Cedric Timo (Grassfields Trading) zum Import afrikanischer Lebensmittel

"Schwierige Luftfrachtsituation hat sich nahezu normalisiert"

Die Anzahl der Flüge und damit auch die Luftfrachtkapazität wurde im Zuge des Corona-Ausbruchs rasch abgebaut. Dies habe sich gravierend auf die Zufuhr von afrikanischem Obst und Gemüse nach Europa ausgewirkt. "Auch in unserem Hauptbezugsland Kamerun war die Kapazität eine Zeit lang recht begrenzt. Dies hat zu entsprechenden Engpässen bei frischen Lebensmitteln geführt", bestätigt Cedric Timo, Importeur und Großlieferant afrikanischer Erzeugnisse und Geschäftsführer der Firma Grassfields Trading in Ravensburg.


Auszug aus dem vielseitigen Obst- und Gemüsesortiment der Firma Grassfields

"Im Mai konnten wir wegen der schwierigen Beschaffungssituation kaum Ware aus Kamerun und benachbarten Ländern beziehen. Ab Ende Juni hat sich der Knoten dann nach und nach gelöst, mittlerweile können wir nahezu mit gewohnten Ankünften an Flugwaren rechnen. Da wir vorwiegend mit Festpreisen arbeiten, hat sich die Preissituation nicht groß geändert", so Timo.

Dennoch liegen die Fluggebühren immerhin über dem Vorjahresniveau. "Im Vorjahr lag der Gebühr pro Kilo Flugware im Schnitt bei 1 Euro, während des Lockdowns um 1,60 Euro. Mittlerweile sind die Gebühren wieder auf 1,20 Euro/kg gesunken", ergänzt der Direktimporteur, dessen Flugware vorwiegend in Brüssel eintrifft und in der Nähe von Bruchsal kommissioniert wird.


Amarant-Blätter und Bitter-Cola-Nüsse

Kapazitäts- und Sortimentserweiterung
Vor gut zwei Jahren gründete der gebürtige Kameruner die Grassfields Trading um verschiedene Lebensmittel aus seiner Heimat nach Deutschland zu bringen und an Wiederverkäufer und Facheinzelhändler mit afrikanischen Wurzeln zu vertreiben. Die Resonanz sei gewaltig gewesen. Timo: "Mittlerweile habe ich meine Betriebsfläche etwa verdreifachen können. Darüber hinaus habe ich den Warenbezug um einige weitere Länder erweitert. Unsere Produktauswahl enthält inzwischen auch Produkte aus Ghana, Uganda, Rwanda und sogar Lateinamerika."

Im Zuge dessen habe sich auch auf Produktebene einiges getan. "Wir bieten beispielsweise seit kurzem kamerunischen Wasserspinat an, eine Gemüsekultur die im Vergleich zum handelsüblichen Spinat einen deutlich höheren Wassergehalt hat. Auch neu in unserem Sortiment sind die Amarant-Blätter aus Togo."


Neben dem Großhandel betreibt Cedric Timo seit Ende 2019 auch einen Online-Shop namens Camerootz. Auch dieser B2C-Absatzkanal hat guten Anklang gefunden: Renner im Online-Bereich seien vor allem Gewürze und Mehlprodukte.

Weiteres Wachstumspotenzial
Außer afrikanischen Großabnehmern hat Timo durch die erweiterte Produktauswahl einen ganz neuen Absatzmarkt erschließen können. "Wir haben festgestellt, dass in der lateinamerikanischen sowie asiatischen Küche zum wesentlichen Teil die gleichen Produkte verwendet werden. Zeitgleich wird dieses Marktsegment bislang noch zu wenig bedient. Das ist für mich als Anbieter natürlich besonders vorteilhaft."

Obwohl es innerhalb der Bundesrepublik noch eine Welt zu gewinnen gibt, sieht Timo auch Chancen im nahen Ausland. "Wir bekommen viele Anfragen aus Österreich und in der Schweiz haben wir bereits einige Kunden gewinnen können. Längerfristig sehe ich gegebenenfalls auch Chancen in Norditalien. Weiteres Wachstumspotenzial ist also sowohl im In- als auch im Ausland offensichtlich vorhanden."

Weitere Informationen:
Grassfields Trading
GF: Cedric Timo  
Hüttenweg 13 – D 
88213 Ravensburg
Mobil +49 176 57925344
E-Mail: contact@grassfields-trading.com 
www.grassfields-trading.com     


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