"In diesem Jahr ist die Qualität der brasilianischen Mangos besser. Der Krankheitsdruck ist nicht so groß wie in den Vorjahren", sagt Willian Aislan Lima, kaufmännischer Leiter der Mango Man Trade Company. Er bezieht sich dabei auf den Einfluss des Wetters auf den Anbau. Zwar hat Regen in einigen Anbaugebieten für Probleme gesorgt, doch fiel der Schaden im Vergleich zu früheren Saisons gering aus. Dadurch bleibt das Angebot stabil und die Qualität der Früchte ist ausgezeichnet.
In den ersten Monaten des Jahres lagen die Preise auf einem guten Niveau. "Januar, Februar und März verliefen prima. Danach sanken die Preise leicht, als die südafrikanischen Mangos auf den Markt kamen, aber da Brasilien weniger Volumen lieferte, blieben die Preise dennoch angemessen. Derzeit ziehen die Preise im Vergleich zu vor einigen Wochen wieder an: von 3,50–4,00 EUR pro Kilo auf durchschnittlich 4,50–5,00 EUR, da das afrikanische Angebot zurückgeht", erklärt er.
© Mango Man Company
Lima betont, dass Südafrika eine wichtige Rolle bei der Planung der brasilianischen Exporte spielt. "Wenn Südafrika große Größen liefert und wir kleine, macht das einen Preisunterschied und sorgt für Stabilität auf dem Markt", sagt er. Jeder Exporteur passt seine Lieferungen an die Konkurrenz und die Nachfrage an.
Von Juni bis einschließlich November befindet sich Brasilien in der geschäftigsten Phase der Saisons. Dann werden große Mengen von Sorten wie Tommy Atkins, Palmer, Keitt und Kent verfügbar. "Wir befinden uns derzeit in einer Übergangsphase, aber im Juni beginnt die eigentliche brasilianische Saison", so Lima. Das trockenere Wetter in diesen Monaten kommt auch der Qualität nach der Ernte zugute.
© Mango Man Company
Dennoch warnt Lima vor den steigenden Kosten, mit denen die Branche zu kämpfen hat. "Die Kosten in Brasilien sind sehr hoch. Nach Ausbruch des Krieges sind die Preise für Karton, Papier und Frachttransport stark gestiegen." Hinzu kommt ein zusätzlicher Aufschlag für die sogenannten "Kriegskosten", die auf internationalen Seewegen anfallen. Das erhöht den Endpreis pro Karton.
Mango Man und andere brasilianische Exporteure reagieren darauf flexibel, indem sie ihre Lieferungen und Preise ständig anpassen. Sie konzentrieren sich auf Stabilität auf dem internationalen Markt und auf eine gute Beziehung zu europäischen Kunden. Mit solider Qualität und einem geordneten Angebot sieht die zweite Hälfte des Jahres 2026 vielversprechend aus.
"Das zweite Halbjahr wird gut. Es regnet weniger, die Qualität ist besser und wir liefern genauso viel oder mehr als im letzten Jahr", fasst Lima zusammen.
Weitere Informationen:
Willian Aislan Lima
Mango Man Trade Company
Brasilien
Tel.: +55 74 813 341 17
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