Zuletzt dominierten griechische und niederländische Erdbeeren, italienische und spanische folgten von der Bedeutung her. Inländische und belgische Artikel komplettierten die Warenpalette. Die Qualität konnte laut BLE nicht immer überzeugen, vor allem die spanischen Früchte wiesen dahingehend Mängel auf. In Berlin führten spanische Rückläufer aus dem LEH zu Schwierigkeiten bei der Unterbringung regulärer Ware: Lediglich 0,70 EUR je 500-g-Schale wurden mitunter verlangt. Generell zeigte sich das Interesse eher verhalten, verschiedentlich verbesserte es sich im Wochenverlauf. Dennoch mussten die Händler ihre bisherigen Forderungen nach unten korrigieren, da die Verfügbarkeit schlichtweg zu üppig ausfiel.
NRW:
Erste Erdbeerhöfe im Land NRW bieten schon ihre Ware an. "Ab Anfang Mai wird es flächendeckend in NRW Erdbeeren geben", sagt Saskia Schmitz, Sprecherin der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster. Auch in die Supermärkte sind bereits erste Erdbeeren aus Deutschland gelangt. "Wir haben ein sehr frühes Jahr, ähnlich wie bereits 2025, das für viele Betriebe die früheste Erdbeersaison ihrer Betriebsgeschichte war", sagt Schmitz. Der wesentliche Grund für den frühen Saisonstart sei die warme und sonnenreiche erste Märzhälfte gewesen.
Nach Daten des Statistischen Landesamtes nimmt der Anbau unter hohen Schutzabdeckungen tendenziell seit längerer Zeit zu. Im Jahr 2025 sind in NRW auf diese Weise 13.300 Tonnen Erdbeeren und im Freiland 18.600 Tonnen Erdbeeren produziert worden. Dieser Trend dürfte sich 2026 fortsetzen.
Rheinland-Pfalz:
Bei Prachtwetter werden zurzeit die ersten Erdbeeren aus dem Folientunnel in Rheinland-Pfalz geerntet. Dieses Jahr gibt es neue Sorten, geschmacklich besonders intensiv und robuster.
Mecklenburg-Vorpommern:
Während die Erdbeerernte in den Gewächshäusern schon angelaufen ist, sollen die beliebten roten Früchte bald auch unter freiem Himmel gepflückt werden. Es werde mit dem Erntebeginn im geschützten Freilandanbau zum Ende dieser Woche gerechnet, sagte Rolf Hornig, Geschäftsführer des Obst- und Gemüseanbauerverbands, auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Im geschützten Anbau werden die Erdbeeren in zum Teil begehbaren Tunneln unter Folie herangezogen.
Bayern:
Der April neigt sich dem Ende zu, die Temperaturen steigen und die langsam kommt die Erdbeersaison in Gang. Obwohl die ersten süßen Früchte zunächst nur in Supermärkten und auf Wochenmärkten zu finden sind, dürfte es bald viele Münchner auch hinaus aufs Land ziehen, um die roten Beeren an den Verkaufsständen oder Bauernhöfen zu kaufen oder sogar selbst zu pflücken. Die Preise dürften sich nach einer ersten Anfrage der Münchner Redaktion von t-online in diesem Jahr zwischen 4,90 und 5,50 EUR für 500 Gramm Erdbeeren einpendeln.
Baden-Württemberg:
Die Erdbeerernte läuft gerade auf Hochtouren. Doch viele Landwirte am Bodensee und in Oberschwaben blicken mit Sorge auf diese Saison. Die Kosten steigen. Treibstoff, Verpackungen und vor allem Erntehelfer werden immer teurer. Das merken die Betriebe. Obstbauer Thomas Romer aus Konstanz sagt, dass vor allem die Erhöhung des Mindestlohns eine Herausforderung seien. Er könne nicht einfach weniger Helfer einstellen. Die Arbeit müsse erledigt werden. Das bedeute: Die Preise für Erdbeeren steigen.
Saarland:
Seit dem 23.4. können an den Hofläden des Betriebs die ersten saarländischen Erdbeeren gekauft werden. Die Vorzeichen für die diesjährige Erdbeerernte im Saarland sieht das Management des Erdbeerhofs sehr positiv: "Ich glaube, wenn wir jetzt in den nächsten Wochen nachts nicht zu kaltes Wetter haben, dann ist für dieses Jahr alles im grünen Bereich."
Hessen:
Am Donnerstag, 23. April, lud Erdbeerbauer Reiner Paul zur offiziellen, hessischen Saisoneröffnung ein. Noch vor wenigen Wochen deutete vieles auf einen deutlich verspäteten Saisonstart hin – doch dank eines sonnigen Frühjahrs sowie außergewöhnlich warmen Temperaturen haben die Pflanzen rasant aufgeholt. Das Fazit nach dem kalten Jahresbeginn: Die Früchte der Sorte "Clery" sind bereits jetzt bemerkenswert groß, fest im Biss und bestechen durch ein außergewöhnlich süßes Aroma.
In Zeiten allgemeiner Teuerung setzte Reiner Paul bei der Eröffnung ein deutliches Zeichen für die Verbraucher. Trotz massiv gestiegener Kosten für Dünger, Verpackung, Lohn und Logistik bleibt der Preis für die 500-Gramm-Schale bei 5,90 EUR – auf dem Niveau des Vorjahres. Paul: "Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich jeder Mensch in der Region weiterhin frische, einheimische Erdbeeren leisten kann."
Thüringen:
Die Erdbeersaison in Thüringen legt langsam los. Erste unter Folie geschützte und gediehene Früchte wurden am Wochenende etwa bereits von Mitarbeitern der Gärtnerei Gloria gepflückt. "Es sind noch sehr geringe Mengen", sagte Mitinhaber Carsten Gloria. Wegen vergleichsweise kühlen Temperaturen sei der Start etwas später als in den Vorjahren gewesen. Etwa 17 Euro fürs Kilogramm kosten die frühen Früchtchen.
Österreich:
In weiten Teilen Österreichs gefährden Spätfröste die diesjährige Obsternte. Auch im Erdbeeranbau könnte die Frostgefahr zu erheblichen Mengeneinbußen führen.