Kirgisische Zwiebeln auf der Suche nach einem europäischen Absatzmarkt

Erwartungsgemäß dürften die niederländischen Zwiebelvorräte in den kommenden Monaten auslaufen. Der heiße, trockene Sommer hat diese Kulturen dezimiert, was den Exporteuren außerhalb Europas Möglichkeiten bietet. Auch Exporteure aus Kirgisistan sehen diese Chancen. Und sie brauchen sie - ihre Lager sind voll.

"Von 2014 bis 2017 hatten wir einen guten Markt für Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln, die in unsere Nachbarländer wie Russland und Kasachstan gingen", sagt Abdykerimov Eldiar. Er handelt insbesondere mit Pflanzkartoffeln der Klasse E. Diese importiert er aus den Niederlanden und verteilt sie dann an die Bauern.

Seit der Saison 2018/2019 sind die Exporte in diese Länder deutlich zurückgegangen. Dies ist auf den Ausbau dieser Kulturen in Kasachstan und Russland zurückzuführen.

"Die Zwiebel- und Kartoffellager sind immer noch voll und die Preise sind extrem niedrig", sagt Abdykerimov. "Die Landwirte befinden sich in einer großen Krise. Wir sind auf der Suche nach neuen Kunden, zum Beispiel in Europa." Er nennt einige Zahlen zu den gelagerten Produkten: 500.000 Tonnen Kartoffeln, 250.000 Tonnen Zwiebeln und 70.000 Tonnen Knoblauch. Der aktuelle Preis auf dem lokalen Markt variiert zwischen 0,12 - 0,18€.

"Wir haben immer noch Zwiebeln von guter Qualität in den Größen 40mm und 100mm auf Lager", erklärt er. Der Großteil des Bestandes - etwa 90% - besteht aus gelben Zwiebeln. Es gibt auch eine kleine Anzahl an roten Zwiebeln.

Die Exporteure in diesem Land sind verzweifelt auf der Suche nach neuen Käufern. Diese Käufer müssen entweder in der Lage sein, die Zwiebeln und Kartoffeln auf dem europäischen Markt zu verkaufen oder sie müssen sie an andere Orte wie Afrika weiterleiten. "Wir wissen, dass es in Europa aufgrund des heißen, trockenen Wetters ein begrenztes Angebot gibt", sagt Abdykerimov.

Der Transport dauert zehn bis zwölf Tage. Laut Abdykerimov gibt es auch Kühl-LKWs, die er bei seinen Pflanzkartoffeln, die er importiert, verwendet. "Kirgisistan hat auch von der Europäischen Union einen APS+-Status erhalten. Das bedeutet, dass bei der Zolldeklaration der Zwiebeln keine Steuern zu zahlen sind", sagt der Unternehmer abschließend.

Für weitere Informationen:
Abdykerimov Eldiar
Head of IE "Abdykerimov Eldiar"
Kirgisistan, Bishkek
+996556810100 mob, w/a.
eldiar.abdykerimov@mail.ru


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