DistriRail und Hannibal bündeln die Kräfte

Tägliche Zugverbindung zwischen den Niederlanden, Belgien und Italien

Die Zusammenarbeit von DistriRail und Hannibal, einem Tochterunternehmen der Contship Italia Group, kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Ab Februar dieses Jahres haben die beiden Unternehmen ihre Kräfte gebündelt, um eine optimale Lieferkette von Obst und Gemüse zu gewährleisten, und das trotz der Probleme auf logistischer Ebene als Folge der Covid-19-Pandemie.

Ab März haben die europäischen Länder nach und nach ihre Grenzen geschlossen und ihren Bürgern und Reisenden Beschränkungen auferlegt. Millionen Arbeitnehmerin der Obst- und Gemüsebranche können ihrer Arbeit nicht nachgehen, um zu ernten und zu pflanzen. Mittlerweile hat der Mangel an LKW-Fahrern in Europa weitere Folgen für die Bevorratungskette diverser Lebensmittel. Um das Problem der Lastwagenkapazität für den Handel in frischen Lebensmitteln überlange Distanzen innerhalb der EU zu mildern und um verlässliche Dienste für die Bevorratungskette zu liefern, bietet Contship den Herstellern und Käufern alternative Lösungen über Plattformdienste und internationale Dienste für intermodalen Verkehr.

Tägliche Zugverbindung
Unsere Aufgabe besteht darin, angesichts der derzeitigen Störung für den Transport von Gütern und insbesondere von Frischprodukten über unsere Schienenwege sowie für gekühlte logistische Dienstleistung beim Handel innerhalb der EU und beim kurzen Seehandel zwischen den Niederlanden, Großbritannien und Norditalien zu sorgen“, so Daniele Testi, Direktor für Marketing und Kommunikation bei Contship Italia.

DistriRail und Contship Italia Group garantieren derzeit eine tägliche Zugverbindung zwischen den Niederlanden (Rotterdam), Belgien (Antwerpen) und Italien (Melzo Milano). Der Schienenkorridor bietet ein spezielles Netzwerk, das alle Tiefseeterminals von Rotterdam verbindet. Über das Terminal im Rail Service Center gibt es über Shortsea-Schifffahrtsrouten auch eine Verbindung mit Großbritannien, Irland, Skandinavien, Island, Russland etc.

Auf der italienischen Seite, ab dem Rail Hub Milano, unterhält Hannibal diverse Schienendienste nach Padua, Bari, La Spezia, Genua und zu den Häfen von Ravenna. Außerdem bieten die neuesten Shortsea-Routen Verbindungen mit der Türkei, mit Griechenland, Ägypten und Zypern, mit dem Libanon und Albanien sowie allen wichtigen Hafenzielen im östlichen Mittelmeer. Insbesondere das Ravenna Container Terminal ist ein strategischer Zugangsknoten für den Handel mit Frischprodukten an die Adria und bietet diverse maritime Verbindungen mit sehr schnellen Transitzeiten.

Höchstens 17 Stunden Fahrzeit
Operativ betrachtet werden die Güter aus den Kühlcontainern genommen, direkt auf Kühlwagen geladen und erreichen dann die nordeuropäischen Gebiete über die Straße. Zug sechsmal sauberer als Straßentransport. Auf beiden Seiten und in Italien bietet Hannibal auch Zolllager an, in denen sich eine Reihe von Gütern abfüllen lassen, vor allem verderbliche. Auch um den Endtransport zum Kunden können sie sich kümmern. In einem Umkreis von weniger als 70 km vom Rail Hub Milano bietet Hannibal Transportdienste zu Fabriken und Märkten an.

