Die Mangosaison im Senegal sieht vielversprechend aus, mit positiven Anzeichen hinsichtlich der Produktion und einer außergewöhnlich günstigen Marktposition. In diesem Jahr hängt die westafrikanische Mangosaison im Wesentlichen von der senegalesischen Saison ab, da es in der Elfenbeinküste Produktionsprobleme gibt und Europa weiterhin malische Mangos meidet. Die Gefahr durch die Fruchtfliege hängt jedoch wie ein Damoklesschwert über der senegalesischen Branche, da vor Beginn der Saison offiziell angekündigt wurde, dass die Lieferungen aus Europa streng kontrolliert werden. Ndoye Selle von FNS Agribusiness teilt seine Erkenntnisse mit.
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Der Erzeuger gibt an, dass die ersten Ernten im Senegal voraussichtlich zwischen dem 20. und 25. Mai im Süden und Zentrum des Landes stattfinden werden, gefolgt von der Region Niayes in der zweiten Juniwoche. Er fügt hinzu: „Die Wetterbedingungen waren unbeständig. Das jüngste Ereignis war eine Nebelperiode, die in einigen Regionen zu erheblichen Ernteausfällen führte. Andererseits bedeuten weniger Früchte an den Bäumen größere Kaliber."
Trotz dieser Störungen bleiben die allgemeinen Aussichten für die Saison laut Selle bislang positiv: „Wir beobachten eine gute Blüte und Fruchtansatz, und die Früchte nehmen nun an Größe zu. Wir erwarten eine gute Saison sowohl hinsichtlich der Menge als auch der Qualität."
Die Fruchtfliege bleibt jedoch das drängendste Problem des Sektors. „Die gesamte Wertschöpfungskette ist mit staatlicher Unterstützung mobilisiert, um dieses Problem anzugehen. Wir werden uns in erster Linie auf geeignete Behandlungen, angemessene Erntebedingungen und die Sortierung der betroffenen Früchte vor Ort unmittelbar nach der Ernte konzentrieren", fügt Selle hinzu.
Auch auf kommerzieller Ebene sind die Aussichten laut dem Erzeuger günstig. „Mangos aus Mali sind in Europa weiterhin verboten, und die Elfenbeinküste verzeichnet aufgrund der Produktionsbedingungen einen Rückgang der Mengen. Mangos aus dem Senegal werden daher auf dem Markt mit Spannung erwartet", erklärt der Erzeuger.
Angesichts des ruhigen Wettbewerbs setzt die Branche ihre Erwartungen hoch an. „Wir sind auf dem besten Weg, die Marke von 30.000 Tonnen bei den Mango-Exporten zu überschreiten, verglichen mit 19.000 Tonnen im letzten Jahr. Wir haben ein Mengenziel, aber wir wollen es mit Sorgfalt erreichen und Lieferunterbrechungen vermeiden", schließt Selle.
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