Brandenburgs Obstbauern zelebrieren Start der Kernobsternte

Direktvermarktung neben LEH wichtigste Vertriebsform

Brandenburgs Obstbauern laden am kommenden Montag (14. September) zum letzten großen Saisonstart. Auf Einladung des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg wird Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger bei der Havelfrucht GmbH in Glindow zum Erntehelfer.

Vogelsänger: „25 Jahre Brandenburg sind ein guter Anlass, um gerade hier in Glindow Bilanz zu ziehen. All jenen, die damals auf den Trümmern des ‚Havelländischen Obstbaugebiets‘ den Mut hatten, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und mit einem eigenen Unternehmen an die große Tradition des Obstbaus in der Region anzuknüpfen, gilt auch heute noch unser größter Respekt. Unter schwierigen Bedingungen konnten so im Kernobstanbau Arbeitsplätze und Knowhow bewahrt werden. Heute hat in vielen dieser Gartenbaubetriebe bereits die zweite Nachwendegeneration das Steuer übernommen, die zu Recht darauf setzen kann, dass kurze Wege und damit Frische, eine lückenlose Qualitätskontrolle vom Baum bis zum Ladentisch und der Geschmack vertrauter Sorten immer noch das beste Verkaufsargument sind.“

Direktvermarkter suchen fleißige Erntehelfer
Zwar vermarkten die Glindower zu 100 Prozent über die Werder Frucht GmbH, für viele Brandenburger Gartenbauunternehmen ist aber die Direktvermarktung - sozusagen ab Hofladen und sogar ab Baum - neben dem Lebensmittelhandel die wichtigste Vertriebsform.

Für alle, die Zeit und Lust haben, soll deshalb der feierliche Saisonauftakt die Aufforderung sein, sich in einen der Obstbaubetrieb zwischen Dosse und Elster, Elbe und Oder aufzumachen, um den eigenen Apfel- oder Birnenvorrat aufzufrischen.

Havelfrucht GmbH Glindow
Mit immerhin 65 festen Arbeitskräften und 200 Saisonkräften gehört die Havelfrucht GmbH Glindow zu den prägenden Obstbaubetrieben des traditionsreichen Anbaugebiets. 2001 wurde das Unternehmen von Geschäftsführer Thomas Giese neu gegründet. Während anderswo die Bestände zurückgingen, erfolgten hier 2002 auf 50 Hektar Neupflanzungen mit Süßkirschen, Äpfeln, Pflaumen. 2006 kamen rund 150 Hektar aus dem Bestand der Werder Frucht Gartenbau GmbH hinzu, 2011 250 Hektar der Havelobst Bochow e. G. Seit 2012 ist der Betrieb Mitglied der Erzeugerorganisation Mecklenburger Ernte GmbH. Um noch mehr an der Wertschöpfung bei der Verarbeitung und Vermarktung gärtnerischer Produkte teilzuhaben, kam es in diesem Jahr zur Übernahme einer Obstpackstation in Glindow. Der Obstanbau ist nach den umweltgerechten Grundsätzen der integrierten kontrollierten Produktion ausgerichtet.

Quelle: www.mlul.brandenburg.de



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