforderung. Die Kontrolle eines einzigen Containers kann 60 bis 80 Stunden Handarbeit erfordern. Außerdem wirken herkömmliche Mittel wie Methylbromid nicht gut genug. "Es ist eine zähe Schnecke, die sogar gewöhnliche Behandlungen übersteht", betont er.

Unternehmen wie GreenControl-LA arbeiten an Alternativen, die keine chemischen Rückstände hinterlassen. "Wir testen neue Techniken zur Bekämpfung dieses Schädlings, aber es ist ein komplexes Problem", sagt er.

© GreenControl-LA

"Trotz dieser Herausforderungen steht Ecuador im internationalen Handel stark da: Es ist der fünftgrößte Ananasexporteur der Welt, während es bei der Produktion nur auf Platz 26 liegt. Diese Zahl zeigt, wie exportorientiert der Sektor ist und wie gut er sich an einen immer anspruchsvolleren Markt anpassen kann", sagt er abschließend.

Weitere Informationen:
Álex Bustos Guerra
GreenControl-LA
Ecuador
[email protected]
www.greencontrol-la.com

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