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Chinesischer Import steigt

Größerer Zustrom nach Engpass im Herbst

Nach einer Periode mit wenig Ananaszustrom aus Costa Rica und erhöhten Preisen ist die Ruhe auf dem Markt zurückgekehrt. Es ist sogar die Rede von Überschuss. Auch in der VS ist die Anfuhr hoch und die Preise niedrig. Lateinamerika macht sich hierüber keine Sorgen. Die Exportziffern aus Costa Rica zeigen die geringere Produktion auf und andere Länder in der Region setzen auf Ananaszucht ein. Auf der anderen Seite des Stillen Ozeans hoffen die momentan dominierenden Landwirte aus den Philippinen von der steigenden Nachfrage aus China profitieren zu können. Auch Malaysia richtet sich auf diesen gigantischen Markt. Australien hat eine recht gute Saison hinter sich.

Malaysia will grösseren Weltmarktanteil 
Der Malaysische Ananassektor strebt einem Weltmarktanteil von 5% nach, so informierte das Malaysian Pineapple Industry Board (LPNM) eher diesen Monat. Die Grundfläche muss bis auf 15.000 Hektar steigen, das würde jährlich 700.000 Tonnen Ananas erbringen. 3.500 Hektar hiervon muss in Sarawak zu finden sein mit einer Produktion von 150.000 tonnen pro Jahr. Momentan ergibt die Grundfläche in Malaysia 10.319 Hektar mit insgesamt 412.720 Tonnen. Der Ananasexport richtet sich vor allem auf den asiatischen Markt, wie Japan und Südkorea. Ausserdem liegt Zugang auf den chinesischen Markt in der Planung. Auch der Mittlere Osten wird als guter Absatzmarkt für Ananas gesehen. Ein Exporteur erzählt, dass 20% seines Absatzes in islamitische Länder geht. Sein Vorteil hierbei ist die direkte Transportverbindung und sein Halalgütezeichen. 



Philippinische Ananas geliebte Ware in China
Seit Oktober ist der Markt gut. Wichtige Exportmärkte sind China (Shanghai) und der Mittlere Osten. Ein Exporteur berichtet wöchentlich zehn bis fünfzehn Container nach Iran zu verschiffen, das waren vormalig drei bis vier. Hierzu haben iranische Feiertage beigetragen. China nimmt sechzig Container pro Woche ab.

Nach dem Produktionseinbruch nach El Niño ist der Anbau wieder auf dem alten Niveau. Hierdurch sind die Preise verringert, verglichen mit vor einigen Monaten. In Dubai brachte damals ein Karton Ananas 70 Dollar auf. Die Inselgruppe produziert gute 160 Container pro Woche. Zwischen Juli und September blieb die Produktion hängen bei weniger als 50 Containern, im Gegensatz zu 100 Containern im letzten Jahr. Grosse Nachfrage aus China wird die Produktion noch weiter steigeren. "Momentan werden 300 bis 400 Container gefragt, aber können die Philippinen nur 150 bis 160 Container die Woche liefern."

Vietnamesische Exportsaison vorbei
Ein Landwirt aus Vietnam erzählt zwei Sorten zu züchten, ausschliesslich für den Frischmarkt: Smooth Cayenne und Natal Queen. Da aber die Produktionskosten der Natal Queen recht hoch sind, richtet er sich mehr auf die Smooth Cayenne. Die Saison läuft von April bis September. Er züchtet Ananas auf 3000 Hektar im Süden von Vietnam, vor allem Tien Giang und Long An. Ein Exporteur berichtet jährlich 40.000 Tonnen zu vermarkten, grösstenteils in die VS, nach Japan, Korea, Vereinigte Arabisch Emirate, Katar, Russland und die EU.

Chinesischer Import steigt
Der Chinesische Import von Ananas steigt. Die Philippinen tragen hier 88% des Marktanteils, danach Taiwan mit 12 Prozent. Es gibt auch noch einige kleinere Zulieferanten wie Thailand mit einem Marktanteil von 0,3 Prozent. Zwischen Januar und Mai importierte das Land 24.931 Tonnen aus den Philippinen, das sind 65% mehr als letztes Jahr. Die Ananas aus den Philippinen ist länger haltbar als die aus Taiwain, was der Inselgruppe einen grossen Vorteil liefert. Ausserdem können sie das ganze Jahr liefern. Die Saison in Taiwan läuft von Mai bis Oktober. Der Preis liegt dieses Jahr um die 90 Yuan (12,80 Euro) pro 12 kg Karton.
Costa Rica will auch auf den chinesischen Markt. Die Verhandlungen hierzu laufen bereits seit 2014 und eine Delegation aus China besuchte im Oktober das mittelamerikanische Land. 

