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Gesamtproduktion europäischer Äpfel weist Rückgang von 2% auf

Zu Beginn der neuen Saison europäischer Äpfel, zeigt die Gesamtproduktion eine Reduzierung von einem Prozent. Das Preisniveau teilt den Markt offensichtlich in zwei Teile. Der Markt für frische Äpfel ist besser als im vorigen Jahr, während der Markt für Industrieäpfel zusammengebrochen ist.

Die gesamte Produktion in Europa liegt bei 11,3 Millionen Tonnen, das ist ein Rückgang von 2% im Gegensatz zum vorigen Jahr. Das Gesamtvolumen verbirgt jedoch die unterschiedlichen Entwicklungen in verschiedenen Mitgliedstaaten. Obwohl Polen ein kleines Plus verzeichnet, ist die Ernte in großen Teilen von Zentral- und Osteuropa durch einen späte Frostperiode dezimiert. Schnee und Frost im April reduzierten die Ernte in Slovenien, Österreich, Slowakei, Kroatien, Tschechische Republik und Ungarn. In Österreich wurde die Ernte am schlimmsten getroffen. Die Produktion notiert einen Rückgang von 82%.



Rumänische Rechtsvorschrift
Der Schaden in den anderen Länder ging von 8% bis 78% der Ernte. Für die angrenzenden Länder bietet diese Situation die Möglichkeit, den Export zu diesen Märkten auszubauen. Außer Polen gibt es aber noch mehrere Länder, die ein Plus des Volumen verzeichnen. Deutschland, Spanien, Rumänien, Spanien, Griechenland und das Vereinigte Königreich haben größere Ernten reingefahren. In verschiedenen Ländern resultiert dies in neue, in Produktion genommene Plantagen. Dieses gilt z. B. für Polen. In Ländern wie Deutschland, Spanien und Rumänien erholte die Ernte sich von schlechteren Resultaten im vorigen Jahr.

Die Europäische Union ist einer der Marktführer auf dem Gebiet von Apfelproduktion. Innerhalb der EU gibt es fünf Länder, die zusammen für 77% der Produktion verantwortlich sind. Das sind Polen (30%), Italien (20%), Frankreich (13%), Deutschland (9%) und Spanien (5%). Die spanische Anbaufläche geht stetig zurück. Die Produzenten roden die Apfelbäume um Steinobst zu pflanzen. Rumänien hingegen kann in der Rangliste steigen. Die Regierung hat einen Vorschlag angenommen, dass der Einzelhandel per 1. Januar 2017 minimal 51% des Obstvolumen aus einer kurzen Lieferkette - 'short supply chain' - verkauft. Das kann eine Stimulans für die inländische Obstproduktion sein.



Neue Sorten
Etwa 25 Sorten werden in Europa gewerbsmäßig produziert. Diese Sorten erbringen zusammen einen Ertrag von mehr als 10.000 Tonnen, darunter sind Sorten wie Golden Delicious, Gala und Idared, von dem am meisten produziert wird. Das Muster unterscheidet sich jedoch pro Mitgliedsland. Der Golden Delicious ist in Italien, Frankreich und Spanien der Größte, der Elstar ist der bei weitem Größte in Deutschland und den Niederlanden. Idared für seinen Teil ist der Größte in Polen und Ungarn. Der Gala, der in der Top 3 der am meisten produzierten Sorten steht, ist in keinem der Mitgliedstaaten der Größte. Den Marktanteil neuer Sorten wie Pink Lady, Kanzi, Rubens, Tentation und Kiku sieht man steigen. In den Niederlanden haben diese neuen Sorten einen Anteil von 10%. 

Neben der gewerblichen Produktion gibt es auch eine nicht gewerbliche Produktion. Nicht alle Mitgliedstaaten sind im Besitz von Zahlen dieser Form von Produktion, aus verfügbaren Zahlen geht jedoch hervor, daß diese Produktion steigt. Auf jeden Fall in Deutschland und Ungarn. Insgesamt wird mit einem Wachstum von 16% gerechnet, was 1,24 Millionen Tonnen Äpfeln entspricht. Das ist ausreichend, die Verluste in Österreich, Slovenien und der Tschechischen Republik zu kompensieren. 



Import über die Niederlande und UK
Der größte Teil der Äpfel bleibt innerhalb der europäischen Grenze. In den letzten fünf Jahren wurden durchschnittlich 2,2 Millionen Tonnen Äpfel innerhalb der Mitgliedstaaten gehandelt. Dem stehen 400.000 bis 800.000 Tonnen, die von außerhalb der EU eingeführt wurden, gegenüber. Das entspricht ca. 3% bis 6% vom Volumen. Es wird erwartet, daß aufgrund der viel niedrigeren Ernteerträge in den osteuropäischen Ländern ein höherer Import aus Nachbarländern stattfinden wird. 

Auf dem Gebiet des Imports sind drei Länder für 70% der Zufuhr verantwortlich. Die Länder befinden sich alle in den südlichen Hemisphären. Der Handelsstrom findet vor allem außerhalb der europäischen Saison statt. Das Vereinigte Königreich und die Niederlade sind für 58% dieses Imports verantwortlich. Die Niederlande fungiert für die Äpfel als Transithafen zum Europäischen Hinterland, der größte Teil wird exportiert. 



Geschlossene Grenzen Russland
Der ExporteEuropäischer Äpfel wird dieses Jahr etwas steigen. Dadurch, daß die Grenzen zu Russland geschlossen sind, sind die Mitgliedstaaten auf der Suche nach anderen Märkten in Osteuropa, Nordafrika, dem Mittleren Osten und Brasilien. Die Länder hatten hiermit wechselnde Erfolge. Am erfolgreichsten war der Export von Gala, Granny Smith, Golden Delicious und Red Delicious. Zudem waren Länder, die bereits vor der Schließung der Grenzen zu Russland mit der Erschliessung neuer Märkte beschäftigt waren, erfolgreicher in der Öffnung neuer Märkte. Die wichtigsten Exportmärkte 2015/2016 waren Weißrussland und Algerien. Die größten Exporteure, verantwortlich für 90% der europäischen Ausfuhr, sind Polen, Italien, Frankreich, Litauen und Griechenland. 

Normalerweise hat die EU keine Regelungen, Produkte vom Markt zu nehmen aber als Konsequenz desrRussischen Boykotts hat die EU 2014 Interventionsmaßnahmen eingestellt. 2014 wurden mehr als 14 Millionen Tonnen Äpfel vom Markt genommen. Das Volumen verringerte sich in den Jahren danach. Zwischen Juli 2015 und 2016 wurden 100.000 Tonnen vom Markt genommen. 

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