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Heinz Schacht (Fruchtgroßhandel Schacht) zur Corona-Krise

"Das Tief scheint nun erstmal überwunden zu sein"

Während gewisse Frischeprodukte am Anfang der Krise "gehamstert" wurden, sei bei den Äpfeln und Birnen von einem Absatzplus keine Rede gewesen. "Wir haben die Krise in dem Sinne nicht groß gespürt, es werden bislang fast normale Mengen gehandelt", bestätigt Heinz Schacht (rechts im Bild), Inhaber der Johannes Schacht Fruchtgroßhandel GmbH mit Sitz in Jork.

Der Wegfall der Gastronomie habe sich auch am Großmarktstand der Firma Schacht in Hamburg bemerkbar gemacht. "Stattdessen hat sich der Absatz vorwiegend auf den ambulanten Handel, sprich den LEH und die Wochenmärkte verlagert. Insgesamt hat sich das Ganze so gut wie ausgeglichen." Nun bereitet man sich auf die Wiedereröffnung der Gastronomie vor, welche bald stattfinden soll. "Das Tief scheint nun erstmal überwunden zu sein."

Speziell im Apfel- und Birnenbereich sei die Auswirkung der Krise bislang beschränkt gewesen. Schacht: "Genauso wie in anderen Produktbereichen gab es etwas mehr Druck auf den LEH, weil wir die Ware teilweise nicht so schnell dahin transportierten konnten. Da wurde die Logistik zum Teil vor massive Herausforderungen gestellt."

Hohe Preise, niedrige Lagerbestände
Diese außergewöhnliche Bedingungen haben sich laut dem Fachgroßhändler nur beschränkt auf den Kernobst-Markt ausgewirkt. "Das Preisniveau bei den Äpfeln liegt dieses Jahr etwas höher wie im Vorjahr. Dies liegt aber nicht an der Krise, sondern an den geringeren Lagerbeständen. Derzeit liegen handelsübliche Sorten wie Elstar zwischen 1,10-1,20 Euro/kg. Clubsorten scheinen preislich dahingegen etwas weniger von der Situation zu profitieren. Kanzi wird nun beispielsweise um 1,80 Euro/Kg gehandelt. Im Vorjahr war die Situation genau umgekehrt: Denn wir hatten üppige Lagerbestände und weitaus geringere Preise. Daher konnten alterntige und neuerntige Äpfel teilweise gleichzeitig gehandelt werden. Dieses Jahr wird die alte Ernte am Anfang der neuen Saison schon längst verschwunden sein."

Heimische, möglichst regionale Äpfel aus dem umliegenden Alten Land bilden seit jeher die Kernkompetenz des Unternehmens. Neulich hat es auch in den dortigen Anlagen Nachfrost gegeben. "Ob und inwiefern sich der Spätfrost auf die Äpfel ausgewirkt hat, können wir erst im Juli feststellen. Bis dahin können wir den Fruchtansatz dann entsprechend beurteilen." Dies gilt auch für die Birnen, deren Blüte vor der Apfelblüte stattfindet. Momentan sieht es so aus als haben die Birnen nicht unter dem Frost gelitten. Bei den heimischen Kirschen wird es dahingegen vor allem bei den Frühsorten offensichtliche Einbußen geben."

Erdbeeren: Kleine Lücke kündigt sich an
Derzeit steht auch bei der Firma Schacht die Erdbeere im Vordergrund. "Derzeit findet der Übergang zur heimischen Freilandware statt. Die Ware aus geschütztem Anbau wird nun rasch weniger, heimische Freilandware kommt erst ab nächster Woche voll auf dem Markt. Eine kleine Versorgungslücke und entsprechende Preiserhöhungen sind deshalb nicht auszuschließen", heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Johannes Schacht Fruchthandels-Gesellschaft mbH
Heinz Schacht
Gehrden 96
21635 Jork
Telefon: 04162 484
Telefax: 04162 8476
Großmarkt Hamburg: 040 338639
[email protected] 
www.schacht-fruchtgrosshandel.de 

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