Australien: Überschuss durch Saisonsüberschneidung
Nicht für alle Beteiligten war die Ananassaison günstig. Ein Landwirt aus Brisbane berichtet über die enttäuschende Ernte. Er pflückte 500 anstatt der gewohnten 600 Tonnen. In Sidney lagen die Preise auch zwei bis vier Dollar niedriger. Das Wetter spielte hierbei eine grosse Rolle. Letztes Jahr zwischen Oktober und Januar gab es eine Hitzewelle. Danach fiel sehr viel Regen und im August senkten sich die Temperaturen auf unter null; sehr ungünstig für die Ananas. Im Norden von Queensland ist die Ananasernte voll im Gang. Die Dürre ist allerdings noch Grund zur Sorge, es fiel in den letzten Monaten ein Viertel des gewöhnlichen Niederschlages. Hierdurch entsteht Wassermangel und wird die Erntemenge die kommenden Wochen noch mehr zurückgehen bis im Januar die Saison für diese Region vorbei ist. 

Auf dem Markt gibt es moment einen Überschuss von Ananas durch Überschneidung in der Produktion aus dem Süden und Norden des Landes, was sich allerdings nicht positiv auf den Preis auswirkt. 

Vor einigen Monaten machten Australische Landwirte sich Sorgen über Krankheitsübertragung durch Import aus Malaysia, aber die Ruhe ist zurückgekehrt. Einfuhr aus Malaysia ist gestopt und Züchter berichten schon einige Zeit nichts mehr von Infektionen gehört zu haben. 

Lateinamerika - mehr Ananas
Neben Costa Rica wird auch in anderen Ländern der Region Ananas angebaut. Panama ist ein kleiner Spieler und sein Anteil wächst nicht. Ecuador hat Pläne. Die Exportziffern bis September 2015 zählten 43.326 Tonnen. In 2014 kam der Export auf insgesamt 57.380 Tonnen. Seitdem die EU und Kolumbien ein Freihandelsabkommen geschlossen haben, kommt auch mehr Ananas von dort nach Europa. Allerdings sind Importeure nicht zu sprechen über die Qualität. 

Costa Rica produziert wieder
Die niedrigere Anfuhr aus Costa Rica, die im Herbst die Stimmung auf dem Weltmarkt belasteten, ist zurückzufinden in den Exportstatistiken. Der rückläufige Trend im Gegensatz zu 2014 begann bereits im Juni, als für 68,9 Mio Dollar exportiert wurde. Im Vorjahr waren es 76.2 Mio Dollar. Das Land hat 170 Exporteure die grösstenteils die VS beliefern. Dieser Markt trägt 53 Prozent der Ausfuhr. Die EU ist mit 44 Prozent zweiter Platz. Es gibt insgesamt 550 Produzenten und eine Gesamtgrundfläche von 38.000 Hektar. 


Produktionsregionen in Costa Rica.

Exporteure in Costa RIca denken, dass sie gute Preise hantieren können in Europa, trotz des veränderten Wechselkurses Dollar-Euro. Laut des Bundes für Ananasexporteure stieg der Wert des Exportes letztes Jahr mit 7,5 Prozent und das Volumen stieg mit 8 Prozent. Die Landwirte in Costa Rica pflanzen im Moment viel an. Das wird im Jahr 2017 wahrscheinlich resultieren in höhere Produktionen. 

Grosse Anfuhr drückt die Stimmung in Belgien
Ein Überschuss an Ananas beeinträchtigt die Stimmung des belgischen Marktes. Innerhalb verschiedener Preisklassen sind grosse Mengen verfügbar. Laut einem Händler ist nicht vorauszusagen, ob der Zustrom in den kommenden Wochen auf diesem Niveau bleibt. Der Engpass, der den Weltmarkt vor einigen Wochen beeinflusste, ist beendet. "Seit vierzehn Tagen ist der Markt komplett umgeschlagen. Durch den grossen Zustrom liegt ernsthafter Druck auf dem Handel," so ein Händler. Alle Lieferungen kommen auf den Markt und drücken Preis und Stimmung. Nach dem Jahreswechsel wird eine Abnahme des Zustroms erwartet. 

