Lindert Moerdijk, MSP Onions, the Netherlands:

"Das größte Problem, das wir durch Covid-19 haben, sind Schwierigkeiten bei den Zahlungen"

Die niederländische Zwiebelsaison startet mit einigen Ungewissheiten. "Die vergangene Saison hat anders geendet als erwartet. Selbst die besten Spekulanten haben falsch getippt. Das bedeutet, dass wir mit einigen alten Lagerzwiebeln in die neue Saison starten", sagt Lindert Moerdijk von MSP Onions.

"Außerdem hat sich herausgestellt, dass es gar nicht so trocken war wie angenommen. Dadurch startet die Saison mit vielen Ungewissheiten. Wenn man all diese Faktoren zusammennimmt, dann gucken wir zurzeit auf einen sehr instabilen Zwiebelmarkt. Er wird sich voraussichtlich erst jetzt allmählich wieder stabilisieren. Was soll ich sagen? Die Zwiebelsaison hat begonnen!"

Lindert denkt, dass es etwas weniger Saat-Zwiebeln geben wird als sonst. "Aber es werden nicht deutlich weniger sein. Im Südwesten des Landes fallen die Mengen kleiner aus. Allerdings sehen die Mengen in einigen Regionen ziemlich gut aus. Ich denke nicht, dass wir zur Hochsaison Probleme mit dem Angebot haben. Zurzeit sind Märkte wie Asien noch nicht ganz auf dem Markt. Ich denke, dass wir ab spätestens nächsten Monat die üblichen Märkte beliefern werden."

"Ich hoffe, dass der ganze Sektor gute Preise bekommen wird. Im Vergleich zum letzten Jahr werden wir weniger nach Brasilien verkaufen können. Aber man weiß nie, was in dem Land passieren wird. Manchmal kommen sie dann auf einmal trotzdem auf den Markt, sind dann aber auch schnell wieder weg. In dem Fall werden sie aber zuerst von anderen südamerikanischen Ländern kaufen."

"Ich bin sehr zuversichtlich, was die kommenden Wochen angeht. Noch kann ich aber nichts zur zweiten Hälfte der Saison sagen. Ich habe keine Kristallkugel", sagt Moerdijk. "Und in den vergangenen Jahren haben sich die Dinge oft ganz anders entwickelt als zuvor angenommen. Sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Was den Einfluss des Coronavirus angeht, denke ich, dass er in Ländern in Afrika am stärksten zu spüren ist."

"Sie haben eine viel geringere Menge ihrer ausländischen Währung zur Verfügung. Diese Länder verpassen viel beim internationalen Handel. Die Zahlungen werden einfach viel komplizierter. Natürlich verkaufen wir seit der Corona Krise weniger rote Zwiebeln, aber ich denke, dass die Probleme bei der Bezahlung die größten sind, die das Coronavirus mit sich gebracht hat", sagt Lindert abschließend.

Für weitere Informationen: 
Lindert Moerdijk
MSP Uienhandel
lindert.moerdijk@msp-onions.com  
www.msp-onions.com      


Erscheinungsdatum:



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