"Täglich fährt ein Zug zwischen Rotterdam und Melzo-Milano, der nur 17 Stunden braucht,“ sagt Dennis De Roo, der Geschäftsführer von VanDonge & de Roo, dem Stammhaus von DistriRail. „Spediteure können auch lose Palettenladungen über unsere Partner und Kunden transportieren. Das ist eine gute Alternative bei den derzeitigen Störungen, und es ist längst erwiesen, dass der Schienentransport CO2-neutraler ist als der Transport über die Straße. Letzteres wird auch durch die aktuellen Ergebnisse des Umweltbundesamtes bestätigt, des Umweltdienstes der deutschen Regierung: der Zug ist um den Faktor sechs ‘sauberer’ als Lastwagen.“ (https://www.railfreight.com/policy/2020/01/08/rail-freightproduces-6-times-less-co2-thantruck/)

Der Schienendienst für Obst- und Gemüseladung wird durch die ‘45’Feet High Cube Diesel-Electric PalletWide Reefer’-Einheiten ermöglicht,die Distrirail und Hannibal den Verladern und Spediteuren anbieten können. Sie können mehr als fünfTage ohne Plug-in laufen, wobei die Innentemperatur im Bereichvon -25 und +25º Celsius bleibt. Der Verbrauch beträgt maximal 2 LiterDiesel pro Stunde, um die kühlste Temperatur einzuhalten.

Diese Einheiten entsprechen auf verantwortungsvolle Weise den Vorschriften für den Transport von Produkten wie Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst und pharmazeutischen Produkte – Produkte also, die heutzutage ein durchschnittliches Nachfrageplus der größeren italienischen Einzelhändler um mehr als 20 Prozent gegenüber dem selben Zeitraum 2019 erreicht haben. Außerdem ist Italien einer der größten Produzenten hochwertiger Lebensmittel, deren Zunahme in den kommenden Wochen als Folge der massiven finanziellen Unterstützung erwartet wird, da die italienische Regierung seit dem 6. April mehr als 200 Milliarden Euro gewährt hat, um speziell den Export von ‘Made in Italy’-Produkten zu unterstützen. Luft in Rom und Mailand um 50 % sauberer

Nebeneffekt von Corona
Die Coronavirus-Pandemie hat einen interessanten Nebeneffekt: die Luftqualität in Europa hat sich aufgrund der deutlichen Abnahme des Autoverkehrs verbessert. Angaben der Europäischen Umweltbehörde (EMA) zufolge sind die Konzentrationen schädlicher Stoffe in der Luft in Rom und Mailand um 50Prozent zurückgegangen. Schädliche Stoffe in der Luft beeinflussen die Qualität von Obst und bei der Ernte. Pflanzen können Schäden erleiden, wenn sie hohen Konzentrationen von diversen Schadstoffen in der Luftausgesetzt sind.

Wir als Industrie können ebenfalls eine Rolle spielen, um der EU zu helfen, ein neutraler Staat zu werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Diversifizierung der Transportmittel in Betracht zu ziehen. Die EU hat ihre Anstrengungen durch die Ankündigung des ‘European Green Deal’ schon angekurbelt. Der Verkehr steht derzeit, was Treibhausgasemissionen in Europa betrifft, mit 24 Prozent als zweitgrößte Branche hinter der Energieproduktion“, so Testi. Von allen Transportmitteln (mit Ausnahme der Luftfahrt) ist der Straßentransport der größte Verschmutzer, mit 40 Prozent des Ausstoßes in städtischen und vorstädtischen Gebieten. Abgesehen von der Tatsache, dass wir uns auf die Liefersicherheit von Obst und Gemüse in dieser schwierigen Zeit konzentrieren müssen, ist dies aus unserer Sichtvielleicht der Aufruf der Natur, gesündere und umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen,“ sagt Testi abschließend.

Contship und DistriRail, die auf dem Gebiet intermodaler Dienste in der Region schon lange tonangebend sind, sind bereit und engagieren sich gemeinsam mit Spediteuren in der ganzen Welt bei der Zusammenarbeit für eine saubere Umwelt und eine gesündere Zukunft für die kommende Generation.

Weitere Informationen:
Hannibal S.p.A.
20066 Melzo (MI), Italy
Tel: +39 (0)2 950 761
info@contshipitalia-hannibal.it 

DistriRail
Rivierweg 1
3161 GM Rhoon
Tel: 010-2010700
sales@distrirail.nl 
www.distrirail.eu 


Erscheinungsdatum:



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