Mit ersten vereinzelten Lieferungen an den deutschen LEH kam die spanische Steinobstsaison in der KW 17 offiziell ins Rollen. Ab KW 18 werden die Angebotsmengen an Pfirsichen und Nektarinen der Kaliber B und C peu a peu zunehmen, gefolgt von ersten Plattpfirsichen und gelegter Ware ab KW 20. "Unsere Produzenten im Ursprung haben die kritische Phase gut überstanden und man ist bislang von gravierenden Wetterextremen wie Sturm, Hagel und dergleichen verschont geblieben. Insofern sind wir guter Dinge und die Zeichen für eine erfolgreiche Steinobstsaison stehen eindeutig auf grün", berichtet Jörg Wilhelm, Produktmanager bei der LLombart GmbH mit Sitz in Lahr.
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Steinobst löst Zitrus ab
Auch die Vermarktungslage sei nach Angaben Wilhelms vielversprechend. "Die spanische Zitrussaison neigt sich nun allmählich dem Ende zu. Wir werden den LEH voraussichtlich in der KW 19 mit letzten Mandarinen der Sorte Nadorcott bestücken, danach ist die Saison dann vorbei. Essorangen der Sorten Lane Late und Navel Powell wird es aller Voraussicht nach noch bis Mitte Mai geben. Valencia Late Saftorangen spanischen Ursprungs werden wir hingegen bis in den August hinein anbieten. Innerhalb der Kategorie Steinobst gibt es meines Wissens kaum noch Überseeware, während die Exportsaison in Italien sowie der Türkei noch gar nicht angefangen hat. Insofern trifft das spanische Steinobst auf einen aufnahmefähigen, deutschen Markt."
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Die Belegschaft der Llombart-Gruppe mit Herrn Jörg Wilhelm (3. v.r.) auf der diesjährigen Fruit Logistica.
Mangel an großfallenden Steinfrüchten prägt Saisonauftakt
Die LLombart GmbH verfügt in Sachen Steinobst über ein breites Erzeugernetzwerk und kann somit auf Ware aus mehreren, namhaften Anbaugebieten, ob Murcia, Lleida oder Sevilla zurückgreifen. Das Schwarzwälder Unternehmen bedient dabei sowohl den LEH als auch die Großmärkte. Wilhelm: "Wir hätten den Großmärkten bereits in der KW 17 Kaliber A offerieren wollen, haben den Saisonauftakt aufgrund des Mangels an dicken Früchten, primär Pfirsiche und Nektarinen, allerdings um eine Woche verschieben müssen. Im Gegensatz zum LEH finden kleinfallende Früchte erfahrungsgemäß auf den Großmärkten weniger Beachtung."
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Einblick in den Steinobstanbau: Sobald die Brixwerte und Kaliber passen, wird LLombart auch Ware unter den etablierten Eigenmarken 'Klein aber fein' und 'Sonnenkinder' vermarkten.
Wetterverlauf im Mai ausschlaggebend
Trotz der guten Ausgangslage zu Beginn der Saison sei der weitere Marktverlauf zurzeit noch nicht absehbar. "Die Preise liegen zurzeit geringfügig über dem Niveau des Vorjahres, was primär den hohen Transport- und Energiekosten geschuldet ist. Der Mai wird aber in der Hinsicht ausschlaggebend: Eine große Ernte gepaart mit einem verregneten Mai hier in Deutschland wäre für die Preisfindung katastrophal. Insofern hoffen wir auf einen warmen, sonnigen Mai, sodass die Lust auf Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche entsprechend angekurbelt wird", heißt es abschließend.
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Jörg Wilhelm
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