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Schleswig-Holstein: Kürbis-Erträge besser als im Vorjahr

In diesem Jahr gibt es in Schleswig-Holstein mehr Kürbisse als im Vorjahr. Grund sind die trockenen, warmen Bedingungen sowohl zur Blüte im Mai als auch über den Sommer bis zu Ernte. Dort, wo der dicke Geselle reichlich mit Wasser versort war, waren gute Erträge zu verzeichnen. Nach Erzeugerschätzungen 50 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Wegen der Trockenheit sind die Früchte jedoch etwas kleiner als im feuchten Jahr 2017. Der Kürbis liebt warmes, trockenes Wetter.

Die Ernte setzte aufgrund der sommerlichen Witterung bereits Mitte August ein und war bereits Anfang September beendet. Auch die Verkaufssaison begann damit früher, nämlich schon Mitte August. Jetzt im Herbst erleben die Kürbisse nochmal einen Verkaufshöhepunkt. Überall in den Supermärkten und in der Direktvermarktung in Hofläden und auf den Wochenmärkten und in Restaurants sind sie zu finden. Ein Großteil der Kürbisse wird in Schleswig-Holstein direkt vermarktet.

Der Preis der klassischen Speisekürbisse Hokkaido und Butternut liegt derzeit im Supermarkt zwischen 1 und 2 Euro je kg.

Der Hokkaido und Butternut sind aufgrund ihres fein süßlichen und nussigen Geschmacks besonders beliebt. Sie sind aus der Küche und von den Speisekarten der Restaurants nicht mehr wegzudenken. 

In der Landwirtschaft setzt so mancher Direktvermarkter auch auf den eignen Anbau. Grund für die Landwirtschaftskammer einige Kürbissorten auf ihre Anbaueigenschaften näher untersucht zu haben. Die Hokkaido-Sorten, insbesondere die Sorte Orange Summer konnten im Anbau ertraglich überzeugen. Die Butternut Sorte Sibille hatte zwar geringere Erträge ist dafür aber besonders krankheitsunanfällig. Sie sieht toll aus und hat einen hohen Fruchtfleischanteil. Für den Verbraucher sind Hokkaidokürbisse und Butternutkürbisse interessant, da sie mit Schale verarbeitet werden können.

Die aktuellen Zahlen für 2018 liegen leider noch nicht vor. Es ist wegen des Wetters von einer größeren Anbaufläche als im nassen Jahr 2017 auszugehen (2017: 67,5 ha und Ertrag 139,8 dt/ha). 2016 waren es nach Angaben des Statistikamt Nord 94 ha und rund 208 dt/ ha Ertrag im Schnitt. Seit 2007 ist die Anbaufläche stetig gestiegen (53 ha /Ertrag 333,5 dt/ha). Allerdings liegt sie heute mit unter 100 ha immer noch im Nischenbereich.

Auf Datenbasis des Statisktikamtes ist zu erkennen, dass auf lange Sicht im Kürbisanbau um 2012 ein Wechsel in der Sortenwahl stattgefunden hat. Hin zu kleineren, weniger schweren, küchentauglicheren Sorten wie Hokkaido und weg von den „Zentner-Kürbissen“, die hauptsächlich zum Einmachen verwendet wurden. Sinkende Durchschnittserträge und Anmerkungen von Kürbisanbauern zu den Erhebungen bestätigen dies. Die schwachen Erträge 2017 sind allerdings nur dem nassen Wetter geschuldet. So niedrige Erträge sind bisher noch nie ermittelt worden. Das sonnenreiche Jahr 2018 lässt, vorausgesetzt es war Wasser vorhanden, bessere Kürbis-Erträge vermuten.

Die meisten der rund 800 verschiedenen Kürbissorten weltweit sind essbar. Sie sind gut lagerfähig, Frost vertragen sie allerdings nicht. Wichtig ist, dass der Kürbis kühl und trocken bei 10 bis 15 °C gelagert wird. So kann der Verbraucher ihn über den Herbst hinaus bis in den Winter hinein verzehren.

Für weitere Informationen:
Daniela Rixen
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Tel: +49 (0) 43 31-9453-110
E-Mail: drixen@lksh.de


Erscheinungsdatum:



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