Niederlande: mehr Anfuhr nach Periode von Engpässen
Im Herbst erzeugte der niedrige Zustrom von Ananas gute Preise für Händler. Es wurde lange mehr als 10 Euro pro Karton gezahlt. Aber wie auch in Belgien hat sich die Situation geändert; die grosse Zulieferung im Dezember drückt die Stimmung. Zu Weihnachten werden die Preise wohl noch ansteigen und Importeure hoffen auf gute Nachfrage an den Feiertagen. Die schlechten Voraussichten in Costa Rica treiben manche Importeure in andere Produktionsländer, wie z.B. Ecuador. Laut einigen Importeuren wird die negative Tendenz wohl auch übertrieben. 

Französischer Markt traditonell ruhig
Die Nachfrage in Ananas nimmt gegen Ende November traditionell ab. so auch dieses Jahr, aber die Anschläge in Paris drückte die Stimmung noch mehr. Händler mussten ihr Bestes geben, um die Ware auf den Markt zu bringen bevor die Qualität das nicht mehr zu liess. Diese Situation gilt im Übrigen auch für anderes Obst. Der Konsument scheint weniger in den Supermarkt zu gehen. Die billigste Ananas bringt fünf bis sechs Euro pro Karton auf. "Das ist die Ware, die wir wegschmeissen, wenn sie nicht verkauft wird, weil sie schon eine Woche steht," berichtet ein Händler. Frisch angekommene Ananas erbringt acht Euro pro Karton. Erwartet wird eine Verbesserung im Januar. "Wir hoffen, dass es vor Weihnachten noch besser wird." 

Duitse markt kleiner
In den letzten Wochen sind die Preise für Ananas sehr gesunken. Das kam unter anderem durch den grossen Zustrom. Wie der Markt zu Weihnachten hin reagiert, ist nicht vorauszusagen. "Durch Markting, das Wetter oder ein Schiff mit Verspätung kann der Markt schnell verändern," erklärt ein Händler. Verschiedene Importeure erwarten im ersten Vierteljahr von 2016 einen niedrigeren Zustrom.

Schweitzer Unternehmen präsentiert Fairtrade Ananas
Nachdem das schweizer Unternehmen HPW 2003 die erste Fairtrade Ananas aus Ghana auf den Markt brachte, kommt es nun mit der ersten Fairtrade Ananas aus Panama. Hierfür arbeitet der Betrieb zusammen mit Tropical Fruit Company. Im Januar kommt die erste Ladung an in Rotterdam, danach folgt jede Woche eine Neue. Wichtigster Abnehmer ist der schweizer Supermarkt Coop.

Grosser Zustrom drückt auf Preise in VS
Durch den anhaltenden Zustrom von Ananas aus Costa Rica, bleiben die Preise in der VS tief. Diese Preise gelten für den Import aus Zentralamerika, aber auch für Ananas von mexikanischer Ostküste. Erwartet wird keine Marktveränderung bis Ende des Jahres, obwohl man auch ausgeht von einer eventuellen Abnahme. Der grosse Zustrom aus Costa Rica macht es mexikanischen Landwirten schwierig, um zu konkurrieren. Die letzte Zeit ist der Markt überflutet mit Ananas aus Costa Rica und Honduras, so ein Händler. In Kombination mit niedriger Nachfrage resultiert dies in tiefe Preise zwischen 5,50 Dollar und 7,50 Dollar für Mexikanische und 8 Dollar für Ananas aus Costa Rica, Ecuador und Panama. Die letzten vier bis fünf Jahre ist der Markt instabil, erzählt ein Händler. Die Preise gehen auf und nieder und um vorauszusagen, wie der Markt sich entwickelt, ist schwierig. "Der Markt ähnelt den letzten Jahren einer Achterbahn."

Jede Woche publizieren FreshPlaza und AGF.nl eine Übersicht der Marktsituation eines Produktes im weltweiten Kontext. Mit diesen Artikeln möchten wir den weltweiten Markt erfassen, der durch Globailisierung immer kleiner wird. Nächste Woche steht die Süsskartoffen zentral.

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