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Ronald van Vossen, Angus Soft Fruits Europe:

"Himbeer- und Brombeermärkte erleben komplette Kehrtwende"

Durch die extremen Wetterbedingungen steht der Beerenmarkt das ganze Jahr über vor großen Herausforderungen. Ronald van Vossen zieht Bilanz. Er ist Verkaufsleiter für Europa bei Angus Soft Fruits. "Es wird wegen der extremen Wetterbedingungen ein größeres Angebot auf dem Beerenmarkt geben", sagt er.

Erdbeeren
"Die Erdbeersaison ist insgesamt sehr gut gelaufen. Die Hitze hatte allerdings größere Auswirkungen darauf als bisher angenommen. Daher ist die Menge an qualitativ hochwertigen Erdbeeren zurzeit begrenzt. Die Erdbeeren aus dem Gewächshaus sind noch immer gut, aber die Felderdbeeren haben eine begrenzte Haltbarkeit und die Qualität ist schlecht. Das gilt sogar für deutsche Erdbeeren, weil es auch dort länger heiß war. Die Nachfrage nach guten Erdbeeren ist aber sehr gut. Deswegen erzielen sie gute Preise. In den kommenden Wochen wird es allerdings nicht viele davon geben."

Himbeeren / Brombeeren
Im Gegensatz zur guten Erdbeeren Saison liefen die Himbeeren- und Brombeeren Verkäufe lange Zeit eher mäßig. "Die Ernte ist sehr gut gelaufen. Das gilt allerdings auch für die Länder, in die wir verkaufen. Daher waren die Verkäufe eher dürftig und auch die Preise waren ziemlich niedrig. Die Brombeeren wurden in der Hochsaison zum Teil für 2 oder 3 Euro verkauft", fährt Ronald fort.

"Die Feldsaison ist jetzt vorbei und der Markt erlebt gerade eine komplette Kehrtwende. Es gibt nicht viele Alternativen. Es gibt zwar portugiesische Himbeeren, aber es ist noch ziemlich heiß in Portugal. Und auch mexikanische Brombeeren sind noch nicht verfügbar. Das heißt, dass die Preise für Himbeeren und für Brombeeren auf einmal stark gestiegen sind."

Blaubeeren
"Die Blaubeersaison war ziemlich schlecht. In Spanien war es extrem heiß und in den Niederlanden und Osteuropa extrem kalt - deswegen sind die Erträge 30 bis 40 Prozent kleiner ausgefallen. Die Preise lagen deshalb ab März zwischen 1,50 und 2 Euro oder sogar noch höher. Das wird sich definitiv auf das nächste Jahr auswirken. Ich denke, dass es dann viel geringere Mengen geben wird und das wird nicht gerade ein Nachteil für die Bauern sein. Sie werden sich daran anpassen können", fügt Van Vossen hinzu.

"Es ist gut zu sehen, dass es eine lange Zeit ein Beeren Unterangebot gab und das, obwohl die Anbaufläche für Beeren extrem gewachsen ist. Die ersten peruanischen Blaubeeren sind inzwischen in Europa angekommen, aber dazu  kann ich noch nicht viel sagen. Peru hat viele unreife Beeren geliefert. Sie hoffen, dass sie von den hohen Preisen profitieren können. Aber noch wollen wir damit nichts zu tun haben."

Durch die extremen Wetterbedingungen verändert sich der Markt. Laut Ronald geht der Trend hin zu Spezialisten. "Einige Bauern haben ein paar mehr Blaubeerbüsche gepflanzt, weil sie auf das schnelle Geld hoffen. Sie haben dann aber schnell gemerkt, dass es nicht so einfach ist. Deswegen sind Spezialisten umso gefragter."

"Das sind die Leute, die wirklich verstehen, wie der Beerenmarkt funktioniert. Beeren sind im Endeffekt eine Welt für sich. Deswegen ist es fast unmöglich, jemanden einzustellen, der diese Welt versteht. Ich würde lieber jemanden einstellen, der zwei Jahre Erfahrung mit dem Beerenmarkt hat, als jemanden der fünfzehn Jahre lang Melonen oder Paprikas verkauft hat", sagt Ronald abschließend. 

Für weitere Informationen: 
Ronald van Vossen
Angus Soft Fruits
150 Handelsweg
2988 DC, Ridderkerk, NL
Tel: +31 (0) 180 760 402
Mob: +31 (0) 621 849 525
Email: ronald.vanvossen@angussoftfruits.com   
Website: www.angussoftfruits.com 


Erscheinungsdatum:



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