Die peruanische Beerensaison ist nun in ihre letzte Phase eingetreten. "In Peru wird jetzt noch geerntet, aber das wird nächste Woche vorbei sein", erwartet Fred Douven von abbGrowers. Er blickt auf eine gute Saison in Peru zurück. "Die Qualität in diesem Jahr war gut. Aufgrund der zunehmenden Anpflanzungen war der Markt zu Beginn der Saison stark unter Druck, aber diese Preise wurden später in der Saison wieder ausgeglichen."
"Aus Südafrika kommen gerade die letzten Heidelbeeren. Diese Saison war in qualitativer Hinsicht problematischer. Fast alle Sendungen kamen mit Verspätung an, und eine Transitzeit von 4-5 Wochen war keine Ausnahme. Dies führte zu großen Unterschieden in der Qualität. Oft waren die Beeren entweder sehr gut oder überhaupt nicht gut", sagt Fred.
Holpriger Start der chilenischen Saison
"In der Zwischenzeit hat sich die chilenische Saison verzögert. Normalerweise treffen die ersten Container in Woche 50 ein, aber Verzögerungen sind an der Tagesordnung. Ich erwarte, dass das Angebot aus Chile zwischen der 3. und 7. KW explodiert und danach wieder schnell abnimmt. Es wird zwar viel über ein geringeres Angebot aufgrund des Mangels an Pflückern und der Transportprobleme geredet, aber in Wirklichkeit wird viel verladen", sagt Fred.

Im Moment ist der Absatz von Heidelbeeren stabil. "Aufgrund der vielen Verzögerungen herrscht auf dem Markt eine gewisse Unruhe darüber, ob alle ihren Verpflichtungen nachkommen können, aber wir haben keine Probleme damit. Auch die Erwartungen für die Mittelmeersaison sind gut. Vor allem Marokko hat seine Produktion erheblich gesteigert. In Spanien sind die Winterbedingungen nicht so schlecht wie erwartet, und die Produktion verläuft nach Plan."
Steigender Heidelbeerkonsum
"Außerdem sehen wir, dass die Sekoya-Sorten auf dem Vormarsch sind. Wie bei anderen Obstarten sind die Clubsorten gefragt, das gilt auch für dieses Sortenprogramm", sagt Fred. "Und außerdem ist es schön zu sehen, dass in allen europäischen Ländern der Absatz von Heidelbeeren weiter wächst. Der Brexit hat sich zwar auf den Absatz im Vereinigten Königreich ausgewirkt, aber die anderen europäischen Länder kaufen mehr Blaubeeren. Die Verpackungsgröße ist relativ stabil. Wenn das Angebot auf dem Markt groß ist, werden 650- bis 750-Gramm-Packungen immer beliebter, aber die Kilopackungen sind nach wie vor hauptsächlich für die europäische Saison reserviert."
"Man sieht auch, dass überall noch Plastikverpackungen verwendet werden, selbst in Frankreich ist das bei Beerenobst noch erlaubt. Deckel sieht man nicht mehr, aber Topseal ist zur neuen Norm geworden, auch für Ziele wie den Nahen Osten. Kartonverpackungen sind noch keine echte Alternative für Beeren. Abgesehen von der Tatsache, dass Karton schreiend teuer ist, ist auch der Nachhaltigkeitseffekt fraglich. Schließlich muss die Haltbarkeit an erster Stelle stehen, und wenn der Verlust überwiegt, ist der CO2-Fußabdruck einer Kartonverpackung um ein Vielfaches größer."
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