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Keyner Gamarra Azabache, APEM

Peruanische Mangoproduktion ging in der Saison 2025/26 um 22 Prozent zurück

© ASOCIACION PERUANA DE PRODUCTORES Y EXPORTADORES DE MANGO - APEM

"Peru hat die Mangosaison 2025/26 mit einem Exportvolumen von 223.000 Tonnen abgeschlossen. Das sind 22 % weniger als in der vergangenen Saison (286.000 Tonnen) und 8 % weniger als ursprünglich erwartet (243.000 Tonnen). Der Rückgang bestätigt einen Trend, der vor allem vom Klima bestimmt wird. Die Bäume waren nach einem Rekordjahr geschwächt, und die Temperaturen sanken nicht ausreichend für eine gleichmäßige Blüte", sagt Keyner Gamarra Azabache, Vorsitzender des peruanischen Verbandes der Mangoerzeuger und -exporteure Apem.

Die Probleme begannen früh: Hohe Nachttemperaturen sorgten für weniger Blüten. Darauf folgte Ende November und Anfang Dezember eine ungewöhnliche Kältewelle, die die Reifung verzögerte und zum Abfallen der Früchte führte. Später sorgten die Regenfälle im Januar und Februar für Qualitätsprobleme, vor allem in Motupe und Casma.

© ASOCIACION PERUANA DE PRODUCTORES Y EXPORTADORES DE MANGO - APEM

"Das Ergebnis war eine stark konzentrierte Saison mit einem Höhepunkt zwischen KW 2 und KW 5. In KW 3 wurden 20.664 Tonnen verschifft, 19 % mehr als im Vorjahr. Aber der Start verlief sehr schleppend: In KW 44 waren es nur 1.071 Tonnen, gegenüber 2.731 Tonnen in der vorangegangenen Saison", erklärt er.

Es gab auch Spannungen zwischen Erzeugern und Exporteuren hinsichtlich der Preise ab Feld. "Einige Erzeuger, unterstützt von lokalen Erzeugergruppen, legten die Ernte im Dezember vorübergehend still. Die Preise konnten nicht an die lokalen Erwartungen angepasst werden, da der Markt nie hoch genug war, um die teureren Rohstoffe zu kompensieren", so Gamarra. Der Streik dauerte drei Tage und hatte keinen großen Einfluss auf die Gesamtexporte, sorgte aber vorübergehend für Unsicherheit.

© ASOCIACION PERUANA DE PRODUCTORES Y EXPORTADORES DE MANGO - APEM

"Die Vereinigten Staaten blieben mit 84.200 Tonnen (38 %) der größte Abnehmer, gefolgt von Europa mit 112.696 Tonnen. Innerhalb Europas entfielen 33 % auf die Niederlande, 6 % auf das Vereinigte Königreich und 5 % auf Spanien. Asien und Lateinamerika spielten eine untergeordnete Rolle. Chile erhielt etwa 5.100 Tonnen, während Panama, Guatemala und Mexiko jeweils weniger als 1 % der Gesamtmenge erhielten", erzählt er.

© ASOCIACION PERUANA DE PRODUCTORES Y EXPORTADORES DE MANGO - APEM

Obwohl das Angebot vom Markt aufgenommen wurde, reagierten die Preise nicht auf das geringere Volumen. "Es gab eine Kluft zwischen den Erwartungen der Erzeuger und dem, was der Markt tatsächlich bot", erklärt der Vorsitzende. "Was passiert ist, war kein Einzelfall, sondern ein Zeichen dafür, dass Anbau und Markt nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Die Erzeuger passen ihre Erwartungen auf der Grundlage von Kosten und lokalen Eindrücken an, während die Exporteure sich an den Signalen des Weltmarktes orientieren. Diese Kluft zu verringern, ist für die Zukunft des Sektors von entscheidender Bedeutung."

© ASOCIACION PERUANA DE PRODUCTORES Y EXPORTADORES DE MANGO - APEM

Die Klimaprognosen bringen die Region Piura erneut in die Risikozone. Piura macht 65 % der peruanischen Produktion aus und umfasst 31.000 Hektar. Die Intensität des Klimaphänomens El Niño ist noch nicht bestätigt, aber Gamarra warnt: "Wir befinden uns in einer Phase der Wachsamkeit. Es besteht immer noch eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit für neutrale Bedingungen." Laut Berichten der US-Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung (NOAA) werden kurzfristig (Mai–Juli 2026) neutrale Bedingungen erwartet, doch langfristig (ab Juni–August 2026) steigt die Wahrscheinlichkeit für El Niño deutlich an, auf 61 % bis 70 %.

© ASOCIACION PERUANA DE PRODUCTORES Y EXPORTADORES DE MANGO - APEM

Der Vorsitzende zieht seine Lehren aus den Saisons: "Wir müssen lernen, den Markt schneller zu lesen", sagt er. Er betont auch die Notwendigkeit einer "Präzisionslandwirtschaft, die die technische Effizienz in einem zunehmend unberechenbaren Klima verbessert."

Er schließt mit einer Warnung an die Branche: "Qualität ist kein Wettbewerbsvorteil mehr; sie ist eine Grundvoraussetzung", sagt Gamarra. Und er fügt hinzu: "Peruanische Mangos konkurrieren nicht nur über Qualität oder Menge, sondern über Präzision. Präzision beim Anbau, bei der Ernte, in der Logistik und beim Lesen des Marktes. Erfolgreiche Saisons in der Zukunft sind nicht die größten, sondern die am besten durchgeführten."

Weitere Informationen:
Keyner Gamarra Azabache
Asociación Peruana de Productores y Exportadores de Mango (APEM)
Peru
Tel.: +51 991 711 971
Tel.: +51 977 609 604
[email protected]
www.peruvianmango.org

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