Jörg Moser von der Biosanica GmbH:

"Unser Unternehmen ist einer der größten Anbieter von Bio-Trockenäpfeln"

Die Biosanica GmbH aus Mecklenburg-Vorpommern produziert jährlich rund 800 Tonnen Bio-Trockenäpfeln. "Unser Unternehmen ist einer der größten Anbieter von Bio-Trockenäpfeln innerhalb der einzelnen Verbände in Deutschland, ob es sich nun um Bioland, Naturland oder Demeter handelt. Die Nachfrage im Handel ist sehr hoch. Apfelchips aus Deutschland haben als Verbandsware zudem an Bedeutung gewonnen", teilt uns Jörg Moser, Geschäftsführer der Biosanica GmbH mit. 


Anna Schuster und Jörg Moser auf der Biofach 2022

Äpfel vom Alten Land und aus Polen 
Das Hauptbezugsgebiet für die Äpfel ist das Alte Land. "Hier haben wir über die letzten Jahre hervorragende Partner hinzugewonnen. Seit vier Jahren sind wir nun auch in Polen aktiv und haben uns in verschiedenen Regionen im Einkauf professionalisiert. Unser Vorteil ist zudem, dass wir alles exakt analysieren können. Da wir beim Trocknen die Rückstände um den Faktor zehn aufkonzentrieren, sind wir als Rohstofflieferant für die Industrie, etwa für Mus- oder Safthersteller, ein wichtiger und zuverlässiger Partner." Abgesehen vom Alten Land werden auch Produkte über eine EU-bio-zertifizierte Tochterfirma "Biosanica Sp. z.o.o." in Polen bezogen. 

Über vier Vermarktungslinien werden die Äpfel angeboten: als frisches Tafelobst der Klasse I sowie als Musapfel, als Saftapfel und als Schälapfel. "Aus Letzterem stellen wir wiederum unsere Trockenprodukte her, womit im Grunde genommen der Apfel in seiner Gänze verwertet wird." Hauptkunden sind Betriebe in der verarbeitenden Lebensmittelindustrie, vor allem Müslihersteller, aber auch die Bäckereindustrie, usw. Der Hauptmarkt von Biosanica liegt zwar in Deutschland und Europa, wobei die Produkte auch Absätze in Asien und vor allem in den USA finden. 

Rechts: Anlage in Süderholz. Foto: Biosanica GmbH

Zur Herstellung der Trockenapfel werden viele verschiedene Sorten verwendet, wobei einzelne wie etwa die Golden Delicious, also süßere Sorten oder welche, deren Form eher oval sind, schwer zu verarbeiten seien und daher nicht genutzt werden. "Vom Geschmack her verwenden wir süßsaure Sorten wie etwa Jonagold, Braeburn, Topaz oder natürlich die Elstar aus Deutschland."


Mit LENA (lebe natürlich) kreierte Biosanica eine Marke, mit der das Unternehmen vor allem den Einzelhandel ansprechen möchte. "Bei dieser Marke handelt es sich um spezialisierte Produkte, also in erster Linie Apfelchips und Apfelpulver, die wir als Süßungs- bzw. Zuckeralternative anbieten", erklärt Moser. 

Topseller: Apfelwürfel 10x10mm
"Die meisten Produkte gehen an Abpackbetriebe, die wiederum den Drogerie- und Naturkostfachhandel wie etwa Reformhäuser beliefern oder aber auch an den klassischen Lebensmitteleinzelhandel und Discounter", sagt Moser. Die Nachfrage sei in den Jahren vor der Pandemie stark gestiegen. Ab Mai 2020 sah man allerdings einen einschneidenden Bruch in der Nachfrage. "Aktuell spüren wir aber wieder mehr Rückenwind für herkunftsbezogene Produkte, das heißt, dass nun wieder mehr Produkte aus Deutschland als zum Beispiel aus Übersee gekauft werden." 

Das Hauptprodukt von Biosanica sind die Apfelwürfel mit 10x10mm Größe für die Lebensmittelindustrie. Apfelpulver, das in sehr großen Mengen an die Industrie verkauft werde, zähle ebenfalls zu den Topsellern. Auch für Apfelchips verzeichne man gute Absätze. Die Maschinen zur Herstellung der Produkte kommen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden.


Foto: Biosanica GmbH

Breite Qualitätsspanne
Biosanica pflege zudem eine enge Kooperation mit seinen Kunden hinsichtlich der Entwicklung von neuen Produkten, so Moser: "Das ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor von uns. Zudem sind wir in der Lage, angesichts der großen Grundmenge, die wir im Bio-Bereich anbieten, die Produkte nach entsprechenden Qualitäten bis hin zum Babyfood-Standard segmentieren zu können. Wir decken also sämtliche Bereiche ab. Das ist nur möglich, wenn man auch entsprechende Mengen von Haus aus produzieren kann." 

"Durch unsere Analysetechnik gewährleisten wir eine höhere Sicherheit gerade auch für diejenigen Kunden, die die Produkte weiterverwerten. Wir haben viel in die Analytik bis hin zur Betreuung der Kunden vor Ort investiert, um Rückstände zu minimieren. Ferner haben wir uns auch hinsichtlich der Angebotsmenge im Bio-Bereich eine gute Basis geschaffen. Wir überlegen uns auch, wie wir künftig die Reststoffe noch besser verwerten können, um diese nicht nur als Futtermittel einzusetzen", sagt Moser abschließend.

Weitere Informationen:
Jörg Moser
biosanica GmbH
Pommerndreieck 3
18516 Süderholz
Telefon +49 (0) 38326 / 53 15 0
Fax +49 (0) 38326 / 53 15 29
www.biosanica.de 
info@biosanica.de 


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