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Versuchszentrum Laimburg

Forschung zur Unterstützung der Produktion hochwertiger Kirschen in Südtirol

Eine starke Unterlage, die Wahl der am besten geeigneten Sorte, die richtigen Schnitttechniken und eine gezielte Strategie für den Pflanzenschutz: Für den Anbau von Süßkirschen gibt es viele verschiedene Faktoren, die zum Erfolg führen und dafür sorgen, dass die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern in Südtirol Früchte trägt. Dies ist auch der wissenschaftlichen Unterstützung des Versuchszentrums Laimburg zu verdanken, das die Bäuerinnen und Bauern seit Beginn des Kirschanbaus in Südtirol begleitet und wissenschaftliche, objektive Erkenntnisse liefert. Am Freitag, den 17. Juni, fand in Fragsburg bei Meran eine Versuchsbegehung statt, bei dem Forschende des Versuchszentrums Laimburg einige ihrer Versuche präsentierten.


Unterschiedliche Reifegrade der Kirsche. © Versuchszentrum Laimburg

Bis heute gibt es in Südtirol über 120 Produzentinnen und Produzenten von Kirschen mit einer Ernte von rund 1.200 Tonnen pro Jahr. Die besondere Beschaffenheit des Gebiets sowie die Verwendung von spät reifenden Sorten ermöglichen es, zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt zu kommen als die Kirschen aus anderen Regionen Italiens. Auf dem Versuchsfeld Fragsburg bei Meran führt die Arbeitsgruppe „Beeren- und Steinobst“ des Versuchszentrums Laimburg seit rund 30 Jahren wissenschaftliche Versuche durch, um der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung objektive Daten zur Verfügung zu stellen. Am Freitag, den 17. Juni 2022, fand im Versuchsfeld eine Begehung für Landwirtinnen und Landwirte sowie Beratungsstellen statt, bei dem Forschende des Versuchszentrums Laimburg die Ergebnisse der laufenden Versuche vorstellten. Diese reichten von der Sortenselektion über das Studium von Unterlagen bis hin zu Tests verschiedener Schnitttechniken sowie Pflanzenschutzstrategien, die in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Mittelprüfung“ des Versuchszentrums Laimburg entwickelt wurden. Diese Tätigkeiten wurden im Rahmen des Aktionsplans 2016-2022 für Forschung und Ausbildung in Berglandwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften finanziert, einer Initiative des Landesrates für Landwirtschaft.


Forscherinnen und Forscher des Versuchszentrums Laimburg erheben die Intensität der Färbung von Früchten. © Versuchszentrum Laimburg/ivo corrà

Anbau von Kirschen in Südtirol: Qualität und moderne Techniken
Obwohl der Kirschanbau in Südtirol nur 0,5 % der Landesfläche ausmacht und erst etwa 20 Jahre zurückreicht, wird er von modernsten Techniken und Verfahren begleitet. Die Kirschproduktion in Südtirol ist ausschließlich auf Qualitätsproduktion ausgerichtet und verfügt über sehr gut ausgestattete Anlagen. So können dank der Verwendung von Regenschutzfolien und Hagelschutznetzen Beschädigungen der Früchte vermieden werden, und Insektennetze schützen die Kirschen vor dem Befall invasiver Insekten. Dieser einfache mechanische Schutz, der nur für einige Wochen im Jahr verwendet wird, ermöglicht es, den Einsatz von Insektiziden auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren.

Hohes Einkommen dank hochwertiger Sorten
Der Anbau von Kirschen führt zu einem Gewinn pro Hektar, der mit dem des Apfelanbaus vergleichbar ist. Die Etablierung von Kirschanalgen ist daher eine interessante Option für Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Produktion diversifizieren, die Höhe der Gewinne beibehalten und einen Beitrag zur Biodiversität in der Landwirtschaft auf lokaler Ebene leisten möchten.
Grundlegend für die Zukunftssicherung des Anbaus ist die Sortenselektion, die am Versuchszentrum Laimburg durchgeführt wird. Dabei wird eine Art Personalausweis von Sorten aus aller Welt erstellt. Derzeit werden 75 Sorten auf verschiedenste Parameter hin untersucht: Zuckergehalt, Säuregehalt, Größe und Gewicht der Frucht, Farbe und Härte, Homogenität der Reife und agronomische Charakterisierung der Pflanze wie beispielsweise Eigenschaften der Fruchtbildung, Eintritt in die volle Produktivität, Anfälligkeit für Krankheiten.

Vor kurzem hat das Versuchszentrum Laimburg eine Kooperation mit dem Südtiroler Sortenkonsortium zur Bewertung und Validierung neuer Kirschsorten für die Zukunft gestartet.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Kirschanlage bei Fragsburg. © Versuchszentrum Laimburg

Weitere Informationen:
www.laimburg.com


Erscheinungsdatum:



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