"César Ruescas: "Der Sektor muss sich vereinen, um wettbewerbsfähig zu sein"

Weltweite Beliebtheit von spanischen Zwiebeln steigt


César Ruescas, Manager von Ruescas Export.

Die Zwiebelsaison wurde, genau wie viele andere Hortikultur-Produkte, von ungünstigen Wetterbedingungen beeinflusst. Die Hitzewelle seit Mai und die Folgen von Stürmen haben die Erntemengen um 20 bis 30% verringert und auch zu kleineren Größen geführt. "Einzelhändler haben, weil es schwierig war, große Größen zu finden, den Produzenten hohe Summen gezahlt," erklärt César Ruescas von Ruescas Export während eines Besuchs von Freshplaza bei Einrichtungen des Unternehmens in Valencia. "Es wird weiterhin einen Mangel an großen Zwiebeln geben, fast bis zum Ende der Saison. Wenn es genug Länder gibt, die mittlere Größen akzeptieren, wird es kein Problem geben," fügt er hinzu.



Das Familienunternehmen wurde vor 28 Jahren von den Ruescas Brüdern gegründet, auch eine zweite Generation widmete sich den Zwiebeln. Heute verschiffen sie etwa 25 Millionen Kilo pro Jahr von ihren eigenen Feldern, sowie von Bauern, die unter Vertrag stehen und Drittparteien. Die Verkäufe gehen sowohl auf Großhandels-Märkte, als auch in Supermärkte. Für Ruescas Export beginnt die Erntesaison im April mit Frühlingszwiebeln, dann geht es im Mai weiter mit Babosa Zwiebeln und im Juni mit Medo Grano. Mit Grano Zwiebeln wird die Saison zwischen Juli und September beendet. Ab September werden die Grano Zwiebeln den ganzen Winter über in Kühlräumen gelagert.



Sie verkaufen das Produkt sowohl auf heimischen, als auch auf internationalem Level, wobei das Hauptziel Europa ist, obwohl auch jedes Jahr in Länder außerhalb der EU geliefert wird, vor allem nach Übersee. Auch importieren sie Zwiebeln aus Chile, um sie in europäischen Supermärkten anzubieten und süße Zwiebeln aus Peru für die Distribution auf dem spanischen Markt, wenn die Ernte in Spanien endet.



Brasilien, ein Markt, den man nicht außer Acht lassen darf
"Wir haben die Saison mit einer großen Nachfrage aus Brasilien begonnen, wohin wir große Mengen verschiffen, aber im September kam das zu einem plötzlichen Stopp, als die lokale brasilianische Produktion, mit genauso hohen Preisen wie die der Spanischen, auf den Markt gekommen ist. Momentan steigen die Verkäufe in das Land, das überwiegend nach mittleren Größen (60-80) fragt, wieder an."



Die Niederlande, der große Konkurrent in Preisen und Mengen
Während dieser Pause, sucht Ruescas nach Alternativen in Zwiebel-importierenden afrikanischen Ländern. "Das sind Länder mit einem hohen Zwiebel-Konsum. Aber es ist sehr schwierig sich dort auf dem Markt zu beweisen, weil die Niederlande, die günstigere Zwiebeln verkaufen, die somit besser zur Kaufkraft dieser Länder passen, einen sehr großen Marktanteil innehaben," erklärt er. "Der Sektor muss sich vereinen, um eine Verhandlungsstärke gegenüber Logistikoperatoren zu erreichen und dazu in der Lage sein, wettbewerbsfähigere Preise in diesen Ländern anbieten zu können."




César Ruescas zufolge werden "spanische Zwiebeln mit höheren Preisen angeboten, als die niederländischen, ihrem Hauptkonkurrenten, wegen der geringen Mechanisierung unserer Prozesse und dem Fakt, dass unsere Zwiebeln delikater und süßer im Geschmack sind mit einer weiteren Größen-Spanne, von 50 bis 120 mm und mehr, wohingegen andere europäische Länder kleinere Größen haben.



Nachfrage nach spanischen Zwiebeln wächst
Spanische Zwiebeln erlangen zunehmend ihren Ruf weltweit und die Nachfrage steigt stufenweise, das sagt César Ruescas. "Kunden erkennen allmählich, dass die Zwiebeln im Bezug auf die Qualität, mit einem weicheren Geschmack als die der Mitbewerber, überlegen sind. Auch in Spanien steigt der Konsum an, da es ein Standard-Produkt in der Küche ist. Auch der Anstieg des Konsums von süßen Zwiebeln für Salate macht sich bemerkbar."



Die größte Bedrohung für spanische Zwiebeln ist, César zufolge, der Fakt, dass einige europäische Länder ihre Produktion steigern und die Länder, die gerade erst der EU beigetreten sind wettbewerbsfähiger in Bezug auf Kultivierung und Marketing werden. Auch muss man erwähnen, dass die Länder aus dem südlichen mediterranen Raum ihre Exporte frei einführen können, ohne irgendwelche phytosanitären Kontrollten über die Herkunft.

"Ich denke es liegt voel Potential im Zwiebelsektor, solange wir uns der Nachfrage auf dem Markt anpassen können, was sowohl neue Sorten, als auch Verpackungsformate angeht, genauso wie Lebensmittelzertifikate wie IFS, GLOBALGAP, Naurt Choice, etc."


Für weitere Informationen:
César Ruescas
Ruescas Export, S.L.
T: +34 9612408907
comercial@ruescas.com
www.ruescas.com


Erscheinungsdatum:



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