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AMA Marktbericht Juli 2020:

Österreichischer Kartoffelmarkt in Schieflage - freie Ware nahezu unverkäuflich

Saison 19/20 abgeharkt, akkurater Übergang bei Tafeläpfeln: Nach den vergangenen, für heimische Apfelbauern und Vermarkter wirtschaftlich sehr schwierigen Jahren, endet die laufende Saison durchaus versöhnlich. Von Anfang der Kampagne an war die Nachfrage nach österreichischen Tafeläpfeln hoch. August bis Dezember 2019 wurden knapp doppelt so viel österreichische Tafeläpfel vermarktet als im korrespondierenden Vorjahreszeitraum und auch im neuen Jahr hielt das Interesse unvermindert an. Corona- bedingte Einlagerungen der Haushalte befeuerten den ohnehin schon starken Abverkauf zusätzlich. In keinem anderen Monat wurden mehr Äpfel verkauft als im März dieses Jahres.

Hier geht es zum vollständigen Marktbericht.

Der durchschnittliche Kilopreis aller Sorten, über das gesamte Wirtschaftsjahr betrachtet, wertete mit plus 24 % zum Vorjahr auf äußerst passablen Niveau. Auch im Juli stellten die an die Agrarmarkt Austria gemeldeten Großhandelspreise für Tafeläpfel, konventionell, keine Ausnahme dar und zogen weiter an. Restbestände der Sorte Gala wurden, in handelsfertiger Aufmachung, mit durchschnittlich 0,97 EUR/kg, +3 % zum Vormonat, gehandelt. Golden Delicious brachte 0,84 EUR/kg und erreichte damit den höchsten Stand seit 22 Monaten. Für Jonagold wurden ab Rampe 0,90 EUR/kg, +5 % angeschrieben und damit verdoppelte sich der Abgabepreis zum korrespondierende Vorjahreswert.

Der heimische Lagerbestand an Tafeläpfeln betrug mit Stichtag 01.07. 12.433 t. Abseits von Golden Delicious sind damit so gut wie alle relevanten Sorten österreichischen Ursprungs abverkauft. Die Rahmenbedingungen für eine weitere Marktstabilisierung und einen erfolgreichen Saisonstart sind, auch hinsichtlich europaweit gemäßigter Ertragsaussichten für 2020/21, durchaus gegeben.

Karottenmarkt im Gleichgewicht
Der Saison entsprechend liefen die Geschäfte in ruhigen Bahnen und auch bei den Bewertungen hatte sich nicht allzu viel bewegt. Die niederösterreichischen Erzeugerpreise für verkaufsfähige Ware gepackt im 5kg Gebinde, stagnierten mit durchschnittlich 47,50 EUR/dt nach wie vor auf akzeptablen Niveau. Die Großhandelspreise der Agrarmarkt Austria verfestigten sich mit 0,63 EUR/kg gegenüber dem Vormonat um 5 %.

Zwiebelpreise unter Druck
Europaweit sind ausreichend Zwiebeln von guter Qualität am Markt. Dementsprechend verhalten gestalteten sich zuletzt die Exportgeschäfte. Zeitgleich ließ der vergleichsweise geringe Bedarf der Gastronomie im Besonderen den Absatz von großen Kalibern einbrechen. Gegen Monatsende bewegten sich daher die niederösterreichischen Erzeugerpreise der Marktlage entsprechend abwärts und schliffen sich zunächst mit durchschnittlich 16,50 EUR/dt auf niedrigem 2017er Niveau ein.

Heimischer Erdäpfelmarkt in Schieflage
Das zu schlussendlich doch wüchsige Frühjahr bescherte gute bis sehr gute Erträge bei heimischen Frühkartoffeln. Auch die Anschlusssorten zeigten mit starken Rodeergebnissen auf. Alleine der Absatz, insbesondere für die heuer reichlich vorhandenen Übergrößen, fehlt. Während Haushalte nach wie vor kaufen, sind die traditionell so wichtigen Horeca- Absatzmärkte mangels Auslastung nahezu blockiert.

Die niederösterreichischen Erzeugerpreise waren daher angebotsbedingt auch im Juli auf Talfahrt und unterstrichen mit einem manifesten Preisverfall den Negativtrend des Vormonats. Während zu Monatsbeginn noch 20,00 EUR/dt, mittelfallend, realisiert werden konnte, ging die durchschnittliche Bewertung gegen Ende mit 12,00 EUR/dt um 40 % in die Knie. Damit ergab sich eine 200%ige Preisminderung zum zugegebenermaßen starken Vorjahrespreis. Nennenswerte Exporte, die den heimischen Markt Entlastung bringen könnten, finden aufgrund des schwierigen internationalen Umfelds, kaum statt. Freie Ware ist nahezu unverkäuflich.

Wo die Reise hingeht, vermag zur Zeit niemand zu sagen, da die Ernte von Mittel- und Spätsorten nach wie vor im Gang ist. In Anbetracht der Corona- bedingt sehr gut gefüllten (Tiefkühl-) Läger und der aktuellen Preisentwicklung wird die heurige Saison für viele Landwirte wohl jetzt schon zur Herausforderung.

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